Rhein-Neckar Löwen

Torparty am Familientag – Löwen feiern Kantersieg gegen Wetzlar 

Johnny jubelt gegen Wetzlar

Die Rhein-Neckar-Löwen präsentieren sich gegen die HSG Wetzlar in Torlaune. In der SAP Arena setzen sich die Badener deutlich mit 41:27 durch. 

Was für ein Abend in Mannheim! Die Löwen fackeln am Familienspieltag ein Tor-Feuerwerk vor über 11.000 Handball-Fans ab. Dank einer überzeugenden Mannschaftsvorstellung, bei der am Samstagabend Torwart Mike Jensen und Rückraum-Shooter Haukur Thrastarson besonders brillieren, steht nach 60 Spielminuten der 41:27‑Heimsieg. 

Eine volle Kapelle hatte Cheftrainer Maik Machulla angekündigt und kann am Samstagabend dementsprechend aus dem Vollen schöpfen. Zu Beginn schickt der Coach David Späth, Tim Nothdurft, Haukur Thrastarson, Dani Baijens, Edwin Aspenbäck, den wieder fitten Patrick Groetzki und Jannik Kohlbacher auf die Platte. 

Starker Löwen-Schlussspurt in Halbzeit 1

Die Löwen starten mit Anwurf in die Partie. Durch Edwin Aspenbäck gehen die Badener direkt in Führung. Auf der Gegenseite setzt Stefan Cavor das Leder im ersten Angriff der Gäste über die Querlatte. Kurz darauf fällt dann aber doch der Ausgleich zum 1:1. Jona Schoch erzielt das erste Tor für die Hessen. In der Anfangsphase bleibt es spannend. Nach zehn Spielminuten steht ein 6:6-Unentschieden. 

Auf den nächsten Treffer von Philipp Ahouansou antworten die Löwen durch ihren gewohnt treffsicheren Kreisläufer Jannik Kohlbacher zum 7:7. Durch ein Highlight-Tor von Patrick Groetzki, der Captain wird von Haukur Thrastarson im optimalen Moment bedient, fängt die Kugel im Flug und trifft per Kempa, gehen die Löwen erneut in Führung. Der erste Drei-Tore-Vorsprung steht kurz darauf – Jannik Kohlbacher überwindet Andreas Palicka in der 14. Spielminute und zwingt Rúnar Sigtryggsson, seine erste Auszeit zu nehmen. 

Patrick Groetzki feiert sein Highlight-Tor gegen Wetzlar.

Durch ein Siebenmeter-Tor von Dominik Mappes verkürzt die HSG nach der kurzen Pause auf zwei Tore. In der 20. Spielminute setzt Löwen-Trainer Maik Machulla seinerseits einen neuen Impuls und bringt Mike Jensen für David Späth ins Spiel. Der Hüne fügt sich mit einer Parade gegen Jona Schoch bestens ins Match ein. Zu seinem Ärger landet der Abpraller jedoch bei Ahmed Nafea, der in dieser Phase heißläuft und eiskalt zum 13:12 einnetzt.

Der Vorsprung auf einen Treffer zusammengeschmolzen, geben die Löwen im Schlussdrittel der ersten Halbzeit Vollgas und erarbeiten sich dank starker Paraden, effektiven Angriffen, die auch der mittlerweile eingewechselte Keeper Anadin Suljakovic nicht unterbinden kann, und jeder Menge Thrastarson-Zauber einen deutlichen Pausen-Vorsprung. Nach 30 Spielminuten steht in der SAP Arena ein 23:15-Zwischenstand. 

Mike Jensen und Haukur Thrastarson überragen

In die zweite Halbzeit startet Mike Jensen wie nach seinem Hineinkommen in der 20. Spielminute perfekt: mit einer Parade. Trotzdem gelingt das erste Tor in Hälfte zwei den Wetzlarern. Tristan Kirschner erzielt das 23:16 vom Siebenmeter-Strich.  

Haukur Thrastarson ist mit 15 Toren bester Werfer der Partie.

Spannung in die Partie kommt im Löwen-Wohnzimmer allerdings nicht mehr. Zu souverän präsentieren sich die Badener. Während Mike Jensen seinen Kasten zunagelt, bleibt im Angriff Haukur Thrastarson Taktgeber. Am Ende des Matches steht der Isländer bei sensationellen 15 Toren, davon starken acht Siebenmetern, was gleichzeitig eine 100-Prozent-Trefferquote bedeutet, und acht Assists. Doch auch beim Rest der Gelbhemden läuft es wie am Schnürchen – die im zweiten Durchgang auf den Außenpositionen eingesetzten Youngsters David Móré und Gino Steenaerts tragen sich genauso wie Schwede Lukas Sandell in die Torschützenliste ein. 

Torparty am Familientag – Löwen feiern Kantersieg gegen Wetzlar 

Eineinhalb Minuten vor dem Erklingen der Schlusssirene durchbricht das Machulla-Team durch Mathias Larson die 40-Tore-Marke. Den Schlusspunkt setzt kurz darauf Gino Steenaerts, der zum Endstand von 41:27 einnetzt und damit den Jubel der gesamten Mannschaft einleitet. Auf der Platte feiern die Gelbhemden den souveränen Sieg und bedanken sich mit einem Torfestival bei über 11.000 Fans in der SAP Arena. 

Die Rhein-Neckar-Löwen feiern auch dank ihres starken Schlussmanns einen Heimsieg gegen Wetzlar.

Maik Machulla freut sich nach dem Spiel über den klaren Sieg – mit einem kleinen Minuspunkt zu Beginn der zweiten Hälfte: „Wir haben einen konzentrierten, fokussierten Auftritt hingelegt – in allen Bereichen. Ich mag nicht, wie wir nach der ersten Halbzeit aus der Pause kommen, wo wir den Vorsprung etwas einbüßen. Aber wir haben den Abstand wiederhergestellt und haben in der Konsequenz deutlich gewonnen, was mich sehr freut – vor allem, dass wir auf dem Gaspedal geblieben sind und Lust hatten, Tore zu werfen. Auch ein großes Dankeschön an die Fans, die uns unfassbar gut unterstützt haben.“ Die nächste Aufgabe steht für die Löwen am Ostersonntag auf dem Programm, wenn sie auswärts auf den HC Erlangen treffen. 

Rhein-Neckar Löwen – HSG Wetzlar 

Löwen: Jensen (15 Paraden, 1 Tor), Späth – Larson (1), Timmermeister, Nothdurft (2), Plucnar, Sandell (2), Heymann, Steenaerts (2), Móré (2), Groetzki (4), Thrastarson (15/8), Baijens (1), Aspenbäck (5), Kohlbacher (6)

Wetzlar: Suljakovic, Palicka (4 Paraden), Hendawy – Vistorop, Kirschner (2/2), Mappes (4), Theiß (1), Simic (2), Ahouansou (7), Cyrill Akakpo (3), Schoch (1), Müller, Spandau, Löwen (1), Cavor (1), Nafea (5)

Trainer: Maik Machulla – Rúnar Sigtryggsson

Schiedsrichter: Marvin Cesnik – Jonas Konrad

Zuschauer: 11.156 

Strafminuten: Plucnar (2x), Baijens (2x), Aspenbäck  – Kirschner (2x), Simic, Ahouansou, Schoch, Löwen (2x)

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