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· Spielbericht

Löwen nah an der perfekten Leistung

30:15 (16:8)-Heimsieg gegen Bietigheim hält die Badener auf Platz drei

Löwe Tollbring war mit sieben Toren bester Werfer.
Löwe Tollbring war mit sieben Toren bester Werfer.
Mit einer hoch konzentrierten Leistung haben die Rhein-Neckar Löwen am Sonntagnachmittag die SG BBM Bietigheim mit 30:15 (16:8) geschlagen. Durch den 22. Sieg im 29. Saisonspiel bleiben die Löwen auf Platz drei der DKB Handball-Bundesliga. Beste Spieler für die Löwen waren Mikael Appelgren mit 15 Paraden und einer Mega-Quote von 50 Prozent sowie Gedeón Guardiola, der im Innenblock eine bärenstarke Vorstellung ablieferte.

Bietigheim, das weiter auf einem Abstiegsplatz steht, fand zu keiner Zeit ein Mittel gegen die 6:0-Abwehr der Löwen, die angeführt von Guardiola und Ilija Abutovic einen Sahnetag erwischt hatte. Vorne zeigten sich die Badener variabel wie in den jüngsten Partien auch, brachten ihre Außen ins Spiel und nutzten die gute Deckungsarbeit für zahlreiche Gegenstöße mit einfachen Toren.

Löwen-Trainer Nikolaj Jacobsen lobte seine Mannschaft für eine "optimale Leistung" und einen guten Start. Oli Roggisch, Sportlicher Leiter der Löwen, sprach von einer "überragenden Leistung von Mikael Appelgren" und sagte: "Wir haben Platz drei verteidigen wollen - und werden das auch weiterhin versuchen."

Traumstart mit 6:0-Lauf

Die Löwen legen einen Traumstart hin. Nach etwas mehr als acht Minuten steht es 6:0. Weil Bietigheim gegen die lückenlos verschiebende 6:0-Abwehr keinen Ansatz findet und die Löwen voll ins Laufen kommen, fallen die Tore ziemlich einfach. Dazu fischt Mikael Appelgren im Löwen-Tor noch einige Freie weg – viel besser kann es nicht laufen. Nachdem der Ex-Löwe Max Trost die beiden ersten Gäste-Treffer erzielen darf zum 6:1 und 7:2, lassen die Gelben den nächsten Lauf folgen. Gedeón Guardiola mit einem Steal und Bogdan Radivojevic mit seinem dritten Tor bringen das 9:2, Guardiola nach feinem Zuspiel von Jannik Kohlbacher stellt auf 10:2 (17.).

Steffen Fäth machte ein sehr solides Spiel.
Steffen Fäth machte ein sehr solides Spiel.
Bei Bietigheim ist es weiter Trost, der trifft. Sein 10:3 beantwortet der bestens aufgelegte Andy Schmid mit dem 11:3 (18.). Dann folgen die besten Bietigheimer Minuten der aus Gäste-Sicht ansonsten rabenschwarzen ersten Hälfte. Christian Schäfer schafft das 12:4, Jürgen Müller hält gegen Jerry Tollbring, Vetle Rönningen macht das 12:5, Jonas Link das 12:6 (23.). Erst, als die Löwen den kurz verlorenen Faden wieder aufnehmen, wächst der Vorsprung zurück auf die alte Größe. Per Doppelschlag stellt Jerry Tollbring mit dem 15:8 und 16:8 den deutlichen Halbzeitstand her.

Löwen halten die Konzentration hoch

Nach der Pause kommt Vladan Lipovina für Mads Mensah auf halbrechts, Filip Taleski für Steffen Fäth auf der anderen Rückraumseite. Am Spielverlauf ändert das zunächst nichts. Nach dem Trost-Treffer zum 16:9 ziehen Tollbring per Siebenmeter und Lipovina mit seinem ersten Tor zum 18:9 nach (35.). Anders als in vielen Spielen dieser Saison erlauben sich die Löwen heute keine Schwächephase, auch nicht in Anbetracht des großen Vorsprungs. Tollbring, der eine richtig starke Leistung aufs Parkett legt, erhöht auf 19:10. Auf der Gegenseite meldet sich auch Mikael Appelgren in Durchgang zwei zurück, hält stark und ermöglicht seinem Kapitän, mit dem fünften Tor das Ergebnis erstmals zweistellig zu gestalten (20:10, 38.).

Gedeón Guardiola beeindruckte vorne wie hinten.
Gedeón Guardiola beeindruckte vorne wie hinten.
Als die Partie praktisch entschieden ist, gönnt Löwen-Coach Jacobsen auch Andy Schmid eine seiner seltenen Pausen. Steffen Fäth kommt für den Spielmacher – und macht den Job nicht schlecht. Überhaupt halten die Löwen die Konzentration hoch, was die Fans mit lautem Applaus honorieren. Sehenswerte Aktionen kommen weiter vom sensationell aufgelegten Appelgren sowie von der Abwehr, in der das Duo Guardiola / Abutovic über die gesamte Spielzeit keine Schwäche zeigt. So können die Nebenleute laufen und laufen. Tollbring stellt auf 23:14 und 24:14 (50.), Taleski angelt sich einen Ball, Lipovina lässt es beim 27:14 noch einmal richtig krachen. Am Ende steht es 30:15 – eine Handball-Gala der Löwen, die von den Fans ausgiebig gefeiert wird.

Rhein-Neckar Löwen – SG BBM Bietigheim 30:15 (16:8)

Löwen: Appelgren, Palicka – Schmid (6/1), Lipovina (2), Sigurdsson, Radivojevic (4), Tollbring (7/2), Abutovic, Mensah (1), Fäth (4), Groetzki, Taleski, Guardiola (3), Kohlbacher (3)

Bietigheim: Ebner, Müller – Haller, Vlahovic, Claus (1), Kraus, Schäfer (1/1), Oehler, Rönningen (1), Link (3), Asmuth, Trost (5), Döll (1), Emanuel (1), Marcec (2), Fischer

Trainer: Nikolaj Jacobsen – Hannes Jon Jonsson

Schiedsrichter: Colin Hartmann / Stefan Schneider

Zuschauer: 6521

Strafminuten: / - Vlahovic (2), Rönningen (2), Döll (2), Trost (4)

Siebenmeter: 3/4 – 1/2

Löwen: Schmid scheitert an Müller (21.)

Bietigheim: Schäfer scheitert an Appelgren (56.)

Spielfilm: 6:0, 6:1, 7:1, 7:2, 10:2, 10:3, 12:3, 12:6, 13:6, 13:7, 14:7, 14:8, 16:8 (HZ), 16:9, 18:9, 18:10, 20:10, 20:13, 21:13, 23:14, 30:14, 30:15 (EN)

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