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U23-Niederlage vor großer Kulisse in Würzburg
Kämpferische Löwen II verkürzen mehrfach, müssen sich den Wölfen am Ende aber geschlagen geben
Die Rhein-Neckar Löwen II haben ihr Auswärtsspiel bei den Wölfen Würzburg verloren. Vor 2.100 Zuschauern in der ausverkauften tectake Arena unterlag die junge Mannschaft von Trainer Holger Löhr mit 19:24 (10:12). Trotz großem Einsatz und mehrerer Aufholjagden gelang es der U23 nicht, den frühen Rückstand vollständig aufzuholen.

Würzburg startet besser
Die Gastgeber fanden deutlich besser in die Partie. Mit einer kompakten Abwehr und flüssigem Angriffsspiel setzten sich die Wölfe früh ab und nutzten Ballverluste der Löwen konsequent. Die Junglöwen brauchten einige Minuten, um ihren Rhythmus zu finden, stabilisierten sich im weiteren Verlauf jedoch und hielten den Rückstand bis zur Pause in einem überschaubaren Rahmen.
Würzburgs Trainer Heiko Karrer sah den Schlüssel vor allem in der Defensive: „Wir sind gut ins Spiel gekommen, haben eine gute Abwehr gestellt und vorne flüssig gespielt. Dann haben wir durch überhastete Anspiele selbst wieder Hektik reingebracht. Entscheidend war aber, dass wir uns auf unsere Abwehr verlassen konnten.“
Löwen kommen mehrfach heran
Auch im zweiten Durchgang zeigten die Rhein-Neckar Löwen II Moral. Die U23 kämpfte sich Schritt für Schritt zurück in die Partie und verkürzte beim 20:17 und 21:18 auf drei Tore, beim 20:18 sogar auf nur zwei Treffer. In dieser Phase war das Spiel offen, doch die Wölfe fanden jeweils die passende Antwort und verhinderten den erneuten Anschluss.
Holger Löhr ordnete den Auftritt seiner Mannschaft differenziert ein: „Es hat Spaß gemacht, vor so vielen Zuschauern zu spielen. Für unsere junge Truppe ist das etwas ganz Besonderes.“ Gleichzeitig verwies der Löwen-Coach auf die schwierigen Rahmenbedingungen: „In der Trainingswoche haben wir aufgrund der Europameisterschaft viele Spieler ins Profiteam abgestellt und konnten uns taktisch kaum vorbereiten. In solchen Situationen verlassen wir uns auf die individuelle Qualität.“
Rückstand nicht mehr aufgeholt
Trotz wechselnder Spielvarianten und hohem kämpferischem Einsatz lief die U23 dem Rückstand bis zum Ende hinterher. „Uns hat etwas die Durchschlagskraft aus dem Rückraum gefehlt, zudem hatten wir verletzungsbedingt Ausfälle“, erklärte Löhr weiter. „Die Jungs haben sich aber kämpferisch sehr gut präsentiert und sind immer wieder ins Spiel zurückgekommen. Am Ende gewinnen die Wölfe verdient.“
Wölfe Würzburg – Rhein-Neckar Löwen II 24:19 (12:10)
Wölfe Würzburg: Sebastian Klein, Marko Bogojevic – Dominik Schömig (4), Felix Karle (4), Joel Mauch (1), Steffen Kaufmann (2), Tim Bauder (7/3), Lev Szuharev (2), Tyler Grömling (1), Luis Franke (1), Alexander Merk (2), Jonas Krenz, Finn Daugs, Michel Reitemann.
Trainer: Heiko Karrer
Rhein-Neckar Löwen II: Oskar Knudsen, Luca Zapp, Maximilian Herb – Jakob Baumgärtner, Matej Alexander Simicic, Noah Oremek (2), Theo Sommer, Jan Day (1/1), Lucas Pabst (3), Elias Ciudad-Benitez (3), Matthis Krauth (2), Ádám Vincent Jòzsa (1), Artur Usatiuc (1), Jan Kraft (5), Tarik Cem Graf (1).
Trainer: Holger Löhr
Schiedsrichter: Peter Abel / Christian Herpolsheimer
Zuschauer: 2.100 (tectake Arena Würzburg)
Siebenmeter: Würzburg 3/3 – RNL 2/1
Zeitstrafen: Würzburg 2×2 Min. – RNL 2×2 Min.
Spielfilm: 0:1, 4:1, 7:2, 9:4, 11:8, 12:10 (HZ), 15:11, 17:12, 20:17, 20:18, 21:18, 22:18, 23:19, 24:19
Trainerstimmen: https://youtu.be/yrOhQdDtEWs?si=lITF23vMJ28Rstpz