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Löwen kämpfen sich in 2. Pokalrunde
Die Rhein-Neckar Löwen gewinnen das Pokal-Duell beim SV Salamander Kornwestheim mit 33:29 und stehen in der zweiten Runde des DHB-Pokals.
Seit Wochen haben sich die Löwen genau auf diesen Moment vorbereitet – das erste Pflichtspiel der neuen Saison. Im DHB-Pokal treffen die Badener auf den SV Salamander Kornwestheim. Obwohl die Gelbhemden gegen den Drittligisten als Favorit ins Spiel gehen, machte Cheftrainer Maik Machulla vor der Partie deutlich: „Wir werden den Gegner auf gar keinen Fall unterschätzen.“ Dass die „Lurchis“ ein ernstzunehmender Kontrahent sind, machen sie von Beginn an klar. Während die Löwen mit einigen unsauberen Aktionen in das Pokal-Duell starten, präsentiert sich der Drittligameister der Staffel Süd aus der Vorsaison treffsicher und geht in Führung – aber alles der Reihe nach.
Löwen im DHB-Pokal beim SV Salamander Kornwestheim gefordert
Auf die Platte schickt der Löwen-Coach zu Beginn der ersten Halbzeit Tim Nothdurft und Marius Steinhauser auf den Außenpositionen, Haukur Thrastarson, Dani Baijens und Edwin Aspenbäck im Rückraum sowie Aron Seesing am Kreis und David Späth im Kasten. Mit Anwurf und Ballbesitz geht die Spielzeit 2026/27 für die Machulla-Mannschaft in der Sporthalle Ost los. Zwar lassen die Löwen den ersten Angriff noch liegen und müssen im Gegenzug einen Treffer durch Tim Zeppmeisel hinnehmen, doch kurz darauf bringt Edwin Aspenbäck, der die ersten drei Treffer für die Gelbhemden erzielt, die Löwen auf die Anzeigetafel.

Trotz der durchaus überzeugenden Abschlüsse des Schweden gehören die Anfangsminuten der Heimmannschaft. Das Team von Trainer Alexander Schurr führt bis zur zwölften Minute. Erst dann gelingt es den Löwen, besser in die Partie zu kommen. Aron Seesing gleicht zunächst zum 6:6-Unentschieden aus und tritt daraufhin auch in der Abwehr in Erscheinung. Der junge Kreisläufer schnappt Kornwestheim den Ball weg, leitet an Haukur Thrastarson weiter, der auf Höhe der Mittellinie Marius Steinhauser findet. Mit Tempo geht es nach vorne. Der Rechtsaußen gibt an Aspenbäck weiter, der zur ersten Führung für Gelb einnetzt – 6:7.
Nach Rückstand: Drei-Tore-Führung zur Halbzeit
Abschütteln lassen sich die „Lurchis“ allerdings nicht. Es entwickelt sich ein enges Kopf-an-Kopf-Rennen mit weiteren Führungswechseln. Wie Haukur Thrasatson für die Badener bleibt auch Felix Kazmeier für den SV Salamander Kornwestheim fehlerfrei vom Siebenmeterstrich. Erst in der 21. Minute gelingt es den Gelbhemden, durch Aron Seesing auf einen Zwei-Tore-Vorsprung zu stellen. Weil es die Löwen aber nicht schaffen, die Führung auszubauen, nimmt Maik Machulla wenige Minuten vor dem Erklingen der Pausensirene seine erste Auszeit und stellt sein Team auf die Schlussminuten der ersten Halbzeit ein.
Die Löwen schaffen es daraufhin durch Tim Nothdurft, der per sehenswertem Bodenpass von Jacob Lassen in Szene gesetzt wird, in der 29. Spielminute die erste Drei-Tore-Führung (14:17) herzustellen. Zwar legt Felix Kazmeier eine halbe Minute vor Ende des ersten Durchgangs noch einmal für Kornwestheim nach und verkürzt auf 15:17, doch nach einem Check an Kentin Mahé nutzen die Löwen die verbleibenden sechs Sekunden auf der Uhr perfekt aus und gehen dank eines Treffers von Tim Nothdurft mit einem Zwischenstand von 15:18 in die Kabine.
Starker Start in Halbzeit zwei
Im zweiten Durchgang variiert der Löwen-Coach die Aufstellung leicht. Jannik Kohlbacher rückt für Aron Seesing aufs Spielfeld, Niclas Mierzwa ersetzt Tim Nothdurft. Nach zwischenzeitlichen Wechseln in Hälfte eins im Rückraum beginnen die Löwen die zweiten 30 Minuten wieder mit Haukur Thrastarson, Dani Baijens und Edwin Aspenbäck als Rückraum-Trio.

Eröffnet wird die zweite Halbzeit vom Heimteam. Den Anwurf nutzt die Schurr-Mannschaft in Person von Jan Reusch aus – 16:18. Doch auch die Löwen legen direkt ein Tor nach. Jannik Kohlbacher erzielt seinen ersten Pflichtspiel-Treffer der Saison und leitet damit einen Löwen-Lauf ein. Die Flügelzange der Badener schlägt zu. Zwei Tore von Niclas Mierzwa und ein Treffer von Marius Steinhauser bringen die Gelbhemden mit sechs Toren in Führung – 16:22 nach 35 Minuten.
Löwen kämpfen sich in zweite Pokalrunde
Erscheint das Ergebnis zu diesem Zeitpunkt erstmals komfortabler für die Löwen, lässt die Machulla-Mannschaft die „Lurchis“ allerdings zurück ins Match. Von einem 20:26 arbeitet sich das Team von Alexander Schurr innerhalb von drei Minuten auf drei Tore an die Gelbhemden heran. Eine Viertelstunde vor Schluss steht es nur noch 23:26, weshalb sich der Löwen-Coach gezwungen sieht, ein weiteres Mal einzugreifen. Einmal mehr ist es anschließend Niclas Mierzwa, der für die Löwen trifft und damit Kornwestheim auf Abstand hält. Der junge Schweizer erzielt in der 49. und 50. Minute die Tore 28 und 29 auf Löwen-Seite.
Es bleibt bis zum Ende der Partie ein spannender Schlagabtausch, weil sich der Drittligist immer wieder zurückkämpft. Ins Löwen-Spiel schleichen sich beim Pflichtspielstart noch einige Fehler zu viel ein, weshalb der Fünf-Tore-Vorsprung in den Schlussminuten auf vier zusammenschmilzt. Nichtsdestotrotz steht am Ende des Pokal-Duells ein Sieg für die Mannschaft aus der Rhein-Neckar-Region. Mit einem 33:29-Erfolg ziehen die Löwen in die zweite Runde des DHB-Pokals ein – mit Potenzial, sich in den ersten Liga-Spielen der Saison weiter einzuspielen und zu steigern. Zunächst steht für die Gelbhemden am Sonntag, 30. August, das Auftaktmatch bei der TSV Hannover-Burgdorf an. Drei Tage später empfangen die Badener in der SAP Arena den VfL Gummersbach. Anwurf in der Löwenhöhle ist dann um 20 Uhr.
Kornwestheim: Eibert, Tinti (9 Paraden) – Reu, Reusch (1), Luithardt, Keil (1), Zeppmeisel (3), Kazmeier (8/2), Tinti (1), Lanig (5), Lantella (2), Kaysen (1), Döll (1), Kägler, Bahmann, Joneleit (6)
Löwen: Jensen, Späth (11 Paraden) – Timmermeister (1), Nothdurft (2), Lassen (1), Mierzwa (6), Steenaerts, Steinhauser (3), Seesing (3), Thrastarson (6/2), Mahé , Ciudad Benitez, Jaganjac, Baijens (3), Aspenbäck (6), Kohlbacher (2)
Trainer: Alexander Schurr – Maik Machulla
Schiedsrichter: Tanja Kuttler – Maike Merz
Zuschauer: 700
Strafminuten: Kazmeier, Joneleit – Nothdurft, Lassen, Kohlbacher