Rhein-Neckar Löwen

Punkteteilung in Eisenach

Löwen holen Remis in Eisenach.

Die Rhein-Neckar Löwen holen in Eisenach einen Punkt. Fehler in der Offensive verhindern den Sieg in der Wartburgstadt. 

Die Löwen sind auswärts beim ThSV Eisenach gefordert und damit in einer der kleinsten und emotionalsten Hallen Deutschlands. Vor der Partie hebt Löwen-Coach Maik Machulla genau diese besondere Stimmung hervor. In der Werner-Aßmann-Halle tun sich die Badener dann tatsächlich über weite Strecken schwer. Es schleichen sich Fehler ins Angriffsspiel ein, weshalb die Gelbhemden in Rückstand geraten. Doch mit Wille und Kampfgeist kommt die Mannschaft zurück ins Match und holt am Ende einen Punkt in der Ferne. 

In die Partie geht Coach Maik Machulla mit David Späth im Tor, Haukur Thrastarson, Dani Baijens und Edwin Aspenbäck im Rückraum, der Youngster-Flügelzange David Móré und Gino Steenaerts und Kreisläufer Jannik Kohlbacher. Im Vergleich zum Heimspiel gegen den Bergischen HC ändert sich die Startsieben damit auf zwei Positionen. Anstatt Tim Nothdurft beginnt gegen seinen zukünftigen Club David Móré und für Lukas Sandell kommt zunächst Edwin Aspenbäck ins Spiel. Kapitän Patrick Groetzki steht zwar im Gelbhemden-Aufgebot, ist nach seinem erlittenen Schleudertrauma aber noch nicht wieder bei 100 Prozent und bleibt deshalb bewusst auf der Bank. 

Rückstand zur Halbzeit – zu viele Fehler im Löwen-Spiel

Die Badener gehen mit Anwurf in die Partie in der Werner-Aßmann-Halle und können ihren ersten Angriff erfolgreich gestalten. Aus spitzem Winkel rauscht David Móré in Richtung Spikic-Kasten und versenkt das Leder in den Maschen. Bei der Führung bleibt es aus Löwen-Sicht allerdings nur wenige Sekunden. Auf der Gegenseite legt Gian Attenhofer in der zweiten Spielminute nach und eröffnet einen 3:0-Lauf für den Gastgeber. 

Obwohl sich die Machulla-Mannschaft im Angriff schwer tut, gelingt es ihr doch, den schnell entstandenen Rückstand von 1:3 auszugleichen. Jannik Kohlbacher trifft in der neunten Spielminute zum 3:3. In den Flow kommen die Löwen im Angriff allerdings noch nicht. Doch auch der ThSV tut sich in der Offensive schwer. Während die Angriffsreihen nach ihrer Topform suchen, stellen beide Teams in der Defensive eine starke, aggressive Abwehr. 

Die Löwen stellen in Halbzeit eins eine aggressive Abwehr.

Im Gleichschritt kämpfen sich die Kontrahenten durch die nächsten Spielminuten. Edwin Aspenbäck erobert nach einer guten Viertelstunde mit einem langen Ball über das komplette Spielfeld ins leere Tor die Löwen-Führung (8:7) zurück – die erste seit dem 1:0 in der Anfangsminute. Mit einem neuen Impuls versucht es kurz darauf der Löwen-Coach, der nicht zufrieden mit der Angriffsleistung seines Teams ist. Die Badener greifen aufs Sieben-gegen-Sechs zurück, was durch jeweils schnelle Gegentreffer der Eisenacher jedoch nicht in eine Führung mündet. 

Die Schlussphase des ersten Durchgangs gehört der Mannschaft von Trainer Sebastian Hinze, die vor allem mit dem letzten Angriff der Hälfte überzeugt. Gian Attenhofer sieht unter Bedrängnis von seiner Außenposition Oskar Joelsson und bringt das Leder im optimalen Moment für seinen Mitspieler in die Mitte – Kempa zum 14:12-Halbzeitstand. Doppelt bitter für die Badener: Sekunden vor Schluss kassiert Steven Plucnar außerdem seine zweite Zwei-Minuten-Strafe.

Löwen legen Fehlstart in Hälfte zwei hin

In die zweite Halbzeit startet Eisenach hellwach. Die Löwen, noch in Unterzahl, müssen direkt das erste Gegentor hinnehmen, wodurch das Wartburg-Team mit drei Toren Vorsprung in Front geht. Einen personellen Wechsel gibt es außerdem zu verkünden: Für David Späth übernimmt in den zweiten 30 Spielminuten Keeper Mike Jensen. 

Der Schlussmann muss in seinen ersten Minuten auf der Platte einige Gegentore schlucken, denn das Innenblock-Duo Steven Plucnar und Robert Timmermeister bekommt in dieser Phase Eisenach-Kreisläufer Peter Walz nicht unter Kontrolle. In der 35. Spielminute liegen die Gelbhemden erstmals mit fünf Toren zurück. Daraufhin kommt Sebastian Heymann mit frischer Energie für Robert Timmermeister ins Match, was sich auszahlen soll. 

Während die Abwehr der Löwen den ThSV nach und nach vor größere Probleme stellt, kommt auch Torwart Mike Jensen besser und besser ins Match. Im Zusammenspiel mit einem starken David Móré im Angriff, der in Durchgang zwei sechs Tore erzielt, kämpfen sich die Badener zurück ins Match und können in der 55. Spielminute durch ein Tor von Dani Baijens erstmals in Hälfte zwei in Führung gehen – 26:27. 

Punkteteilung in Eisenach

In der Crunchtime ist wieder alles offen. Eisenach lässt sich von der verschenkten Führung in der entscheidenden Phase nicht beeindrucken und schnürt einen Doppelpack durch Dominik Solak und Felix Aellen – erneuter Führungswechsel, den Haukur Thrastarson jedoch zwei Minuten vor Schluss zum 28:28 ausgleicht. In der Defensive gewinnen die Löwen den Ball gegen Stephan Seitz und haben 60 Sekunden vor dem Ende den Ball. 

In Eisenach steht am Ende einer umkämpften Partie ein 29:29-Remis.

Im Angriff bleibt Gino Steenaerts sicher und bringt das Leder im ThSV-Kasten, den in der Schlussphase Silvio Heinevetter hütet, unter. Offen bleibt: Wird es ein Löwen-Auswärtssieg oder doch das Remis? 20 Sekunden bleiben Eisenach für ein weiteres Tor – und Oskar Joelsson trifft: 29:29. Per direktem Freiwurf bleibt Dani Baijens eine kleine Chance, noch den Zwei-Punkte-Erfolg für die Machulla-Mannschaft herbeizuführen. Der Holländer bringt den Ball zwar auf den Kasten, doch Silvio Heinevetter kann die Kugel abfangen und damit steht die Punkteteilung. In Eisenach holen die Löwen nach zwischenzeitlichem Fünf-Tore-Rückstand ein 29:29-Unentschieden. 

ThSV Eisenach – Rhein-Neckar Löwen

Eisenach: Spikic (6 Paraden), Heinevetter (2 Paraden) – Joelsson (3), Reichmuth, Beneke, Attenhofer (2), Walz (3), Ende, Aellen (7/1), Meyer (4), Solak (1), Antonijevic (1), Seitz (6), Büchner (2), Saul, Leu

Löwen: Jensen (6 Paraden), Späth (4 Paraden) – Larson, Timmermeister, Nothdurft, Plucnar, Sandell, Heymann, Steenaerts (3), Móré (7/2), Groetzki, Thrastarson (3), Ciudad Benitez, Baijens (5), Aspenbäck (6), Kohlbacher (5)

Trainer: Sebastian Hinze – Maik Machulla 

Schiedsrichter: Leonard Bona – Malte Frank 

Zuschauer: 2850

Strafminuten: Attenhofer, Walz, Solak, Seitz– Plucnar (2x), Kohlbacher

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