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„Wollen jetzt immer besser in die Saison finden“
Die Rhein-Neckar Löwen empfangen am Freitagabend die HBW Balingen-Weilstetten in Mannheim. Wie ist die Ausgangslage vor dem Heimspiel?
Nach einem vollgepackten Saisonstart hatten die Löwen jetzt erstmals ein paar Tage zum Durchatmen – wobei die zwei Punkte aus dem Auswärtsspiel beim Bergischen HC der Stimmung im Team gutgetan haben. Am Freitag steht nun die nächste Heimaufgabe ins Haus. In der SAP Arena in Mannheim empfangen die Gelbhemden um 20 Uhr, live bei DYN und im Ticker in der Löwen-App, HBW Balingen-Weilstetten. Der Aufsteiger ist stark in die Saison gestartet und keinesfalls zu unterschätzen, weshalb sich die Löwen über jeden Fan in der Halle – Tickets gibt es online und an der Abendkasse – freuen. Cheftrainer Maik Machulla ordnet den Saisonstart ein, spricht von Stärken und Schwächen im eigenen Spiel und lobt den kommenden Gegner. Was der Coach genau sagt:
Maik Machulla über..
..den Punkte-Doppelpack beim BHC: „Es ist kein Geheimnis, dass es immer gut ist, Spiele zu gewinnen. Das macht alles ein Stück weit einfacher. Trotzdem ist der Sieg beim BHC nicht mehr als zwei Punkte wert, wobei nach dem Start mit 0:4 die Atmosphäre natürlich angespannt war und die Zähler allein deshalb sehr viel wert sind. Jetzt wollen wir genau da anknüpfen und immer besser in die Saison finden. Das geht in erster Linie über Punkte, aber auch über die Art und Weise, wie wir Handball spielen. Beim BHC haben wir viel richtig gemacht. Wir haben in der ersten Halbzeit sehr gut verteidigt, nur im Angriff leider ein paar Fehler zu viel gemacht, sodass wir in der ersten wie auch in der zweiten Halbzeit unseren Vorsprung nicht ausbauen beziehungsweise später nicht halten konnten.“

„Wollen jetzt immer besser in die Saison finden“
..den Saisonstart: „Von den Ergebnissen sind wir nicht da, wo wir sein wollen. Da hätten wir schon gerne zwei Punkte mehr gehabt. Spielerisch sieht das über weite Phase aber schon gut aus. Dass wir beispielsweise im Spiel beim BHC in der ersten Halbzeit achtmal frei vor Rudeck stehen, das ist ja auch ein Verdienst, weil wir davor relativ viel richtig machen. In der Abwehr haben wir unsere Gegner in schwierige Situationen gezwungen. Sie mussten richtig arbeiten. Was uns noch fehlt, ist mehr Profit aus unseren starken Phasen zu ziehen. Klar ist aber auch, dass wir auf lange Sicht mehr Konstanz innerhalb eines Spiels zeigen müssen.“
..die Verantwortung von Dani Baijens: „Ich nehme Dani sehr viel in die Verantwortung, das ist klar. Er soll das Spiel steuern. Deshalb darf Dani dann aber in entscheidenden Momenten auch das Tempo bestimmen. Er ist der Kopf der Mannschaft, ein Taktgeber und ein Spieler, der eine solche Verantwortung tragen kann und möchte.“
..die HBW Balingen-Weilstetten: „Durch den starken Start hat Balingen nicht nur die Aufstiegseuphorie, sondern auch das gute Gefühl von vier Punkten auf der Habenseite. Gegen Magdeburg wäre darüber hinaus ein Sieg auch nicht unverdient gewesen. Die HBW zeigt ganz deutlich, was seine Stärken sind: Emotionalität, Bereitschaft, in jeden Zweikampf zu gehen und alles zu investieren, sich maximal in der Abwehr und im Angriff zu unterstützen. Das haben sie in den bisherigen Spielen außergewöhnlich gut hinbekommen und die Gegner dementsprechend vor große Herausforderungen gestellt. Die Torwartleistung hat außerdem noch gepasst. Von daher wird das am Freitag eine schwierige Aufgabe für uns.“
Machulla über rechten Rückraum: „Ergänzen sich sehr gut“

..das Duo Kohlbacher/Seesing: „Wir wollen Aron nach und nach ins Angriffsspiel integrieren. Er macht gerade einen wirklich guten Job in der Abwehr. Punktuell laufen wir die zweite Welle schon mit zwei Kreisläufern, um den Gegner nochmal vor eine andere Aufgabe zu stellen. Kohli muss dann auch nicht mehr wie in der vergangenen Saison in jedem Spiel über volle 60 Minuten gehen, weil wir sonst Aron auch nicht gerecht werden. Er hat nach vorne richtig viel Potenzial, das wollen wir natürlich auch nutzen – Schritt für Schritt. Unser Angriffssystem ist komplex, mit vielen Kreisläuferstellungen, die sich immer wieder unterscheiden. Das hat Kohli komplett verinnerlicht, Aron arbeitet sich da jetzt nach und nach rein.“
..Edwin Aspenbäck und Jacob Lassen: „Sie ergänzen sich sehr, sehr gut mit ihren unterschiedlichen Stärken. Eigentlich dachte ich ursprünglich mal, dass Eddie und Jacob einen ähnlichen Spielstil haben, aber jetzt, im direkten Vergleich, unterscheiden sie sich schon deutlich. Während der eine mit einer unfassbaren Dynamik kommt, löst der andere Situationen vor allem spielerisch auf höchstem Niveau. Da können wir immer individuell entscheiden, was wir gerade brauchen. Das ist super für die Mannschaft.“