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Keine Punkte in Berlin
In der Hauptstadt gibt es für die Löwen am Sonntagabend nichts zu holen. Die Badener unterliegen den Füchsen Berlin mit 28:35.
Es ist nicht das beste Spiel der Rhein-Neckar Löwen. Die Gelbhemden müssen sich den Füchsen Berlin trotz eines Zwischenspurts in Durchgang zwei mit 28:35 geschlagen geben. Zu viele Fehler unterlaufen dem Team von Cheftrainer Maik Machulla in der Auswärtspartie. Die Badener liegen bereits zur Halbzeit mit sechs Treffern zurück.
Die Löwen müssen in Berlin krankheitsbedingt auf Mathias Larson verzichten. Auch Sebastian Heymann fällt aus. Die Abwehrmaschine fehlt leicht angeschlagen mit muskulären Problemen in der Hauptstadt. Beim Aufwärmen dabei: Edwin Aspenbäck. Ein Risiko will Maik Machulla beim Schweden aber nicht eingehen. Die Gelbhemden starten dementsprechend dezimiert in das Berlin-Spiel. Auf der Platte stehen zunächst David Späth, Tim Nothdurft, Haukur Thrastarson, Dani Baijens, Lukas Sandell, Patrick Groetzki und Jannik Kohlbacher.
Rückstand zur Halbzeit: Löwen nutzen Chancen nicht
Das Heimteam geht mit Anwurf in die Partie in der Max-Schmeling-Halle. Ein Zeichen setzen, möchte in der Abwehr direkt Rückkehrer Robert Timmermeister, greift hart zu, kassiert für sein Einschreiten allerdings die Zwei-Minuten-Strafe. In Unterzahl können die Gelbhemden den ersten Angriff nicht nutzen, Mijajlo Marsenic stellt auf der Gegenseite auf 2:0. Doch kurz darauf netzen auch die Löwen erstmals ein. Dani Baijens versenkt in der dritten Spielminute das Leder in den Maschen.

In der Anfangsphase bleibt das Duell spannend. Ein sehenswerter Bodenpass von Haukur Thrastarson landet bei Jannik Kohlbacher, der das 3:3 erzielt. Erstmals etwas abreißen lässt das Machulla-Team in der 13. Spielminute. Während Mathias Gidsel David Späth überwindet, scheitert Löwen-Kreisläufer Jannik Kohlbacher an Dejan Milosavljev. Wichtig ist deshalb die erste und gleich spektakuläre Parade Späths gegen den frei auf ihn zustürmenden Tim Freihöfer – 8:5.
Beiden Teams unterlaufen in dieser Phase der Begegnung eine Reihe von technischen Fehlern. Maik Machulla zieht die Reißleine und drückt in der 16. Spielminute auf den Auszeit-Buzzer. Trotzdem tun sich die Gelbhemden auch im zweiten Abschnitt der ersten Hälfte in der Offensive schwer und finden nur wenige Lösungen gegen den amtierenden deutschen Meister.
„Wir machen zu viele Fehler. Das große Problem ist unser Angriff. Wir kommen nicht in die Lücken“, zieht Dani Baijens nach dem ersten Durchgang ein Zwischenfazit. In den Schlussminuten der Halbzeit lassen die Löwen die Füchse auf sechs Tore davonziehen. Nach 30 Spielminuten steht es in der Max-Schmeling-Halle 17:11.
Keine Punkte in Berlin
In die zweite Hälfte gehen die Badener mit Ballbesitz. Den Vorteil nutzen, können sie nicht. Das erste Tor in Halbzeit zwei gelingt Tim Freihöfer vom Siebenmeterstrich. Der Linksaußen der Füchse bleibt dort über die gesamten 60 Spielminuten sicher. Nur einen von insgesamt acht Strafwürfen verfehlt der Flügelspieler.

Für die Löwen netzt im zweiten Durchgang zuerst Haukur Thrastarson ein. Der Halbzeit-Abstand von sechs Toren bleibt bis zur Auszeit von Maik Machulla in der 40. Spielminute konstant. Danach setzen die Gelbhemden auf das Sieben-gegen-Sechs-Angriffsspiel – und es zeigt Erfolg. Nach und nach kämpfen sich die Badener zurück ins Match und auf zwei Tore an das Hauptstadt-Team heran – 25:23.
In den letzten zehn Spielminuten unterlaufen den Löwen jedoch zu viele Fehler – im Spielaufbau und vor dem Tor. Die Gelbhemden lassen Chancen liegen und scheitern immer wieder an Keeper Dejan Milosavljev. Für den Zwischenspurt kann sich das Machulla-Team letztlich nicht belohnen. Die Berliner nutzen die fahrige Schlussphase der Badener und entscheiden das Match für sich. Am Ende gewinnen die Füchse gegen die Löwen mit 35:28. „Heute tut es weh, aber wir müssen weitermachen“, blickt David Späth nach Abpfiff bereits in Richtung nächste Partie. Die Gelbhemden empfangen in genau einer Woche den Bergischen HC in der SAP Arena.
Füchse Berlin – Rhein-Neckar Löwen
Füchse: Ludwig, Milosavljev (13/1 Paraden) – Darj, Prantner, Andersson (3), Arino, Grøndahl (1), Lichtlein (4), Gidsel (8), Freihöfer (9/7), Cehte, Langhoff (4), Herburger, West av Teigum (3), Marsenic (3)
Löwen: Jensen, Späth (12/1 Paraden) – Timmermeister (1), Nothdurft (2), Plucnar, Sandell (2), Steenaerts (2), Móré, Groetzki (2), Thrastarson (6/1), Jaganjac, Baijens (5), Aspenbäck, Kohlbacher (8)
Trainer: Nicolej Krickau – Maik Machulla
Schiedsrichter: Ramesh Thiyagarajah – Suresh Thiyagarajah
Zuschauer: 9000
Strafminuten: Cehte – Timmermeister (2), Kohlbacher