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„Großes Selbstvertrauen“ – Löwen mit breiter Brust gegen Lemgo


It’s Fun Friday! Die Rhein-Neckar Löwen empfangen den TBV Lemgo Lippe am Freitagabend in der SAP Arena in Mannheim.

Nach dem Auswärtssieg bei GWD Minden sind die Löwen mit Schwung in die Heimspielwoche gestartet. Am Freitag trifft die Mannschaft von Cheftrainer Maik Machulla in der SAP Arena auf den TBV Lemgo Lippe. Anpfiff in der Löwenhöhle ist um 20 Uhr, live bei DYN und im Ticker in der Löwen-App (das Gewinnspiel läuft noch bis einschließlich morgen). Karten gibt es noch im Ticketshop – mit dem Fun Friday-Angebot für fünf Euro. Der Coach der Badener wirft einen Blick auf die anstehende Aufgabe, verteilt Lob, doch am Ende darf die Kampfansage natürlich nicht fehlen. 

Maik Machulla über..

Maik Machulla: „Über 60 Minuten an den Plan halten“

..den Löwen-Auftritt in Minden: „Mit den zwei Punkten sind wir maximal happy. Wir konnten in der ersten Halbzeit im Gegensatz zu anderen Partien die Belastung früh verteilen, sodass wir hintenraus ein bisschen mehr Kraft hatten. Das hat gut funktioniert. Ich finde, dass wir Minden generell gut im Griff hatten. Die Phase, wo wir acht Tore Vorsprung hatten und diesen auf vier Tore haben schmelzen lassen, hat mir aber gar nicht gefallen. Das kann vor allem auswärts, wenn die Halle kommt, die Nervosität steigt und die Lockerheit verloren geht, schnell schiefgehen. Solche Phasen haben wir immer wieder im Spiel, wo wir die letzte Konsequenz vermissen lassen. Das ist eine Konzentrationssache. Wir halten uns dann nicht mehr an den Plan. Im Angriff hat dann plötzlich jeder eine eigene Idee und das geht in der Regel in die Hose. Da müssen wir uns möglichst schnell dahingehend entwickeln, uns über 60 Minuten an den Plan zu halten, den wir besprochen haben.“

..die Trainingswoche: „Von der Stimmung und der Energie war die Trainingswoche sehr gut, weil es natürlich immer einfacher ist, mit einem Sieg im Rücken die neue Aufgabe in Angriff zu nehmen. Wir haben direkt am Montag damit angefangen, uns auf den TBV Lemgo vorzubereiten. 

..das Personal: „Halil ist im Training. Er hat die ganze Woche mittrainiert und steht gegen Lemgo wieder im Kader. Dafür rutscht Elias raus. Wir gehen also mit dem gewohnten 16er-Kader ins Spiel.“

„Großes Selbstvertrauen“ – Löwen mit breiter Brust gegen Lemgo

Hinspiel der Rhein-Neckar Löwen in Lemgo.
Das Hinspiel in Lemgo endete mit einer 22:25-Niederlage für die Löwen.

..den TBV Lemgo Lippe: „Die Mannschaft spielt einen richtig guten Handball, macht wenige Fehler. Der TBV ist für mich ein Paradebeispiel dafür, wie ein Team spielen kann, das sehr gut in die Saison startet, die Brust mit jedem Spiel breiter wird und einfach das Selbstvertrauen von Partie zu Partie steigt. Lemgo hat in dieser Saison vier Spiele mit einem Tor und ein weiteres mit zwei Treffern Vorsprung gewonnen. Das heißt, fünf Spiele waren sehr eng, aber alle hat Lemgo für sich entschieden. Das sind zehn Punkte, die sie auf ihrem Konto haben, weil sie gefestigt sind und enge Begegnungen gewinnen. Dann ist man natürlich auf einer Erfolgswelle unterwegs, hat die passende Einstellung, die Spielfreude und das Selbstvertrauen. Zudem ist die Mannschaft zusammen mit dem Trainer in einem ruhigen Umfeld gewachsen. Sie haben ein Spielverständnis entwickelt und das passende Gefühl. Das ist das, wo wir irgendwann auch hinwollen. Nichtsdestotrotz spielen wir zu Hause, haben ebenfalls großes Selbstvertrauen und haben in den vergangenen Wochen und Monaten viele Sachen gut gemacht, sodass wir natürlich mutig genug sind, dieses Match mit dem Willen anzugehen, unbedingt gewinnen zu wollen. Das ist doch klar!“ 

..das Hinspiel: „Der Blick zurück auf die Partie in Lemgo, muss ich ehrlicherweise sagen, tut schon etwas weh. Es war eines der wenigen Spiele, wo wir vom Ergebnis her weit hinterhergelaufen sind. Wir sind dort unfassbar fahrlässig mit unseren Möglichkeiten umgegangen. Lemgo ist dann eine Mannschaft, die solche Fehler bestraft und darüber hinaus im Angriff extrem geduldig spielt. Wenn ich mir jetzt die Analyse von diesem Spiel anschaue, finde ich, dass wir uns vom Tempo, von der Ballsicherheit, vom Timing und von den Abläufen ganz deutlich gesteigert haben. Wir investieren mehr, um eine Torchance herauszuspielen, als noch in den ersten Wochen. Damals haben wir versucht, mit der ersten Aktion erfolgreich zu sein, jetzt spielen wir wirklich Handball miteinander.“ 

Edwin Aspenbäck im Löwen-Trikot
Edwin Aspenbäck zeigt bei den Löwen eine starke Entwicklung.

..die Entwicklung von Edwin Aspenbäck: „Ich hatte das Vergnügen, mit Aalborg zweimal gegen Eddie zu spielen, als er für Holstebro auf der Platte stand. Da hat er uns wirklich schon große Probleme gemacht mit seiner Einstellung Richtung Tor. Das hat mir gefallen. Natürlich ist die deutsche Liga nochmal etwas anderes. Dass er sich so schnell darauf einstellen konnte, ist super. Insgesamt ist die ganze Integration von Eddie, nicht nur in unserem Spiel, sondern allgemein – mit der Sprache, dem Wohlfühlen weit weg von zu Hause – beeindruckend. Das ist ihm schnell gelungen. Dazu gehört aber auch, dass er ein ganz offener Typ ist, der sich integrieren möchte, der sich wohlfühlen und ein Mehrwert für die Mannschaft sein will. Das sehe ich in jedem Training. Es macht riesigen Spaß, mit ihm zu arbeiten. Und Eddie ist noch lange nicht fertig. Er hat noch sehr viele Möglichkeiten, ist gerade erst am Anfang. Ich glaube, er weiß manchmal gar nicht, welches Potenzial in ihm schlummert.“