Rhein-Neckar Löwen

Sandell fiebert Heim-EM entgegen – „Wird besonders“  

Lukas Sandell im Löwen-Interview

Die Handball-EM 2026 ist für Löwe Lukas Sandell eine Heim-EM. Vor Turnierstart spricht der Schwede über Vorfreude, Ambitionen und das direkte Löwen-Duell mit Dani Baijens im ersten Gruppenspiel. 


Die Handball-EM 2026 läuft! Von den Rhein-Neckar Löwen sind insgesamt sechs Spieler in Dänemark, Norwegen und Schweden im Einsatz. Eine besondere Europameisterschaft ist es für Lukas Sandell, der in seinem Heimatland auf der Platte steht. Kurz vor Turnierstart gibt der Schwede im Löwen-Interview Einblicke in die EM-Vorbereitung, verrät, mit wem er sich das Zimmer teilt, und wagt außerdem einen Blick auf die restliche Löwen-Saison. 

Sandell fiebert Heim-EM entgegen – „Wird besonders“    

Hey Lukas, die Handball-EM 2026 steht vor der Tür. Gespielt wird unter anderem in deinem Heimatland Schweden. Wie sehr freust du dich auf das Turnier? 

Die Europameisterschaft ist für mich natürlich etwas Besonderes, in Malmö zu spielen, in der Nähe meiner Familie und meiner Freunde. Es wird wirklich schön werden, sie in meiner Nähe zu haben und während des gesamten Turniers ihre Unterstützung zu genießen. Ich freue mich schon sehr auf die Spiele und kann es kaum erwarten, dass es losgeht.

Direkt im ersten Gruppenspiel triffst du mit Schweden auf Dani und die Niederlande. Wie gehst du das Löwen-Duell bei der EM an? 

Lukas Sandell trifft bei der EM im ersten Gruppenspiel auf Löwen-Kollege Dani Baijens.

Es wird Spaß machen, gegen Dani zu spielen. Für mich persönlich ist es sehr wichtig, dieses Spiel zu gewinnen, damit ich den Rest der Saison mit ihm darüber scherzen kann. Aber natürlich ist es auch für die Mannschaft ein großes Match, ein Schlüsselspiel, um die Hauptrunde zu erreichen. Sie haben eine wirklich gute Mannschaft, daher wird es eine wichtige Partie für uns.

Wie siehst du eure Vorrunden-Gegner bei der EM generell? Mit der Niederlande, Georgien und Kroatien warten anspruchsvolle Aufgaben auf euch, oder? 

Die Gruppe ist nicht leicht. Das wird wirklich schwer. Wir beginnen mit der Niederlande, und das wird, wie ich bereits gesagt habe, ein schwieriges Spiel. Für uns ist es ein entscheidendes Match. Sie haben eine sehr schnelle Mannschaft, daher ist es für uns wichtig, zusammenzuhalten und zu kontern. Im Angriff sind sie mit Luc Steins, Dani und Niels Versteijnen super besetzt und sehr schnell. Dann spielen wir gegen Georgien – wahrscheinlich die schwächste Mannschaft in der Gruppe. Gegen dieses Team müssen wir gewinnen, wenn wir in die Hauptrunde einziehen wollen. Wir sind die bessere Mannschaft und wir spielen zu Hause. Hoffentlich wird das also etwas einfacher als die anderen beiden Spiele. In der dritten Partie treffen wir auf Kroatien. Das ist eine sehr körperbetonte Mannschaft mit viel Kraft. Das wird also ein sehr harter Kampf für uns. In diesem Spiel ist es für uns sehr wichtig, viel zu laufen, da sie etwas körperlicher sind als wir und mit viel Power spielen. Hoffentlich können wir dieses Spiel gewinnen. Wir werden unser Bestes geben! 

Die Vorbereitung ist fast abgeschlossen. Ihr startet am 17. Januar in das Turnier. Seid ihr bereit für den EM-Start? 

Wir sind jetzt seit fast zwei Wochen zusammen und freuen uns sehr auf den Beginn des Turniers. Ich denke, wir sind wirklich gut vorbereitet. Wir kennen das System, wir wissen, was zu tun ist, und wir haben ein wirklich gutes Team zusammen und vertrauen einander. Hoffentlich können wir in den beiden EM-Wochen etwas Besonderes erreichen.

Lukas Sandell über Ziele bei der Heim-EM und den Löwen-Plan für die Rückrunde 

Du sagst, etwas Besonderes erreichen – gibt es ein offizielles Ziel, das ihr euch gesetzt habt? 

Lukas Sandell will mit Schweden um eine EM-Medaille spielen.

Eigentlich haben wir kein explizites Ziel ausgegeben. Es geht vor allem darum, ein Spiel nach dem anderen zu nehmen und zu versuchen, jedes einzelne Match zu gewinnen. Die Europameisterschaft ist so schwer, jede Partie wird hart und herausfordernd. Wir versuchen also, jedes Spiel einzeln anzugehen, und dann müssen wir nach dem Turnier sehen, wie es gelaufen ist. Aber natürlich wollen wir um die Medaillen kämpfen. Das ist normal und ich denke, alle Teams versuchen das. 

Gib uns noch einen Einblick in deine EM-Zeit abseits der Platte. Mit wem teilst du dir das Zimmer? 

Ich teile mir ein Zimmer mit Felix Claar. Er ist ein ruhiger Typ. Das ist wirklich angenehm. Wir kennen uns aus Aalborg, daher ist es einfach, mit ihm das Zimmer zu teilen, weil wir uns so gut kennen und verstehen.

Natürlich liegt dein Fokus momentan auf der anstehenden EM. Wagst du trotzdem schon einmal einen Blick auf die kommenden Monate mit den Löwen? Was willst du mit dem Team erreichen? 

Mit den Löwen gibt Lukas Sandell in der Rückrunde ab 11. Februar wieder Gas.

Ich freue mich darauf, meine Freunde bei den Löwen wiederzusehen und wieder Spiele in Gelb zu bestreiten. Wir starten mit Kiel zu Hause, das ist natürlich ein Top-Spiel. Es wäre wirklich toll, wenn wir am 11. Februar eine volle Arena hätten. Das klingt für mich nach einem perfekten Wiedereinstieg in die Liga. Für uns ist es wichtig, zu versuchen, so viele Spiele wie möglich zu gewinnen, so viel Druck wie möglich auszuüben und Spaß am Handballspielen zu haben, denn wenn wir Spaß am Spiel haben, zeigen wir unseren besten, wirklich guten Handball. Nach der Saison werden wir dann sehen, auf welchem Platz wir stehen. Aber wenn wir das tun, was wir können, werden wir meiner Meinung nach einen guten Platz in der Liga erreichen.

Danke Lukas, für deine Zeit. Wir freuen uns auf deine Rückkehr, wünschen dir und deiner Mannschaft aber erstmal viel Erfolg und möglichst viele Spiele bei der EM. 

Sechs Löwen bei der Handball-EM 2026 im Einsatz 

Die Europameisterschaft läuft vom 15. Januar bis zum 1. Februar. Aus Löwen-Sicht sind neben Lukas Sandell außerdem Dani Baijens (Niederlande), Haukur Thrastarson (Island), Gino Steenaerts (Schweiz) und das DHB-Duo David Späth und Jannik Kohlbacher im Einsatz. 

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