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U19 zittert sich zu Big Points gegen Hagen
39:37 (23:16)-Heimsieg gegen Eintracht Hagen – Entscheidung fällt in der letzten Aktion, Junglöwen sichern sich wichtige Punkte im Endspurt.
Die U19 der Rhein-Neckar Löwen gewinnt ein intensives Heimspiel gegen den VfL Eintracht Hagen mit 39:37 (23:16) und sichert sich damit zwei enorm wichtige Punkte im Saisonendspurt der Jugend-Bundesliga. In einer Partie mit starken Phasen, aber auch deutlichen Schwankungen, musste am Ende die letzte Aktion entscheiden.

„Wir gewinnen unser Spiel gegen Hagen. Es kommt dazu, dass die letzte Situation quasi entscheidet“, ordnete U19-Coach Martin Berger nach dem Spiel ein. „Hagen nimmt die Auszeit, greift an – wir haben bei plus eins die Chance, den Ball abzufangen. Das gelingt uns und wir retten es dann über die Zeit.“
Dominante erste Halbzeit mit sieben Toren Vorsprung
Die Junglöwen starteten mit viel Energie in die Partie und setzten den Matchplan konsequent um. Über 10:6 und 19:11 erspielte sich das Team eine klare Führung und ging mit einem deutlichen 23:16 in die Pause.
„Wir haben eine gute erste Halbzeit gespielt, waren voll am Matchplan orientiert und haben richtig Gas gegeben“, so Berger. „Das hat Spaß gemacht.“
Im Angriff ragte vor allem Matej Alexander Simicic mit elf Treffern heraus. Auch Jan Day (8 Tore) und Àdàm Vincent Jòzsa (6 Tore) übernahmen Verantwortung.
Hagen dreht auf – Löwen verlieren Rhythmus
Nach dem Seitenwechsel veränderte sich das Spiel deutlich. Hagen agierte emotionaler, stellte taktisch um und kam Tor um Tor heran. Die Gäste profitierten von technischen Fehlern und fanden über das Zentrum immer wieder Lösungen.
„Wir hatten zwei Schwächephasen in der zweiten Halbzeit. Hagen hatte nichts mehr zu verlieren und greift mit viel Tempo und Emotion an. Das haben sie stark gemacht“, analysierte Berger.
Beim Stand von 31:24 schien die Partie bereits entschieden, doch Hagen kämpfte sich zurück und stellte die Löwen vor große Probleme. Die Wechseloptionen waren aufgrund personeller Engpässe stark eingeschränkt, was sich in der Schlussphase bemerkbar machte.
Entscheidung in der Schlussminute
In einer hektischen Schlussphase hatte Hagen sogar die Möglichkeit zum Ausgleich. Doch die Löwen verteidigten konsequent, fingen den entscheidenden Ball ab und brachten die knappe Führung ins Ziel.
„Den Umständen entsprechend sind das extrem wichtige zwei Punkte“, sagte Berger. „Aber die zweite Halbzeit gibt uns viele Fragen auf. Das müssen wir abschütteln.“
Mit nun 18:14 Punkten bleiben die Junglöwen voll im Rennen um Platz vier oder fünf – und damit im Kampf um die sportlichen Ziele der Saison.
Statistik
Rhein-Neckar Löwen – VfL Eintracht Hagen 39:37 (23:16)
Rhein-Neckar Löwen: Luca Zapp, Constantin Mader, Dario Bennefeld – Tarik Cem Graf (4), Matej Alexander Simicic (11), Noah Oremek (3), Levin Droll (2), Jan Day (8/1), Frederik Daniel Breithaupt (1), Matteo Kalvelage, Lars Knaus, Àdàm Vincent Jòzsa (6), Tim Löhr (1), Guy-Loup Hofbeck (1), Julian Baumhauer (2). Trainer: Martin Berger
VfL Eintracht Hagen: Liam Jonah Rohmann, Benjamin Lueg, Clemens Schweizer – Mats Heine, Jost Berghaus (9), Jannik Mielke (2), Luca Maximilian Ernst, Noah Valentin Cyris (2), Emil Flues (4), Nicolas Kruesmann, Phil Kauert (5/3), Moritz Wojtek (6), Patrick Niederdellmann, Anton Trute (9), Theo Flues. Trainer: Jan Lars Gaubatz
Schiedsrichter: Nikolai Luis / Patrick Verheyen
Zuschauer: 90 (Trainingshalle Kronau)
Siebenmeter: RNL 1/1 – VfL 4/3
Zeitstrafen: RNL 3×2 Min. – VfL 2×2 Min.