Rhein-Neckar Löwen

Aufholjagd kommt zu spät – Löwen verlieren gegen Magdeburg 

Sebastian Heymann gegen Magdeburg.

Die Rhein-Neckar Löwen verlieren ihr Heimspiel gegen den SC Magdeburg am Pfingstsonntag. Es reicht knapp nicht für Punkte. 

Es ist der vorletzte Tanz in der SAP Arena in dieser Saison. Die Rhein-Neckar Löwen empfangen am Pfingstsonntag den frisch gebackenen Deutschen Meister SC Magdeburg in der Löwenhöhle. Angefeuert von über 10.500 Zuschauern kämpfen die Badener bis zum Schluss um Punkte. In einem packenden Endspurt spielen sich die Gelbhemden bis auf zwei Tore an den Top-Gegner heran, für Zähler reicht es am Ende allerdings knapp nicht. Aber jetzt von Anfang an:

In die Partie starten die Löwen gegen den SCM mit David Späth im Tor, David Móré und Gino Steenaerts auf den Flügeln, Haukur Thrastarson, Dani Baijens und Edwin Aspenbäck im Rückraum sowie Jannik Kohlbacher am Kreis. Im Vergleich zum Auswärtssieg in Stuttgart bedeutet das zwei Änderungen – Wechsel auf Linksaußen und im rechten Rückraum. Tim Nothdurft und Lukas Sandell nehmen zu Beginn auf der Bank Platz.

Löwen gehen mit Vier-Tore-Rückstand in die Halbzeit 

Die Magdeburger gehen mit Ballbesitz in die Partie und können den ersten Angriff durch Felix Claar nutzen. Doch auch die Löwen finden durch Edwin Aspenbäck erfolgreich ins Spiel. Es ist ein flotter Start in der SAP Arena. Innerhalb der ersten Spielminute fallen stolze drei Tore. Das erste Ausrufezeichen im Match gelingt Löwen-Schlussmann David Späth drei Minuten später. Der Keeper pariert einen Siebenmeter gegen Omar Ingi Magnusson. 

Edwin Aspenbäck ist im Spiel gegen Magdeburg mit sieben Treffern bester Torschütze.

In der Anfangsphase begegnen sich die Wiegert-Mannschaft und das Machulla-Team auf Augenhöhe. Annähernd im Gleichschritt arbeiten sich die Löwen und der SCM durch die Anfangsviertelstunde. Nach einer Späth-Parade gegen Albin Lagergren in der 16. Spielminute ziehen die Badener die Magdeburger Abwehr auseinander, Edwin Aspenbäck findet den alleingelassenen Jannik Kohlbacher und die Nummer 80 netzt cool zum 8:9 ein.  

Im zweiten Teil der ersten Hälfte verlieren die Gelbhemden, die eine starke Abwehr stellen, etwas den Faden und geben in der Offensive immer wieder den Ball ab, sodass sie sich für den Aufwand in der Verteidigung kaum belohnen können. Der Deutsche Meister nutzt diese Phase aus und baut den Vorsprung auf fünf Tore aus. In die Kabinen verabschieden sich die Mannschaften kurze Zeit später mit einem 13:17-Zwischenstand. 

Aufholjagd kommt zu spät – Löwen verlieren gegen Magdeburg 

Der Start in die zweite Halbzeit misslingt dem Machulla-Team. Obwohl diesmal die Löwen mit Ballbesitz ins Match gehen, ist es der SC Magdeburg, der nach eineinhalb Minuten erstmals in der zweiten Hälfte durch Albin Lagergren trifft. Von vier Toren wächst der Rückstand der Löwen auf sechs an. Maik Machulla justiert nach acht Minuten und nimmt die Auszeit. 

David Móré fliegt zum Tor.

Danach kommen die Badener besser ins Spiel. Sebastian Heymann fängt in der Abwehr einen Ball ab und läuft den Gegenstoß gemeinsam mit David Móré. Uneigennützig gibt der Rückraumshooter an den freien Außen ab, der nur noch ins leere Tor einwerfen muss. Von einem Fünf-Tore-Rückstand arbeiten sich die Gelbhemden auf drei Tore an den SC Magdeburg heran, da sich zunächst der Machulla-Kniff, auf Sieben-gegen-Sechs umzustellen, auszahlt. 

Wenig später nutzt der Gast dann allerdings genau dieses Überzahlspiel der Badener aus, um erneut davonzuziehen. Das Wiegert-Team trifft doppelt ins leere Löwen-Tor. Obwohl Mike Jensen eine Siebenmeter-Parade gegen Philipp Weber gelingt und Späth insgesamt elf Paraden sammelt, scheint das Spiel zehn Minuten vor Schluss entschieden. Doch so einfach geben die Löwen nicht auf und legen zusammen mit den Fans von der Tribüne noch einmal alle Kraft in eine Aufholjagd. In der Schlussminute gelingt es den Badenern nicht, auf ein Tor zu verkürzen. Durch den Gegentreffer ins verlassene Löwen-Tor steht der Endstand von 30:33. 

Löwen: Jensen (1/1 Parade), Späth (11/1 Paraden) – Larson, Timmermeister, Nothdurft, Plucnar, Sandell (1), Heymann (3), Steenaerts (2), Móré (3), Groetzki, Thrastarson (6/3), Ciudad Benitez, Baijens (3), Aspenbäck (7), Kohlbacher (5)

Magdeburg: Hernández, Mandic (12 Paraden) – Musche, Claar (7), Zehnder (2/2), Zechel, Kristjansson (2), Pettersson (5), Magnusson (1), Hornke, Jonsson (1), Weber (3/2), Lagergren (4), Mertens (2), Saugstrup (3), O’Sullivan

Trainer: Maik Machulla – Bennet Wiegert

Schiedsrichter: Julian Köppl – Denis Regner 

Zuschauer: 10.582

Strafminuten: Kohlbacher – Jonsson (2x)

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