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Offensivspektakel in Kornwestheim: U23 hält lange mit

3. Liga Männer : Die U23 der Löwen liefert sich beim Tabellenführer SV Salamander Kornwestheim ein intensives und torreiches Duell, hält über weite Strecken dagegen, muss sich am Ende aber mit 37:42 (22:22) geschlagen geben.

Die U23 der Rhein-Neckar Löwen hat dem Tabellenführer SV Salamander Kornwestheim lange Paroli geboten, musste sich am Ende eines torreichen Spiels jedoch mit 37:42 (22:22) geschlagen geben. Vor 350 Zuschauern in der Sporthalle Ost entwickelte sich eine intensive und temporeiche Partie, in der die Junglöwen über weite Strecken auf Augenhöhe agierten.

Offensivspektakel in Kornwestheim: U23 hält lange mit
Trotz torreichem Offensivspektakel muss sich die U23 gegen Kornwestheim geschlagen geben.

Offene erste Halbzeit mit hohem Tempo

Die U23 erwischte einen guten Start und setzte Kornwestheim früh mit hohem Tempo unter Druck. Immer wieder fanden die Junglöwen Lösungen im Angriff und gingen mehrfach in Führung. Besonders Laurin Karrenbauer, der später verletzt vom Feld musste, Lucas Pabst und Jan Kraft sorgten für Durchschlagskraft im Rückraum.

Auch Kornwestheim blieb offensiv gefährlich und nutzte seine Chancen konsequent. So entwickelte sich eine torreiche erste Hälfte, in der sich keine Mannschaft entscheidend absetzen konnte. Beim Stand von 22:22 ging es schließlich in die Kabine.

Kornwestheims Trainer Alexander Schurr sagte nach der Partie: „Die erste Halbzeit war sicherlich nicht so, wie wir uns das vorgestellt haben. Die Löwen haben uns ganz arg gestresst mit hohem Tempo und Präzision. Wir haben extrem dagegen arbeiten müssen, um mit einem Unentschieden in die Halbzeit gehen zu können.“

Kornwestheim nutzt Vorteile in der Schlussphase

Auch nach dem Seitenwechsel blieb das Spiel zunächst eng. Die Junglöwen hielten die Partie offen und gingen erneut sogar mehrfach in Führung – zuletzt beim 29:28. Mit zunehmender Spieldauer setzte sich jedoch die größere Erfahrung und Kaderbreite der Gastgeber durch. Kornwestheim fand bessere Lösungen im Angriff und nutzte seine Chancen konsequenter.

Schurr sah darin letztlich den entscheidenden Faktor: „In der zweiten Halbzeit haben wir es besser hinbekommen. Hintenraus haben wir bei den Abschlüssen die etwas reifere Leistung gezeigt – und so ist das Zepter erst ganz am Ende auf unsere Seite geschlagen.“

Löhr: „Kaderbreite und Qualität haben den Ausschlag gegeben“

Bei der U23 machte sich in der Schlussphase vor allem die personelle Situation bemerkbar. Die Mannschaft musste ohne die U19-Spieler mit begrenzten Wechselmöglichkeiten auskommen, während Kornwestheim weiter Druck aufrechterhalten konnte.

Trainer Holger Löhr ordnete die Partie entsprechend ein: „Wir haben Kornwestheim über lange Zeit gestresst und vor Aufgaben gestellt. Am Ende haben dann sicherlich die Kaderbreite und individuelle Qualität den Ausschlag gegeben. Wir hatten keine Wechseloptionen mehr und man hat gemerkt, dass uns letztendlich die Kraft ausgeht.“

Trotz der Niederlage zeigte sich der Löwen-Coach zufrieden mit der Entwicklung seiner jungen Mannschaft: „Dennoch haben wir auch heute gesehen, dass sich die U23 körperlich wie spielerisch auf ganz hohem Niveau bewegen kann. Ich möchte meinen Jungs Respekt zollen, was sie Woche für Woche auf die Platte bringen – vor allem mit dem Hintergrund, dass wir bereits den Klassenverbleib geschafft haben und sie dennoch körperlich, emotional und kämpferisch überzeugen.“

Statistik

SV Salamander Kornwestheim – Rhein-Neckar Löwen U23 42:37 (22:22)SV Salamander Kornwestheim: Niko Henke, Jan Tinti – Lukas Reu, Toni Luithardt, Max Keil (5), Tim Zeppmeisel (1), Fabian Kugel (1), Felix Kazmeier (6/3), Christopher Tinti (3), Moritz-Lukas Lanig (2), Marco Lantella (6), Luke Kaysen (2), Jan Döll (5), Jan Kägler (2), Finn Joneleit (9). Trainer: Alexander Schurr

Rhein-Neckar Löwen U23: Oskar Knudsen, Maximilian Herb – Mark Hartmann (3), Theo Sommer (2), Lucas Pabst (7), Elias Ciudad-Benitez (5), Philipp Alt (2), Artur Usatiuc, Jan Kraft (6), Laurin Karrenbauer (9/5), Magnus Schroiff (3). Trainer: Holger LöhrSchiedsrichter: Felix Gorenflo / Frank MangoldZuschauer: 350 (Sporthalle Ost)Siebenmeter: SVK 3/3 – RNL U23 5/5Zeitstrafen: SVK 2×2 Min. – RNL U23 4×2 Min.Disqualifikationen: Moritz-Lukas Lanig (SV Kornwestheim, 11.), Mark Hartmann (RNL U23, 43.)