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· Löwen-News

Patrick Groetzki bester Mann bei DHB-Sieg

Rechtsaußen der Rhein-Neckar Löwen zum "Spieler des Spiels" gewählt / 26:18 in Polen lässt EM-Quali noch näher rücken

Löwe Patrick Groetzki machte ein Klasse-Spiel.
Löwe Patrick Groetzki machte ein Klasse-Spiel.
Die deutsche Handball-Nationalmannschaft hat den nächsten großen Schritt zur Qualifikation für die EHF Euro 2020 gemacht. Im dritten Spiel der Gruppe 1 gewannen sie am Mittwochabend in Polen mit 26:18 (13:10) und können mit einem weiteren Erfolg am Samstag im Rückspiel das EM-Ticket fest buchen. Alle drei Auswahlspieler der Rhein-Neckar Löwen bekamen bedeutende Spielanteile, die meisten Treffer aus dem Löwen-Lager machte Patrick Groetzki, der in allen Belangen eine Klasse-Partie hinlegte und sechsmal erfolgreich aufs Tor warf. Die Belohnung: die Wahl zum Spieler des Spiels.

Das erste Tor des Tages gelingt eben diesem Rhein-Neckar Löwen. Sein 0:1 aus Gastgeber-Sicht gibt den Startschuss für eine handballerisch durchwachsene erste Halbzeit. Die Deutschen tun sich insgesamt schwer, sowohl in der Abwehr, als auch im Angriff, insbesondere mit Tomasz Gebala. Der Rückraum-Schütze von Champions-League-Teilnehmer Wisla Plock markiert die ersten beiden Polen-Tore und dreht die Partie zum 2:1 (4.) Uwe Gensheimer, der im Sommer zurück zu den Löwen wechselt, und Groetzki schlagen zurück, stellen die deutsche Führung zum 2:3 wieder her (8.).

Deutschland setzt sich ab

Weil auch die nächsten drei Treffer auf das zukünftige Außen-Duo der Rhein-Neckar Löwen gehen, steht es nach elf Minuten 2:6. Steffen Fäth, der für die DHB-Truppe auf halblinks beginnt, trifft zum 4:7. Danach leisten sich die Deutschen eine Schwächephase, Polen kommt auf 6:7 heran (20.). Mit seiner ersten Auszeit steuert Bundestrainer Christian Prokop gegen, verordnet mehr Ruhe vor allem im Abschluss. Seine Spieler hören – und warten auf die richtige Chance zum Wurf. Mit Treffern von Fabian Wiede, Gensheimer und Ex-Löwe Hendrik Pekeler ziehen die Deutschen auf 7:10 davon. Der Drei-Tore-Vorsprung steht auch zur Halbzeitpause auf der Anzeigetafel (10:13).

Löwe Steffen Fäth durfte in Halbzeit eins ran.
Löwe Steffen Fäth durfte in Halbzeit eins ran.
Nach dem Wechsel setzt Löwen-Kreisläufer Jannik Kohlbacher beim 10:14 sein erstes Tor. Damit haben sich alle Löwen in die Torschützenliste eingetragen. Das deutsche Spiel profitiert, wie auch schon vor allem zum Ende der ersten Halbzeit hin, von vielen technischen Ungenauigkeiten des Gegners. Die Polen leisten sich eine Fülle von leichten Fehlern, das spielt den Prokop-Schützlingen voll in die Karten. Gensheimer erhöht auf 10:15 (33.), Groetzki auf 11:16 (35.) und 12:17 (37.). Der Löwen-Rechtsaußen macht ein tolles Spiel, auch in der Abwehr.

Souveräner Ausklang

20 Minuten vor Schluss liegen die Deutschen sechs Tore vorne (13:19), ist der dritte Erfolg im dritten Quali-Spiel auf dem besten Weg. Als Paul Drux nach feinem Spielzug das 13:20 nachlegt, deutet sich sogar ein Kantersieg an. Die Deutschen haben vorne ihren Spielfluss gefunden. Wiede bedient Groetzki, der eiskalt versenkt, seinen fünften Treffer landet zum 14:21 (44.). Hinten provoziert der Löwe ein Stürmerfoul – es läuft bei „Johnny“. In den letzten zehn Minuten lassen es die DHB-Jungs austrudeln, nicht ohne ein paar weitere sehenswerte Angriffe zu initiieren. Drux bedient Füchse-Kollege Wiede mustergültig (17:23, 51.), Gensheimer schließt einen pfeilschnellen Gegenstoß zum 17:24 ab.

Nach 60 soliden Minuten steht es 18:26. Das letzte Tor, so wie das erste, gebührt dem starken Patrick Groetzki, der dann auch völlig zurecht zum „Man of the Match“ gewählt wurde. 

Bilder: Archiv (Imago)

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