Rhein-Neckar Löwen

Löwen setzen ihren Höhenflug fort (BNN)

Gudmundssons Auswahl bezwingt auch TBV Lemgo

Mannheim (BG). Die Sorgen von Gudmundur Gudmundsson, dem Trainer der Rhein-Neckar Löwen, waren unbegründet. Der Isländer bleibt mit dem badischen Handball-Bundesligisten auch nach einer dreiwöchigen Spielpause ohne Verlustpunkt. Am Samstag gewannen die Badener ihren vor 6 732 Zuschauern in der Mannheimer SAP-Arena gegen den TBV Lemgo mit 31:26 (14:10). Für Patrick Groetzki war es das erste Pflichtspiel seit rund sechs Monaten. Im April wurden dem Linkshänder der Meniskus und der Knorpel am rechten Knie operiert. Nun feierte der Nationalspieler seine Rückkehr auf die Bundesliga-Bühne mit vier Toren. „Ich war doch ziemlich angespannt und nervös. Nun bin ich einfach nur froh, dass ich wieder spielen kann“, sagte Groetzki. Der Rechtsaußen spielte von Beginn an und scheiterte in der fünften Minute mit seinem ersten Wurf an TBV-Keeper Nils Dresrüsse. „Da wollte ich eigentlich gar nicht hinwerfen“, schmunzelte der 23-jährige.

In der 13. Minute war der Bann allerdings gebrochen, als der Pforzheimer mit einem Heber erfolgreich war. Zwei Minuten später durfte Groetzki verschnaufen und kam neben wenigen Kurzeinsätzen nur noch in den ersten zwölf Minuten der zweiten Halbzeit zum Einsatz. „Ich muss mein Knie erst wieder an die Belastung gewöhnen“, begründete er, „in diesem Sport ist das Knie doch vielen Abstoppbewegungen ausgesetzt. Wir haben zuvor abgesprochen, dass wir die Einsätze dosieren.“

Manager Thorsten Storm, der neben einem nie gefährdeten Sieg auch seinen 48. Geburtstag feierte, strahlte vor Freude. „Das war ein ganz wichtiger Erfolg, der so nicht unbedingt zu erwarten war“, meinte das Geburtstagskind und ergänzte: „Was die Truppe zeigt, ist wirklich toll. Das Team hat mir heute wirklich einen schönes Geschenk bereitet. Ich freue mich sehr für Patrick. Seine Rückkehr ist für mich an diesem Tag zu alledem ein Bonbon.“

Auch Gudmundsson freute sich. Der 52-Jährige hatte zuvor Befürchtungen geäußert, dass seine Mannschaft nach einer dreiwöchigen Pause aus dem Rhythmus geraten könnte. „Wir haben toll gekämpft und standen die ganze Zeit gut in der Abwehr vor einem überragend haltenden Keeper Goran Stojanovic“, lobte der Isländer und fügte an: „Im Angriff hatten wir aber auch schwächere Phasen.“

Rhein-Neckar Löwen: Schmid 6, Myrhol 6, Petersson 5, Gensheimer 4, Groetzki 4, Sesum 2, du Rietz 2, I. Guardiola 1, G. Guardiola 1.

TBV Lemgo: Strobel 5, Kehrmann 4, Hermann 4, Lemke 4, Bechtloff 3, Schneider 2, Prüßner 1, Pekeler 1, Zieker 1, Preiß 1.