Rhein-Neckar Löwen

„Wir sind erleichtert“ – Löwen erkämpfen Sieg gegen BHC 

Löwen feiern Heimsieg gegen BHC.

Die Rhein-Neckar Löwen erkämpfen sich am Weltfrauentag im Duell mit dem Bergischen HC einen Heimsieg – machen es am Ende aber noch einmal spannend. 

Die Löwen erkämpfen sich in der SAP Arena einen Heimsieg gegen den Bergischen HC. Passend zum Weltfrauentag sind die Badener in Lila unterwegs und holen im Sondertrikot zwei Punkte. Mit dem besonderen Dress senden die Jungs auf der Platte die wichtige Botschaft für Gleichberechtigung, Respekt und Sicherheit in die Handball-Welt – auf dem Spielfeld überzeugen sie anschließend vor allem mit Kampfgeist. 

Die Rhein-Neckar Löwen gehen mit folgender Startsieben in das Duell mit dem Bergischen HC: Im Tor startet Keeper David Späth, die Außenpositionen besetzen Tim Nothdurft und Gino Steenaerts – Captain Patrick Groetzki fehlt der Machulla-Truppe am Sonntagabend aufgrund eines Schleudertraumas, das er im Abschlusstraining erlitten hat – das Rückraum-Gespann bilden Haukur Thrastarson, Dani Baijens sowie Lukas Sandell, am Kreis ist Jannik Kohlbacher im Einsatz. Auf dem Spielfeld fehlt leider auch Halil Jaganjac, der sich unter der Woche einen Mittelfußbruch zugezogen hat und längerfristig ausfallen wird. 

Kohlbacher und Thrastarson führen Löwen zur Halbzeit-Führung

Mit Schwung startet zunächst vor allem einer in die Partie – der heutige Kapitän Jannik Kohlbacher. Die ersten drei Löwen-Tore des Spiels gehen allesamt auf die Kappe des torgefährlichen Kreisläufers. Für den BHC trifft in der fünften Spielminute erstmals Löwen-Sommer-Neuzugang Aron Seesing, der im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit jedoch stark vom Innenblock-Duo Robert Timmermeister und Steven Plucnar in die Mangel genommen wird. Trotzdem lassen die Gäste in der Anfangsphase nicht abreißen. Nach zehn Spielminuten steht eine knappe Führung für die Badener von 4:3. 

Jannik Kohlbacher erzielt gegen den Bergischen HC die ersten drei Tore für die Löwen.

Zwei Minuten später hat Haukur Thrastarson seinen ersten Auftritt vom Siebenmeterstrich. Der Isländer verwandelt sicher und versenkt auch die beiden folgenden Strafwürfe in Halbzeit eins eiskalt in den Maschen. Im Mittelteil des ersten Durchgangs legen die Löwen einen Zwischensprint hin. Auf einen perfekten Rückraum-Strahl in den Knick von Haukur Thrastarson, folgen ein Sandell-Tor, eine Co-Produktion aus Späth-Parade und Gegenstoß-Treffer durch Jannik Kohlbacher und eine Bude von Tim Nothdurft. Nach 17 Spielminuten steht die 10:4-Führung. 

Doch so deutlich bleibt der Vorsprung des Machulla-Teams nicht. Trotz zweier Treffer von Comebacker Edwin Aspenbäck, der Schwede feiert in der SAP Arena nach kurzer Verletzungspause seine Rückkehr auf die Platte, zeigt der zwischenzeitliche Wechsel vom BHC-Trainer-Duo Arnor Thor Gunnarsson und Markus Pütz am Kreis Wirkung. Lars Mitchell Kooij erzielt seinerseits zwei Tore. In den Schlussminuten unterlaufen den heute in Lila und Neongrün gekleideten Badenern zu viele Ungenauigkeiten, sodass sich die bergischen Löwen auf 14:11 herankämpfen – gleichzeitig der Zwischenstand nach 30 Spielminuten. Der letzte Treffer von Jannik Kohlbacher, der das 15:11 bedeutet hätte, überfliegt die Torlinie Millisekunden nach dem Erklingen der Pausensirene. 

Löwen lassen Bergischen HC zurück ins Match

In die zweite Halbzeit startet der Gast aus dem Bergischen Land mit Anwurf, doch Johannes Wasielewski trifft nur Aluminium, sodass das erste Tor in Hälfte zwei auf das Löwen-Konto wandert. Haukur Thrastarson bleibt vom Siebenmeterstrich auch im Duell mit BHC-Schlussmann Lukas Diedrich der Sieger und verwandelt bereits seinen vierten Strafwurf im Spiel – 15:11. 

Lukas Sandell erzielt im Heimmatch gegen den BHC vier Tore.

Zurück auf dem Spielfeld ist für das Gunnarsson/Pütz-Team Aron Seesing. In den zweiten 30 Spielminuten hat der junge Kreisläufer einen höheren Impact als noch in der ersten Halbzeit und erzielt in den Anfangsminuten zwei Tore für den BHC. Durch einen Doppelpack von Lukas Sandell, beim zweiten Tor dreht sich der Schwede elegant zum Torerfolg, führen die Löwen nach 35 Minuten aber weiterhin mit vier Toren. 

Ab dann müssen die Badener kämpfen. Der Gast lässt sich nie ganz abschütteln und arbeitet sich immer wieder zurück ins Match. In der 40. Spielminute verkürzen Finn Hangstein und Noah Beyer für den BHC auf 20:18. Die bergischen Löwen sind auf zwei Tore an der Mannschaft von Maik Machulla dran, der kurz darauf eine Auszeit nimmt und seine Jungs einnordet. Es braucht im Abschlussdrittel Konzentration, schließlich wollen die Badener einen Heimsieg feiern. 

„Wir sind erleichtert“ – Löwen erkämpfen Sieg gegen BHC 

Doch auch nach der kurzen Atempause bleibt es ein enges Rennen. Umso wichtiger werden die Paraden von David Späth im zweiten Durchgang. Insgesamt kommt der Löwen-Keeper im Match am Sonntagabend auf 13 Paraden und eine Fangquote von 35 Prozent und ermöglicht es seinen Teamkollegen im Angriff, den Vorsprung auf den Gast noch einmal auszubauen. Fünf Minuten vor Schluss trifft Lukas Sandell zum 26:21. 

Auch dank wichtiger Paraden von David Späth feiern die Löwen einen erkämpften Heimsieg.

Der Bergische HC tritt in den Schlussminuten zwar ordentlich aufs Vollgas, doch den Schlussspurt haben die bergischen Löwen aus ihrer Sicht einen Ticken zu spät gestartet. Die Machulla-Mannschaft siegt letztlich mit einem Drei-Tore-Vorsprung gegen die Truppe vom Duo Arnor Thor Gunnarsson und Markus Pütz. Gino Steenaerts erzielt das letzte Tor der Partie und stellt auf den Endstand von 28:25. 

„Wir sind erleichtert, dass wir zwei Punkte geholt haben. Insgesamt muss ich aber sagen, dass wir darüber reden müssen, wie fahrlässig wir mit unseren Möglichkeiten umgehen. Wir haben nicht die Konsequenz, die Partie früher zu entscheiden. Den Heimsieg haben wir uns heute sehr, sehr hart erkämpft“, zieht der Löwen-Cheftrainer ein erleichtertes, aber auch kritisches Fazit zum Spiel. Am Freitag sind die Badener wieder im Einsatz – beim ThSV Eisenach.

Rhein-Neckar Löwen – Bergischer HC 

Löwen: Jensen, Späth (13/1 Paraden) – Timmermeister, Nothdurft (2), Plucnar, Sandell (4), Heymann, Steenaerts (1), Móré, Thrastarson (10/7), Ciudad Benitez, Baijens (2), Aspenbäck (2), Kohlbacher (7)

BHC: Rudeck (13/1 Paraden), Diedrich – Beyer (5/3), Becher, Schöttle (2), Hangstein (2), Babarskas (1), Kooij (2), Babak, Massoud, Voss-Fels, Thiele, Fuchs (4), Seesing (3), Steinhaus (3), Wasielewski (3)

Trainer: Maik Machulla – Arnor Thor Gunnarsson

Schiedsrichter: Sophia Janz – Rosana Sug

Zuschauer: 6321 

Strafminuten: Plucnar (2x), Kohlbacher – Becher, Kooij, Babarskas

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