Veröffentlichung:

Gute Anfangsphase bleibt unbelohnt

In der 1. Liga Süd der Jugendbundesliga muss sich die Rhein-Neckar Löwen U19 dem TSV Bayer Dormagen mit 32:39 (14:18) geschlagen geben.

Die U19 der Junglöwen hat im Heimspiel gegen den TSV Bayer Dormagen die erste Niederlage hinnehmen müssen. Dabei startete die Mannschaft von Trainer Martin Berger gut in die Partie, erspielte sich früh Vorteile und führte nach knapp zehn Minuten mit 8:5. Auch beim 11:9 lagen die Löwen noch vorne und hatten mehrfach die Möglichkeit, sich deutlicher abzusetzen.

„Aus unserer guten Startphase ziehen wir zu wenig Kapital“, bilanzierte Berger. Zu häufig standen sich seine Spieler anschließend selbst im Weg. Falsche Wurfentscheidungen und teilweise überhastete Abschlüsse ermöglichten es Dormagens Torhüter Emil Klein, wichtige Bälle zu parieren und seine Mannschaft ins Tempospiel zu bringen. Dazu kamen Zeitstrafen, die den Rhythmus der Junglöwen zusätzlich störten.

Dormagen dreht die Partie

U19 verliert Führung kurz vor der Pause.

Ab dem 11:9 kippte das Spiel. Dormagen erzielte fünf Treffer in Folge und machte aus dem Rückstand eine 14:11-Führung. Zur Pause lagen die Gäste mit 18:14 vorne. Auch nach dem Seitenwechsel erwischte Dormagen den besseren Start und setzte sich zunächst auf 20:14 und wenig später auf 23:16 ab.

„Kurz vor der Pause und kurz nach der Pause kippt das Momentum total. Das ist die Phase, die uns das Spiel kostet“, erklärte Berger. Wie erwartet suchten die Gäste konsequent die Eins-gegen-eins-Situationen. Die Junglöwen mussten zahlreiche Zweikämpfe führen, konnten diese aber nicht konstant genug für sich entscheiden.

Mehr Verantwortung nach Days Ausfall

Im weiteren Verlauf kam der Ausfall von Jan Day hinzu. Dadurch waren Tarik Graf und Julian Steinert im Rückraum noch stärker gefordert und mussten zusätzliche Verantwortung übernehmen. Moritz Müller und Manuel Finneiß versuchten ebenfalls, die entstandene Lücke aufzufangen und machten ihre Sache nach Einschätzung ihres Trainers ordentlich.

Unterstützung kam zudem aus der B-Jugend. Noah Rieth erhielt Einsatzzeit und überzeugte insbesondere mit seiner Arbeit in der Abwehr. Trotz des personellen Engpasses hielten die Junglöwen dagegen, konnten Dormagen aber nicht mehr entscheidend unter Druck setzen.

Zu wenig Konsequenz im Abschluss

U19 muss sich gegen Dormagen geschlagen geben.

Ein weiterer Faktor war die Chancenverwertung. Gerade dann, wenn die Löwen den Ball gegen die kompakte Dormagener Defensive bis auf die Außenpositionen spielen konnten, blieb die Abschlussquote zu niedrig. Die Gäste agierten dagegen konsequenter und brachten ihren Vorsprung letztlich sicher ins Ziel.

„Wir verlieren das Spiel gegen Dormagen am Ende verdient. Wir hatten viele gute Momente, aber insgesamt war das von unserer Seite zu wenig. Dormagen war sehr konsequent“, fasste Berger zusammen.

Bereits am Freitag wartet die nächste Aufgabe. Am 25. September gastiert die Rhein-Neckar Löwen U19 um 18 Uhr beim SC DHfK Leipzig in der Kleinen Arena Leipzig. Das nächste Heimspiel folgt am Samstag, 10. Oktober, um 16:30 Uhr in der Trainingshalle Kronau gegen JANO Filder.

Rhein-Neckar Löwen U19: Eric Susemichel, Constantin Mader – Julian Steinert (5), Nick Hirning, Tarik Cem Graf (5/1), Fabio De Marco, Manuel Finneiß (2), Noah Oremek (6), Levin Droll (3), Jan Day (8/5), Moritz Müller (1), Tim Löhr (1), Elias Alexander Bukaty, Noah Gonzalez Doblado, Noah Rieth, Patrick Ehrgott (1) – Trainer: Martin Berger

TSV Bayer Dormagen: Jesper Bender, Emil Klein – Mark Almendinger (3), Jannis Lidolt (4), Nick Srugies (1), Hessel Geskes, Tim Loske, Damian Deist, Michael Erik Scheier (7), Luka Kersten (6), Sören Petersen (9/6), Jannic Marcus (4), Piet Hahn (4), Jayden Ishiaku (1), Kick Vlek – Trainer: André Nicklas

Schiedsrichter: Levin Wanders / Georgios Dalampakis (Leinfelden-Echterdingen/Leinfelden-Echterdingen)
Zuschauer: 200 (Trainingshalle Kronau)
Siebenmeter: RNL 7/6 – TSV 8/6
Zeitstrafen: RNL 6 – TSV 2