Rhein-Neckar Löwen

Knappe Löwen-Niederlage zum Saisonabschluss

Löwen in Gummersbach

Die Rhein-Neckar Löwen verlieren das letzte Spiel der HBL-Saison 2025/26 beim VfL Gummersbach denkbar knapp mit einem Tor. 

34. Spieltag in der DAIKIN-HBL. Die Löwen sind zum Saisonabschluss noch einmal auswärts gefordert. Am Sonntagnachmittag treten die Badener beim VfL Gummersbach an. Nach dem emotionalen Herzschlag-Sieg der Gelbhemden am Mittwoch gegen die TSV Hannover-Burgdorf reicht es für die Machulla-Mannschaft im abschließenden Saison-Match nicht für einen Sieg. Die Löwen schlittern mit einem Tor Rückstand denkbar knapp an einem Punktgewinn in der Mittelstadt vorbei. 

Mike Jensen startet in Gummersbach im Löwen-Tor.

In das allerletzte Saisonspiel schickt Löwen-Cheftrainer Maik Machulla Mike Jensen im Tor, Tim Nothdurft und Gino Steenaerts auf den Außenpositionen, Haukur Thrastarson, Dani Baijens und Edwin Aspenbäck im Rückraum sowie Jannik Kohlbacher am Kreis. Im Löwen-Aufgebot fehlt Stammkeeper David Späth. Der Schlussmann setzt als reine Vorsichtsmaßnahme mit leichten Knieproblemen aus. Dafür rückt Nachwuchsmann Oskar Knudsen in den Spieltagskader. 

Trotz Zwischenspurt: Drei-Tore-Rückstand zur Halbzeit 

Die Badener starten in der SCHWALBE Arena mit Anwurf in die Partie. Dani Baijens schmuggelt den Ball an Bertram Obling vorbei und bringt die Gelbhemden mit 1:0 in Führung. Doch auch der VfL kann seinen ersten Angriff erfolgreich gestalten und legt durch Miro Schluroff nach. Obwohl beide Teams das Match mit einem Treffer beginnen, ist die Partie im weiteren Spielverlauf von einigen technischen Fehlern und Fehlwürfen geprägt. 

Für die Löwen überzeugt in den Anfangsminuten vor allem Tim Nothdurft, der in der 8. Spielminute zum 3:3 ausgleicht. Danach gelingt es jedoch der Mannschaft von Guðjón Valur Sigurðsson, erstmals wegzuziehen. Julian Köster, Kay Smits und Miro Schluroff bringen Gummersbach mit drei Toren in Front. Den Vorsprung kann die Heimmannschaft zunächst halten, doch im Schlussdrittel des ersten Durchgangs spielen sich die Löwen noch einmal an den VfL heran. 

Zur Pause liegen die Löwen in Gummersbach mit drei Toren zurück.

Erst erzielt Edwin Aspenbäck in der 20. Spielminute sein erstes Tor im Match, dann bekommt Mike Jensen die Finger an einen Schluroff-Ball und schickt Tim Nothdurft auf die Reise. Der Linksaußen läuft den Gegenstoß und netzt souverän ein. Den Anschluss zum 11:10 erzielt kurz darauf Jannik Kohlbacher. Für die Aufholjagd können sich die Gelbhemden allerdings nicht abschließend belohnen. Gummersbach dreht vor der Pause auf und geht schließlich mit einem 15:12 in die Pause. 

Knappe Löwen-Niederlage zum Saisonabschluss 

Die zweite Halbzeit läutet Julian Köster mit dem 16:12 für den VfL Gummersbach ein. Genauso wie die Blau-Weißen in Hälfte eins können diesmal aber auch die Löwen durch Dani Baijens direkt kontern. Im Gleichtakt fallen die Tore anschließend auf beiden Seiten, sodass in der 38. Spielminute immer noch ein Drei-Tore-Vorsprung für das Heimteam auf der Anzeigetafel steht. 

Eingeleitet von einem Kohlbacher-Tor arbeiten sich die Löwen dann kontinuierlich an das Sigurðsson-Team heran. Während die Gelbhemden ihre Abschlussquote nach oben schrauben, sinkt sie beim Gegner – auch weil Löwen-Keeper Mike Jensen mit einigen starken Paraden auftrumpft. Den Anschlusstreffer erzielt in der 42. Spielminute Kapitän Patrick Groetzki, der heute ein letztes Mal auf dem HBL-Parkett steht. Der Treffer wird von den zahlreichen Löwen-Fans in der SCHWALBE arena mit Patrick-Groetzki-Gesängen gefeiert. 

Jannik Kohlbacher erzielt in Gummersbach fünf Tore.

Die erste Führung der Badener nach dem 1:0 zu Beginn der Partie holt Haukur Thrastarson wenige Minuten später, als er zum 20:21 einnetzt. Auf einen Zwei-Tore-Vorsprung kann der Isländer nach einer überragenden Eins-gegen-eins-Parade von Mike Jensen gegen Lukas Blohme mit einem verwandelten Siebenmeter in der 52. Minute stellen. Abschütteln lässt sich Gummersbach allerdings nicht, weshalb sich in den Schlussminuten ein enger Schlagabtausch entwickelt. Fünf Minuten vor Schluss heißt es: 24:24-Unentschieden. 

Auf einen Schluroff-Doppelpack antworten Jannik Kohlbacher und Edwin Aspenbäck. Es folgen Tore von Kristjan Horzen und Julian Köster. Unbeirrt vom Zwei-Tore-Rückstand trifft der Löwen-Kreisläufer ein weiteres Mal. In den Schlusssekunden bekommt Haukur Thrastarson vom Siebenmeterstrich die Möglichkeit, den Ausgleich herzustellen, doch Dominik Kuzmanović verabschiedet sich mit einer Siebenmeter-Parade aus Gummersbach und sichert dem VfL den knappen 28:27-Erfolg. Es geht ohne Punkte zurück in die Rhein-Neckar-Region. Trotzdem können die Löwen in einer Saison voller Umbrüche auf viele spannende Spiele, emotionale Momente und wichtige Punkte zurückschauen – immer mit den Fans an ihrer Seite.  

Gummersbach: Kuzmanović (6/1 Paraden), Obling (9 Paraden) – Kodrin, Vujovic (2/2), Köster (6), Blohme (2), Einarsson, Schluroff (8), Hallbäck,  Mahé (3), Horzen (1), Kiesler (1), Smits (5)

Löwen: Jensen (10 Paraden), Knudsen – Larson, Nothdurft (5), Plucnar, Sandell, Heymann (1), Steenaerts (2), Móré, Groetzki (1), Thrastarson (5/1), Ciudad Benitez, Baijens (4), Aspenbäck (4), Kohlbacher (5)

Trainer: Guðjón Valur Sigurðsson – Maik Machulla 

Schiedsrichter: Robert Schulze – Tobias Tönnies

Zuschauer: 4132

Strafminuten: Köster, Kiesler – Thrastarson, Aspenbäck

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