Historie

Der Ur-Löwe sagt „au revoir“

Mit Uwe Gensheimer verlieren die Rhein-Neckar Löwen am Ende der Saison 2023/24 einen einmaligen Handball-Virtuosen, einen Anführer und Stimmungsmacher, einen Mann mit genauso viel Magie im Arm wie Schalk im Nacken. Sie gewinnen diesen Mann als Sportlichen Leiter. Ab Sommer 2024 wird er seine Expertise – und ganz sicher auch seine Anführer-Mentalität und gute Laune – in der Führung des sportlichen Bereichs einbringen. Es ist also lediglich ein Abschied von der aktiven Laufbahn. Ur-Löwe Gensheimer sagt „au revoir“ – auf Wiedersehen – in neuer Funktion.

„Ich freue mich sehr auf diese Aufgabe“, sagt der Mann, dessen Banner mit der Nummer drei seit dem Abend des 30. Mai (wieder) unter dem Dach der SAP Arena hängt. Allein die Zahlen darauf sind imposant: Von 2003 bis 2016 und dann noch einmal von 2019 bis 2024 trug Uwe Gensheimer das gelbe Trikot – und damit ein Stück Heimat in die Handball-Welt hinaus. „Du hast eine ganze Generation junger Menschen zu unserem Sport geführt, und das ist das Größte, das man über einen Sportler sagen kann“, adelt ihn dafür Positions- und Manager-Kollege Stefan Kretzschmar.

Mit und Dank Uwe Gensheimer haben die Löwen den Weg eines Champions bestritten. Bundesliga-Ab- und Wiederaufstieg, Etablierung als Spitzenteam, Final- und Liga-Niederlagen, die abhärten und die Sinne schärfen, dann die ersten Titel 2013 (EHF-Cup) und 2016 (Deutsche Meisterschaft). 2023 führt „der Lauser“ die Löwen zum DHB-Pokalsieg. In der Kölner LANXESS Arena, in der Uwe mit der deutschen Nationalmannschaft die stimmungsvollsten Handball-Feste feierte, schließt sich der Kreis für die Löwen-Legende.

Juni 2024

Der Star sind die Löwen-Fans

Die Saison 2023/24 der LIQUI MOLY Handball-Bundesliga, sie war – rein von den Ergebnissen her betrachtet – eine ziemlich schlechte für die Rhein-Neckar Löwen. Platz 12 mit 26:42 Punkten – das ist nicht der Anspruch des zweifachen deutschen Meisters und Pokalsiegers. Umso bemerkenswerter fällt der Blick auf die Zuschauerzahlen aus. Da nämlich gilt der Satz: Löwen feiern größte Heimspiel-Kulisse seit Corona.

8061 Fans kamen im Schnitt zu den Bundesliga-Heimspielen der Rhein-Neckar Löwen. Letztmals mehr Zuschauer konnten die Mannheimer in der Saison 2019/20 begrüßen, damals lag der Schnitt bei 8319, ehe die Saison nach zwölf Heimspielen wegen der Corona-Pandemie abgebrochen werden musste. Dass sich die Löwen bereits in der zweiten vollwertigen Saison nach Corona fast vollständig von dem Pandemie-Knick erholt haben, ist aller Ehren wert und zeigt, wie positiv sich die Fan-Szene des Clubs entwickelt hat.

Während die Löwen in der Liga weit hinter den eigenen Erwartungen zurückgeblieben sind, feierten sie in der EHF European League eine der erfolgreichsten Spielzeiten überhaupt. Platz 3 am Ende einer mehr als gelungenen Euro-Kampagne wurde von Hunderten Löwenfans in Hamburg gefeiert. Es war der neueste emotionale Schulterschluss zwischen Tribüne und Protagonisten auf dem Feld und ein Gänsehautmoment für die Löwen-Geschichtsbücher.

 

Mai 2024

Zurück in Europa

Gleich auf zweierlei Weise qualifizieren sich die Löwen in der abgelaufenen Saison 22/23 für die EHF European League und feiern damit die Rückkehr nach Europa. Zum einen durch den Pokalsieg, zum anderen durch Platz 5 in der Stärksten Liga der Welt. Das Comeback auf internationaler Bühne ist der Lohn für eine starke Saison, in der es das Trainerteam um Sebastian Hinze und die Mannschaft um Kapitän Patrick Groetzki geschafft haben, eine schlagkräftige Einheit mit einem funktionierenden Spielsystem zu formen. Gefeiert für ihr mutiges Tempo-Spiel von Fans wie Experten, belohnt mit einem der größten Titelgewinne der immer noch jungen Klub-Geschichte: So machen diese Löwen sehr viel Lust auf mehr, was sich nicht zuletzt in einem stark anlaufenden Dauerkarten-Verkauf für die Spielzeit 23/24 äußert.

Juni 2023

Pokalsieger 2023!

Die Rhein-Neckar Löwen sind Pokalsieger 2023! Im Finale am 16.April in Köln besiegen sie den SC Magdeburg in einem unfassbaren Handball-Drama, nach Siebenmeterwerfen steht es 36:34. Wie intensiv kann ein Handball-Spiel sein? Löwen und Magdeburger sagen: Ja! Von der ersten Aktion an brennt die Platte in der LANXESS Arena, geben beide Teams in jedem Moment alles. Am Ende sind es zwei Aktionen, die die Entscheidung bringen: Joel Birlehm pariert den Siebenmeter von Gisli Kristjansson, Albin Lagergren trifft – und dann brechen alle Dämme. Es ist der unwahrscheinlichste Titel der Klub-Geschichte, nicht nur, weil die Löwen zuvor viermal in der Liga verloren haben und gegen die 21 Mal in Folge ungeschlagenen Flensburger im Halbfinale Außenseiter sind. Am 15. und 16. April in Köln bringen die Gelben dann wie aus dem Nichts zweimal ihre Bestleistung – und dürfen sich völlig zu Recht ab sofort zweifacher Pokalsieger nennen. Bis auf Mikael Appelgren und Patrick Groetzki feiern alle Spieler den ersten Pokalsieg mit den Löwen. Entsprechend ausgelassen gestalten sich die Feierlichkeiten, die drei Tage und drei Nächte dauern.

16. April 2023

Aufbruchstimmung

Am 1. Juli 2022 tritt Sebastian Hinze sein Amt als Löwen-Cheftrainer an. Wie gut es passt zwischen den Löwen und ihrem neuen Coach, lässt sich bereits in der Vorbereitung eindrucksvoll beobachten. Hochintensive Trainingseinheiten und ein unumschränkt positiver Teamgeist führen u.a. dazu, dass alle sieben Vorbereitungsspiele gewonnen werden – und das in absolut überzeugender Manier. Dies wiederum bringt – Vorsicht Phrase! – echte Aufbruchstimmung in den kompletten Klub. Und so starten die Löwen auch mit sieben Siegen in die HBL-Saison 2022/23, schlagen u.a. Melsungen und Flensburg, und müssen erst in Kiel beim Rekordmeister die erste Niederlage unter dem neuen Trainer hinnehmen. Die Mannschaft wirft das nicht um. In einer erstaunlich stabilen und konsequenten Art und Weise ziehen die „neuen“ Löwen ihren Stil durch, setzen auf eine hoch flexible 6-0-Abwehr und Tempo-Spiel – und fahren damit bis zum Ende des Kalenderjahres 2022 Erfolg um Erfolg ein. Zum Jahreswechsel stehen 29:7 Punkte und Platz 3 in der Liga zu Buche, dazukommt die Qualifikation für das Viertelfinale im DHB-Pokal durch Siege in Leipzig und Melsungen. Das Fazit: 2023 kann aus Löwen-Sicht gerne kommen. Dann wollen die RNL aus der Aufbruchstimmung einen langfristigen Aufwärtstrend machen.

Juli bis Dezember 2022

Das Nachwuchs-Meister-Triple

Während die Saison 2021/2022 für die Bundesligaprofis eine, aus sportlicher Sicht, zum Vergessen wird, spielt der Löwen-Nachwuchs aus dem Kronauer Leistungszentrum eine historisch erfolgreiche Runde. Bereits Ende Februar sichert sich die 2. Mannschaft den Drittliga-Meistertitel, gewinnt in der Stadthalle Östringen das Derby gegen die SG Leutershausen und darf bereits einen Spieltag vor Saisonende die Korken knallen lassen. Im Mai krönt die A-Jugend eine beeindruckende Saisonleistung mit der Deutschen Meisterschaft. Mit einem deutlichen Sieg im Final-Hinspiel und einer knappen Niederlage in der Stadthalle Östringen, entthront die Mannschaft von Trainer Daniel Haase Gegner Füchse Berlin, holen die erste A-Jugend-Meisterschaft des Löwen-Unterbaus seit 2008. Wenige Wochen später folgt der dritte Streich: Die U17 sichert sich erstmalig die deutsche B-Jugend-Meisterschaft. 26 Jahre musste der Löwen-Unterbau auf diesen langersehnten Titelgewinn warten, der mit zwei Final-Siegen gegen den Nachwuchs der SG Flensburg-Handewitt gebührend gefeiert wurde. Erfolge, die die gute Arbeit der letzten Jahre im Kronauer Leistungszentrum unterstreichen.

Februar - Juni

Eine Löwen-Legende verabschiedet sich

Am 8. Juni 2022 ist es soweit: Mit Andy Schmid nimmt eine echte Löwen-Legende Abschied von den Fans in der SAP Arena. Die besten 12 Jahre seiner handballerischen Schaffenskraft hat er bei den Rhein-Neckar Löwen verbracht. Unter dem Strich stehen 5 Auszeichnungen als bester Spieler der Handball-Bundesliga und 7 Titel, die er mit seinem Herzensclub gefeiert hat. Entsprechend überdimensional fällt das Abschiedszeremoniell aus: die Arena proppenvoll, die Gastredner mit Nikolaj Jacobsen, Gudmundur Gudmundsson und Bjarte Myrhol vom Feinsten, die Ehrungen (Wandbild in der Arena, Banner unterm Hallendach) auf einzigartigem Niveau.

Bis zu diesem Tag voller gemischter Gefühle verläuft die Löwen-Saison sportlich betrachtet ziemlich bescheiden. Am Ende einer äußerst enttäuschenden Bundesliga-Spielzeit steht Platz zehn, das schlechteste Ergebnis seit der Saison 2003/04. Im DHB-Pokal wie in der EHF European League scheitern die Löwen im Viertelfinale bzw. bereits in der Qualifikation an den späteren Turniersiegern THW Kiel und Benfica Lissabon. Es ist – so kann man es zusammenfassen – eine extrem gebrauchte Saison, in der sich zu vielen schwachen Leistungen eine ordentliche Portion „Los-Pech“ gesellt.

Bereits im Januar 2022 sehen sich die Löwen genötigt, auf der Trainer-Position die Reißleine zu ziehen. Ljubomir Vranjes soll anstelle von Klaus Gärtner den sportlichen Umkehrschwung einleiten. Es gelingt ihm tatsächlich, für eine gewisse Stabilisierung in den Leistungen zu sorgen. In Sachen Punkte-Ausbeute wird es allerdings nur marginal besser. Am Ende steht eine HBL-Bilanz von 30:38 Punkten: ein indiskutables Ergebnis für einen Klub wie die Rhein-Neckar Löwen, der stets den Anspruch vertritt, sich für einen europäischen Wettbewerb zu qualifizieren.

Entsprechend auf Hochtouren laufen die Umbau-Arbeiten im Club für die Spielzeit 22/23: Das Trainerteam wird gleich auf drei Positionen neu aufgestellt mit dem neuen Chef-Coach Sebastian Hinze, dem neuen Co-Trainer Michael Jacobsen und dem neuen Torwart-Coach Dragan Jerkovic. Nach dem vorgezogenen Transfer von Joel Birlehm kommen im Sommer mit Halil Jaganjac und Olle Forsell Schefvert zwei neue Männer für Löwen-Rückraum und -Innenblock. Das Ziel: Stück für Stück wieder nach oben klettern, mit harter Arbeit, Geduld und Zuversicht!

Juni 2022

„Corona-Saison“ endet mit Hoffnungsschimmer

Am Ende einer historischen Saison ziehen die Löwen Bilanz: Bis zu den letzten drei Heimspielen müssen sie komplett ohne Zuschauer-Unterstützung auskommen, belegen in der Liga Platz fünf und schaffen es in der EHF European League ins Halbfinale. Der DHB-Pokal wird aufgrund von Terminproblemen ersatzlos gestrichen in einer Saison, die unter Pandemie-Bedingungen stattfindet, 20 Liga-Teams mit je 38 Einsätzen und gleich mehrere Komplett-Quarantäne-Situationen erlebt. Dass die Löwen ausgerechnet beim Heim-Final-Four in der SAP Arena gegen den Erzrivalen Füchse Berlin das Halbfinale verlieren, ist besonders schmerzhaft. Dennoch beißen die Jungs um Kapitän Uwe Gensheimer auf die Zähne und sichern sich durch einen überlegenen Sieg gegen Orlen Wisla Plock Rang drei, während wenige Stunden später der SC Magdeburg durch einen Erfolg über Berlin die Euro-League-Trophäe überreicht bekommt. Warum die Löwen hinter den Ansprüchen zurückbleiben? Zum einen ist da eine Verletztenmisere, die ihresgleichen sucht und die die Löwen so schon lange nicht mehr erlebt haben. Unter anderem fällt Mikael Appelgren die gesamte Saison über aus, dazu erwischt es so gut wie jeden Löwen mindestens einmal mit einer kleineren oder größeren Verletzung. In einem Spiel fallen die Torhüter Nummer eins bis vier aus, sodass man tatsächlich mit dem Duo aus Nummer fünf und sechs antritt. Zudem sorgt der im Februar angekündigte Abschied von Trainer Martin Schwalb für eine gewisse Phase der Neu-Orientierung, an deren Ende Co-Trainer Klaus Gärtner Cheftrainer-Aufgaben übernimmt und die Löwen Sebastian Hinze für 2022 als neuen Chefcoach präsentieren. Bis dahin wird Klaus Gärtner die Geschicke der Profis leiten, zu denen sich mit Juri Knorr ein spektakulärer Neuzugang für die Spielzeit 2021/22 gesellt. Die Rückkehr der Fans für die letzten drei Heimspiele lässt eine einzigartige Spielzeit mit einem Hoffnungsschimmer enden.

Juni 2021

Neustart in die Saison 20/21

Am 20. Juli treffen sich die Löwen das erste Mal nach der Corona-Pause in voller Mannschaftsstärke. Der Trainingsstart geht traditionell auf dem Sportplatz neben der Halle vonstatten. Hier schaut Chefcoach Martin Schwalb genau hin, wie sich seine Jungs über die lange freie Zeit fit gehalten haben. Sein Fazit: „Sie sind alle in einem guten bis sehr guten Zustand.“ Auf zehn Wochen ist die Vorbereitung terminiert, um die Spieler langsam und seriös auf die vielleicht härteste Saison aller Zeiten einzustellen. Ende August steht ein Test-Turnier, Ende September die erste Quali-Runde in der EHF European League, Anfang Oktober der erste Bundesliga-Spieltag an. Danach geht es Schlag auf Schlag: Mehr Liga-Spiele wegen der Corona-bedingten Aufstockung von 18 auf 20 Mannschaften, mehr internationale Spiele wegen der EHF-Reform. Dazu für die Nationalspieler EM-Quali, WM im Januar 2021, Olympia-Quali und zum Abschluss der Saison die Olympischen Spiele im Sommer 2021. Und: Das alles unter den Bedingungen der nach wie vor grassierenden Corona-Pandemie. Nicht zuletzt deshalb sagt Löwen-Geschäftsführerin Jennifer Kettemann auf der Pressekonferenz zum Trainingsstart: „Wir haben einen tollen Zusammenhalt in der Löwen-Familie bewiesen – und das werden wir auch noch in der nächsten Zeit tun müssen.“

Juli 2020

Corona-Krise

Am 12. März 2020 verkündet die Handball-Bundesliga (HBL) die Aussetzung des Spielbetriebs bis zum 22. April. Tags darauf ziehen der Deutsche Handball-Bund (DHB) und die europäische Handball-Föderation (EHF) nach. Ursache ist die dynamische und schwer vorhersehbare Ausbreitung des Coronavirus. Am 13. März setzen die Rhein-Neckar Löwen aus diesem Grund den Ticket-Verkauf für sämtliche Heimspiele der Saison 2019/20 aus. Betroffen von den Absagen bis 22. April sind vier Bundesliga- und zwei EHF-Cup-Spiele der Löwen. Ziel ist es, die abgesagten Termine im Mai nachzuholen. Anfang April verlängert die HBL in Rücksprache mit den Clubs die Aussetzung des Spielbetriebs bis zum 16. Mai – womit auch die restlichen, bisher geplanten Liga-Spiel-Termine der Löwen vorerst auf Eis liegen. Am 21. April ist es dann schließlich soweit: Die Bundesliga-Saison wird abgebrochen, der THW Kiel zum Meister erklärt. Die EHF sagt ebenfalls sämtliche Spiele und Events bis in den Winter des Jahres ab. Die Löwen landen in der Bundesliga aufgrund der sogenannten Quotientenregelung (Punkte in Relation zur Spielanzahl) auf Platz fünf und qualifizieren sich damit für die neu geschaffene European Handball League (EHL). Es gibt keine Absteiger und zwei Aufsteiger (Coburg und Essen), wodurch die Saison 2020/21 mit 20 Teams an den Start geht. Wann dies geschehen wird, ist Mitte Mai 2020, als sich die Löwen-Spieler in die Sommerpause verabschieden, noch nicht abzusehen.

12./13. März 2020

Trainerwechsel

Nach durchwachsenen, teils enttäuschenden Leistungen entschließt sich die Führungsspitze der Rhein-Neckar Löwen Ende Februar 2020, Cheftrainer Kristjan Andresson freizustellen. Geschäftsführerin Jennifer Kettemann betont, wie schwer diese Entscheidung den Verantwortlichen gefallen sei.  „Nach der Analyse des bisherigen Saisonverlaufes und der negativen Entwicklung sind wir gemeinsam mit dem Aufsichtsrat zu dem Entschluss gekommen, uns von Kristjan Andresson zu trennen. Wir bedauern diesen Schritt, sehen ihn aber als notwendig an, um unserer Mannschaft für den Rest der laufenden Saison einen neuen Impuls zu geben“, erklärte Jennifer Kettemann am 22. Februar.

 

Drei Tage später, am 25. Februar, präsentieren die Rhein-Neckar Löwen Martin Schwalb als neuen Chefcoach. Die ersten gemeinsamen Gespräche nach der Trennung von Kristjan Andresson hätten schnell gezeigt, dass eine Zusammenarbeit für beide Seiten die beste Option sei, kommentieren Jennifer Kettemann und Martin Schwalb die „Blitz-Entscheidung“. Der passionierte wie profilierte Vollblut-Handballer erklärt auf einer kurzfristig einberufenen Pressekonferenz, die von den Löwen live auf Youtube gezeigt wird, dass er alles geben werde, um bestmöglich seinen Job zu machen: „Immer im Team, immer gemeinsam mit Oli Roggisch, mit den handelnden Personen auf der Geschäftsstelle und auch in der Mannschaft.“ Zu seiner fast sechsjährigen Abstinenz vom Traineramt sagt der gebürtige Stuttgarter: „Ich bin Trainer im Herzen und war immer Trainer im Herzen.“

 

22./25. Februar 2020

Kristjan Andresson wird neuer Cheftrainer der Löwen

Nach fünf wunderbaren und titelreichen Jahren verabschieden sich die Löwen schweren Herzens von ihrem „Meistertrainer“ Nikolaj Jacobsen. Sie freuen sich aber auch auf Nikos Nachfolger: Kristjan Andresson. „Mit Kristjan haben wir einen absoluten Toptrainer für die Rhein-Neckar Löwen gewinnen können. Er steht für schnellen, modernen Handball und wird die erfolgreiche Arbeit von Nikolaj Jacobsen bei uns fortführen“, freut sich Oliver Roggisch.

2019/2020

Auszeichnung für exzellente Jugendarbeit

Die Rhein-Neckar Löwen sind von der Deutschen Handball-Liga für ihre Nachwuchsarbeit ausgezeichnet worden. Der Klub erhält das Jugendzertifikat für 2019 mit besonderem Prädikat. Außer den Löwen gibt es in Deutschland nur noch sechs weitere Vereine, welchen diese Auszeichnung für das laufende Jahr verliehen wurde. Neben den Löwen dürfen sich die TSV Hannover-Burgdorf, die Füchse Berlin, die SG Flensburg-Handewitt, der SC DHfK Leipzig, der SC Magdeburg und die MT Melsungen über die höchste Prämierung in Sachen Nachwuchsarbeit im deutschen Handball freuen. „Diese Auszeichnung bedeutet uns als Gesamtverein sehr viel und zeigt, was für einen tollen Job unsere Jugendtrainer und alle Verantwortlichen rund um die Junglöwen machen“, sagt Löwen-Geschäftsführerin Jennifer Kettemann.

2018/2019

Supercup-Hattrick

Die Rhein-Neckar Löwen sind der Jubiläumssieger im deutschen Handball-Supercup 2018. In der 25. Auflage des seit 1994 durchgeführten Vergleichs zwischen dem Deutschen Handballmeister und dem Pokalsieger holten sich die Löwen mit einem 33:26 (18:16) über den Deutschen Meister SG Flensburg-Handewitt zum dritten Mal in Folge die Silbertrophäe.

2018/2019

Nachwuchsförderung der Rhein-Neckar Löwen

Mit der Unterstützung der Initiative „Anpfiff ins Leben“ konnte im September 2018 das Handball-Nachwuchsleistungszentrum der Rhein-Neckar Löwen in Kronau eröffnet werden. Seitdem wohnen dort zwölf Handballer-Nachwuchstalente aus der süddeutschen Region. Jedoch werden nicht nur die Internatsbewohner bei der individuellen schulischen Betreuung gefördert, sondern alle Spieler des Leistungsbereiches der Rhein-Neckar Löwen erhalten hier die benötigte Hilfe. Im Erdgeschoss befindet sich ein Physiomotorikraum, in dem nicht nur die Handballer ihre physische Leistung verbessern, sondern auch die Schülerinnen und Schüler der Ludwig-Gutmann-Schule Karlsbad – Aussenstelle Kronau (Schule für Körperbehinderte) ihre Übungen im Unterricht durchführen. Die Rhein-Neckar Löwen haben es sich zum Leitbild gemacht, jugendliche Handballer aus der Region – ganz im Sinne von „Anpfiff ins Leben“ zu fordern und zu fördern und Spieler an die Handball-Bundesliga und an die Nationalmannschaft heranzuführen.

September 2008

Der Fluch ist besiegt

Der Fluch ist Geschichte, die Rhein-Neckar Löwen sind am Ziel ihrer so lange unerfüllten Pokal-Träume. Durch ein 30:26 (13:11) über die TSV Hannover-Burgdorf gewann die Truppe von Nikolaj Jacobsen erstmals in ihrer Historie den deutschen Vereinspokal – im elften Anlauf. „Wir sind stolz, dass wir unsere erfolglose Pokal-Geschichte endlich ausgelöscht haben. Dieser Sieg ist für die Ewigkeit des Vereins. Nach all den Niederlagen sind wir vor allem erleichtert, es endlich geschafft zu haben“, sagte Andy Schmid.

 

2017/2018

Zweiter Supercup-Sieg

In einem packenden Krimi haben sich die Rhein-Neckar Löwen den ersten Titel der Saison gesichert. Nach dem 28:28 in der regulären Spielzeit bezwangen sie in der ausverkauften Stuttgarter Porsche-Arena vor mehr als 6000 Zuschauern den THW Kiel mit 32:30 (28:28, 14:11) im Siebenmeterwerfen und sicherten sich nach dem Erfolg im Vorjahr (27:24 gegen Magdeburg) zum zweiten Mal in der Geschichte den Pixum Supercup.

2017/2018

Alle unter einem Dach

Die Erfolgsgeschichte der Rhein-Neckar Löwen feiert in diesem Jahr zehnjähriges Jubiläum. Im Jahr 2007 wurde das Bundesliga-Team der SG Kronau-Östringen offiziell in Rhein-Neckar Löwen umbenannt, mit dem Europapokalsieg 2013 und zuletzt zwei Deutschen Meisterschaften 2016 und 2017 haben sich die Badener dabei eindrucksvoll in den vergangenen zehn Jahren als Spitzenclub etabliert. Während die Bundesligamannschaft seit nunmehr zehn Jahren als Rhein-Neckar Löwen an den Start geht, liefen bis zuletzt alle anderen Teams noch unter dem Namen SG Kronau-Östringen auf. Die Spielgemeinschaft entstand im Jahr 2002 aus der Fusion der Handballhochburgen TSG Kronau und TSV Baden-Östringen. Ab der Saison 2017/18 gehen die Mannschaften im Bundesligaunterbau nun einheitlich als Rhein-Neckar Löwen an den Start.

2017/2018

Deutscher Meister²

Die Rhein-Neckar Löwen sind erneut Deutscher Handball-Meister! Die Badener nutzten am 31. Mai 2017 vor 13.200 euphorisierten Zuschauern gleich ihren ersten Matchball und überrannten den THW Kiel mit 28:19 (11:10). Die vorzeitige Meisterschaft war möglich geworden, weil die SG Flensburg-Handewitt zuvor bei Frisch Auf Göppingen mit 27:31 verloren hatte. Damit haben die Löwen zwei Spieltage vor dem Ende fünf Punkte Vorsprung vor den Flensburgern und können nicht mehr von der Tabellenspitze abgefangen werden. „Vor der Saison hatte uns niemand auf dem Zettel. Nicht mal wir selbst“, sagte Geschäftsführerin Jennifer Kettemann: „Es ist toll, den Titel zu verteidigen. Ich bin sprachlos. Am Anfang der Saison hatten sich die Löwen mit einem 27:24 gegen den SC Magdeburg außerdem den ersten Supercup-Titel der Vereinsgeschichte gesichert.

2016/2017

Was lange währt, wird endlich gut!

Die Rhein-Neckar Löwen sind am Ziel! Nach zwei Vizemeisterschaften in Folge sicherten sich die Badener beim TuS N-Lübbecke die erste Deutsche Meisterschaft der Vereinsgeschichte. „Jeder kennt unsere Geschichte, wie lange wir hart dafür gearbeitet haben. Es ist unbeschreiblich, was in uns jetzt vorgeht“, sagte Uwe Gensheimer. Für den Kapitän erfüllte sich mit seinem vorerst letzten Spiel nach 13 Jahren im Trikot der Löwen endlich der große Traum vom ersten nationalen Titel. Doch nicht nur für Gensheimer ist der Titel 2016 die erste Meisterschaft. „Ich spiele seit 13 Jahren in Deutschland, ich habe nie diese Meisterschaft gewonnen, und jetzt darf ich die Schale hochhalten. Das ist der größte Augenblick meiner Karriere“, sagte Linkshänder Alexander Petersson. „Wir hatten hier heute praktisch ein Heimspiel, es ist unglaublich, wie viele Leute uns hier unterstützt haben. Man sieht, wie sehr die Leute diese Meisterschaft herbeigesehnt haben“, sagte der Sportliche Leiter der Löwen, Oliver Roggisch. Noch am Abend ging es mit einem Charterflieger zurück nach Mannheim, um dort mit den Fans ausgiebig zu feiern.

2015/2016

Zum zweiten Mal in Folge Vizemeister

In der Saison 2014/2015 vepassten die Löwen den Titel der Deutschen Meisterschaft erneut und landeten mit zwei Punkten Differenz hinter dem THW Kiel. Die bis dato beste Spielzeit der Vereinsgeschichte brachte schon am 20. Mai 2015 mit dem Spiel gegen die HBW Balingen- Weilstetten (36:25) zumindest die Vizemeisterschaft. Wirklich trösten konnte das die Mannschaft aber nicht. Allerdings schlummerte in dieser bitteren Erfahrung bereits die Keimzelle dessen, was es in den darauffolgenden Jahren noch zu feiern geben würde.

2014/2015

Weltrekord!

Die Handballbundesliga hat einen Zuschauer-Weltrekord aufgestellt. 44.189 Zuschauer sahen am „Tag des Handballs“ in der Commerzbank Arena in Frankfurt am Main das Spiel zwischen den Rhein-Neckar Löwen und dem HSV Hamburg. Das Spiel gewannen die Löwen mit 28:26 (17:8). Damit wurde der bestehende Weltrekord aus Dänemark eingestellt. Dort hatten 36.651 Besucher im Bröndby-Stadion in Kopenhagen das dänische Meisterschaftsfinale zwischen AG Kopenhagen und BSV Bjerringbro-Silkeborg gesehen.

 

06.09.2014

Niko wird Trainer

Am 01.07.2014 wurde Nikolaj Jacobsen Trainer der Löwen und läutete damit eine neue Ära der Titelgewinne ein. Zuvor war Nikolaj  Trainer des dänischen Erstligisten Aalborg Handbold gewesen, mit dem er 2013 Meister geworden war. Er hatte als Profi in der Bundesliga erst für Bayer Dormagen gespielt und dann mit dem THW Kiel drei Meisterschaften, zwei DHB-Pokale sowie zwei EHF-Pokale gewonnen. Der als „Zaubermaus“ bekannt gewordene Weltklasse-Linksaußen galt zum damaligen Zeitpunkt als heißer Anwärter auf eine große Trainerkarriere. Bei den Löwen bestätigte er diese These und reifte zum „Titelhamster“. 2019 sollte er sich als Nationaltrainer seines Heimatlandes Dänemark – in Doppelfunktion mit dem Job als Löwen-Coach – auch noch zum Weltmeister krönen.

2014/2015

Der „Fast-Meister“

Punktleich, aber mit einer um sieben Tore besseren Tordifferenz gegenüber dem THW Kiel ging es in den letzten Spieltag der Saison 2013/2014. Zwar konnten die Löwen den VfL Gummersbach mit 40:35 schlagen. Weil aber die Zebras gleichzeitig die Füchse aus Berlin mit 37:23 besiegten, scheiterte die Meisterschaft am Ende denkbar knapp an zwei mickrigen Törchen. Im DHB-Pokal erreichten die Löwen zum siebten Mal das Final Four in der Hansestadt. Für den Finaleinzug reichte es nach einem 26:30 im Halbfinale gegen die SG Flensburg-Handewitt allerdings nicht.

2013/2014

Der erste Löwen-Titel: Da ist das Ding!

In der Saison 2012/2013 sicherten sich die Löwen den ersten Titel der noch jungen Vereinsgeschichte. Im Endspiel setzten sie sich gegen den französischen Club HBC Nantes mit 26:24 (16:12) durch. Das Team von Trainer Gudmundur Gudmundsson überwand mit dem Sieg den Final-Fluch, nachdem sie zuvor in vier Endspielen immer als Verlierer den Platz verlassen hatten – dreimal im deutschen Pokalfinale und einmal im Endspiel des Europapokals der Pokalsieger.

2012/2013

Zweimal Halbfinale ohne Happy End

Das Gesicht des Löwen-Kaders hatte sich verändert. Manager Thorsten Storm hatte mit dem Schweizer Andy Schmid, dem Norweger Børge Lund, dem kroatischen Rechtsaußen Ivan Čupić sowie Róbert Gunnarsson vier ausländische Topstars nach Kronau bzw. Mannheim gelotst. Neuer Trainer wurde der Isländer Guðmundur Guðmundsson. Im DHB-Pokal zogen die Löwen in neuer Besetzung zum sechsten Mal ins Final Four ein und schafften dieses Kunststück auch in der Champions League. „Magische 30 Minuten“ titelte der Mannheimer Morgen nach dem 35:26 (15:17)-Erfolg im Viertelfinal-Rückspiel bei Montpellier HB, der die Tickets für Köln sicherte. Nach Niederlagen gegen Hamburg in der Bundesliga, Flensburg im Pokal-Halbfinale und Barcelona im Halbfinale der Königsklasse blieben die Löwen leider ohne Titel.

 

2010/2011

Final-Krimi in Hamburg

Beim ersten Zusammenkommen der Rhein-Neckar Löwen in der Saison 2009/10 gab es viele neue Gesichter. Neben dem neuen Trainergespann Ola Lindgren und Kent-Harry Andersson kamen ebenfalls neu dazu: Ólafur Stefánsson (BM Ciudad Real/ESP), Michael Müller (TV Großwallstadt), Bjarte Myrhol (HSG Nordhorn), Carlos Prieto (BM Valladolid/ESP) und Alexandros Alvanos (VfL Gummersbach). Zudem hatten die Badener mit Gábor Ancsin (Dunaferr SE/HUN), Alexander Becker, Niklas Ruß und Maximilian Bender (alle eigene Jugend) vier Nachwuchskräfte in den Kader hochgezogen. In Rekordzeit schienen sich die Lindgren-Schützlinge eingespielt zu haben, denn in Liga, Pokal und Champions League blieben sie nach der Niederlage gegen den HSV Hamburg mehr als zwei Monate ungeschlagen. Im Pokal erreichte man mit einem Sieg in Göppingen zum fünften Mal hintereinander das Final Four in Hamburg. In der Color Line Arena zeigten sich die Badener von ihrer Schokoladenseite. Erst nach einem Final-Krimi gegen Gastgeber HSV Hamburg musste man sich mit 33:34 geschlagen geben – in der Verlängerung.

2009/2010

Champions League, die Erste

Platz vier in der HBL-Tabelle aus der vorangegangen Saison reichte für die erstmalige Qualifikation zur Königsklasse. In der Champions League bestachen die Schwenke-Schützlinge durch überragende Leistungen. Nach zwei Siegen gegen Celje und einem spektakulären 40:25 über Chambéry qualifizierten sie sich auf Anhieb fürs Viertelfinale. Nach dem Weiterkommen gegen den russischen Champion Medvedi Čechov kam es zum Bundesliga-Duell mit dem THW Kiel, in dem man bereits im Hinspiel alle Chancen aufs Finale verlor. Da half auch die überraschende Reaktivierung des einstigen Welthandballers Jackson Richardson nicht mehr, der die durch die Langzeitverletzung von Spielmacher Grzegorz Tkaczyk entstandene Lücke schließen helfen sollte.

2008/2009

Die A-Jugend wird Deutscher Meister

Die A-Jugend der Rhein-Neckar Löwen hat sich mit dem jungen Patrick Groetzki beim Final-Four-Turnier in Duisburg/Rheinhausen nach Siegen über die SG Spandau/Füchse Berlin und im Endspiel gegen die JSpG SC Magdeburg/Concordia Staßfurt (27:26) die Deutsche Meisterschaft gesichert. Ein Meilenstein in der Entwicklung der Jugendarbeit des Handball-Bundesligisten. Mehr als zehn Jahre später sollte es wieder eine A-Jugend der Löwen ins Finale schaffen. Leider ohne Happy End in zwei hart umkämpften Duellen mit den Talenten der SG Flensburg-Handewitt.

2007/2008

Das erste europäische Finale

Zwar war auch in dieser Saison im DHB-Pokal-Halbfinale gegen den THW Kiel für die Löwen Endstation. Umso erfolgreicher verlief dafür der Cup der Pokalsieger. Über die Schweden von Hammarby IF (36:26, 31:31) und den SC Magdeburg (28:26, 31:29), der sie im Vorjahr noch aus dem EHF-Pokal-Achtelfinale gekegelt hatte, zogen sie ins Halbfinale gegen BM Valladolid ein und erlebten in Spanien eine Sternstunde, als sie nach einem 27:27 in Eppelheim ein 34:31 (15:15) folgen ließen – Finale! In Ungarn unterlagen die Löwen knapp vier Wochen später mit 32:37 dem Spitzenclub KC Veszprém. Das 28:28 im Rückspiel in der SAP Arena reichte nicht aus, um den ersten Titelgewinn auf den Briefkopf zu setzen.

2007/2008

Das erste Mal als Löwen

Eigentlich wurden die Rhein-Neckar Löwen schon seit geraumer Zeit auch so betitelt und genannt. Aber erst mit Beginn der Saison 2007/08 war diese Bezeichnung auch offiziell. Damit verschwanden die Spitznamen „SG Kö“ oder „Kröstis“ nach und nach aus dem Sprachgebrauch. Und auch das Gesicht der Mannschaft sollte sich im Sommer 2007 verändern. Während „Pino“ Torgovanov (Hamburg), Michael Haaß (Minden) und Andrej Siniak (Essen) Mannheim verließen, zogen die Verantwortlichen gleich drei frischgebackene Weltmeister an Land: Aus Kiel kam der von Trainer „Noka“ Serdarušić ausgemusterte Henning Fritz, aus Lemgo schloss sich Christian Schwarzer dem Rudel an und in Magdeburg packte Oliver Roggisch seine Koffer. Doch damit nicht genug: Der wurfgewaltige Weißrusse Siarhei Harbok, zuletzt beim RK Celje in Slowenien aktiv, unterschrieb ebenfalls einen Vertrag bei den Gelbhemden.

29.08.2007

Erstes Finale der Vereinsgeschichte

Mit Siegen gegen Frisch Auf Göppingen, HBW Balingen-Weilstetten, TuS N-Lübbecke und HSG Düsseldorf buchten die Löwen ihre  Tickets für die Hansestadt Hamburg. Im Halbfinale trafen die „Kröstis“ auf den HSV Hamburg, der seinen Heimvorteil in der Color-Line-Arena nicht nutzen konnte. Durch einen knappen 29:28-Erfolg gegen die Hanseaten kamen die Badener dem Traum vom Titel einen Schritt näher. Im Finale musste sich die SG Kronau/Östringen dem THW Kiel allerdings mit 31:33 geschlagen geben, boten den Zebras aber einen großen Kampf und konnten stolz erhobenen Hauptes wieder gen Süden in die Heimat reisen.

2006/2007

Neues Wohnzimmer: die SAP Arena

Das neue Wohnzimmer der SG Kronau/Östringen lockt in der ersten Saison im Schnitt 7268 Zuschauer zu den Spielen. Zur Bundesliga-Premiere am 4. September 2005 gegen Altmeister TV Großwallstadt kommen sogar 11 000 Menschen in die SAP Arena, die gerade einmal zwei Tage zuvor offiziell eröffnet wird. Die Kröstis bedanken sich für das Interesse mit einem 30:27-Erfolg und qualifizieren sich am Ende ihrer zweiten Bundesliga-Saison als Tabellensechster sogar für den EHF-Pokal. Uwe Gensheimer trifft in 30 Liga-Spielen 167 Mal, weitere Größen der Mannschaft sind Oleg Velyky und Dmitrij Torgovanov. Gemeinsam schaffen es die Gelben auch noch zum Final Four nach Hamburg, schalten den THW Kiel sensationell im Halbfinale aus und scheitern im Endspiel um den DHB-Pokal mit 25:26 an Gastgeber HSV Hamburg.

Saison: 2005/2006:

Die Kröstis schlagen zurück

Nach dem schmerzhaften Abstieg in der ersten Bundesliga-Saison gelingt den Kröstis in der folgenden Spielzeit die direkte Rückkehr ins bundesdeutsche Handball-Oberhaus – mit zwei Siegen in der Relegation gegen Eintracht Hildesheim (33:29, 26:22). Mittendrin im Jubelreigen: der junge Uwe Gensheimer. Sein Kommentar nach dem finalen Sieg in Hildesheim: „Wir haben heute eine unserer besten Saisonleistungen gezeigt. Die Fans haben uns sensationell unterstützt und diese Auswärtspartie zu einem Heimspiel für uns werden lassen.“ Teamkollege André Bechtold, Regisseur und Sohn von Aufstiegstrainer Rolf Bechtold, fasst seine Gefühle wie folgt zusammen: „Unglaublich, ich kann das alles noch gar nicht begreifen.“

Saison 2004/2005

Bundesliga, der erste Versuch: Im Abgang richtig bitter

Der erste Bundesliga-Kader der SG Kronau/Östringen

Das Abenteuer Handball-Bundesliga beginnt für die SG Kronau/Östringen am 28. August 2003 mit einem Auswärtsspiel bei der HSG Wetzlar, damals gecoacht vom alten Trainerhasen Velimir Petkovic. Das Spiel geht deutlich mit 26:37 verloren und lässt nichts Gutes erahnen für die Premieren-Saison in Deutschlands Eliteklasse. Tatsächlich endet das erste Bundesliga-Jahr der Kröstis denkbar unglücklich. Zwar zittert man sich aufgrund des besseren Torverhältnisses vorbei an den direkten Absteigern Eisenach und Stralsund auf den Relegationsplatz. In den anschließenden Relegationsduellen mit Post Schwerin, dem Dritten der damals aktuellen Zweitliga-Saison, fehlt am Ende ein einziges Tor zum Klassenerhalt. Nach dem 39:30 im Hinspiel verlieren die Kröstis das Rückspiel an der Ostsee mit 29:39. Dieser Abgang ist richtig bitter.

Saison 2003/2004

Zusammenschluss als Grundstein der Rhein-Neckar Löwen

Im Jahr 2002 kommt es zum Zusammenschluss der TSG Kronau und des TSV Baden Östringen. Die aus der Fusion resultierende SG Kronau/Östringen ist der Grundstein für die Entstehung der heutigen Rhein-Neckar Löwen. Als Abkürzung und Spitzname der Spielgemeinschaft etabliert sich schnell der Ausdruck „Kröstis“.

01.07.2002