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Löwen verlieren hitzige Partie in Göppingen

Die Rhein-Neckar Löwen liefern sich ein hitziges Duell mit Frisch Auf! Göppingen. Am Ende der Auswärtspartie steht eine knappe 30:32-Niederlage. 

Die Löwen stehen am Donnerstagabend in der EWS Arena in Göppingen auf der Platte. Im Derby zeigen die Badener ihr Kämpferherz, stehen sich jedoch auch wieder ein Stück weit selbst im Weg. Am Ende der Partie müssen die Gelbhemden die Heimreise ohne Punkte antreten. 

Maik Machulla geht das Derby mit einer leicht veränderten Startsieben an. Nach starken Kurzeinsätzen in den vergangenen Wochen darf in Göppingen Mike Jensen von Beginn an zwischen den Pfosten ran. Abgesehen vom Torwarttausch zeigt sich ein bekanntes Bild auf der Platte. Auf Linksaußen beginnt Tim Nothdurft. Im Rückraum gehen Haukur Thrastarson, Dani Baijens und Edwin Aspenbäck auf Torjagd. Die Rechtsaußenposition besetzt Kapitän Patrick Groetzki. Am Kreis beginnt Jannik Kohlbacher. 

Nach Stotterstart: Löwen legen in 1. Halbzeit Aufholjagd hin

Mit einem Stotterstart beginnen die Löwen das hart umkämpfte Derby in der Hölle Süd. Trotz Anwurf der Gelbhemden geht die Heimmannschaft mit 1:0 in Führung. Victor Klöve gelingt der erste Treffer in der Partie. Als es der Göppinger kurz darauf erneut versucht, scheitert er jedoch an Mike Jensen. Der Hüne verhindert den frühen 0:2-Rückstand. Stattdessen trifft Haukur Thrastarson auf der Gegenseite zum 1:1-Ausgleich. 

Löwen verlieren in Göppingen
Im ersten Durchgang starten die Löwen eine Aufholjagd.

Das Spiel beherrscht in den Anfangsminuten Frisch Auf!, vor allem weil sich die Löwen in der Offensive nur wenige klare Chancen erarbeiten können und den ein oder anderen Fehler zu viel erlauben. Die Klarheit im Spiel, die Maik Machulla vor der Partie als Ziel ausgegeben hat, fehlt zu diesem Zeitpunkt noch etwas. Nach einem erfolgreichen Göppinger Gegenstoß durch Marcel Schiller, der im Derby starke zehn Tore erzielt – allein acht vom Siebenmeterstrich–, stellt in der 11. Spielminute auf 8:4. Der Löwen-Coach nimmt seine erste Auszeit – und die soll Wirkung zeigen. 

Während die Angriffe danach zu klareren Möglichkeiten und dementsprechend zu mehr Toren in der Offensive führen, tritt die Abwehr kompakter auf und macht es der Mannschaft von Ben Matschke deutlich schwerer, zu treffen. In der 25. Spielminute ist es dann so weit: Die Badener gleichen erstmals nach dem 3:3-Unentschieden in der fünften Spielminute aus. Haukur Thrastarson netzt zum 11:11 ein. 

Die Schlussminuten des ersten Durchgangs haben es in sich. Schnell geht es hin und her. Auf beiden Seiten fallen die Buden. Allein in der 30. Spielminute klingelt es vier Mal – durch Lukas Sandell und Jannik Kohlbacher auf Löwen – sowie durch Marcel Schiller und Ludvig Jurmala Aström auf Göppinger Seite. Mit einer hauchdünnen 15:14-Führung, die das Matschke-Team mit dem Erklingen der Pausensirene erzielt, geht es für die beiden Mannschaften in die Kabinen. 

Löwen verlieren hitzige Partie in Göppingen

Wie bereits in Halbzeit eins kommt das Frisch Auf!-Spiel zu Beginn besser ins Rollen. Das Heimteam nutzt den Anwurf, stellt direkt auf 16:14 und kann kurz darauf nach einer Buchele-Parade gegen Tim Nothdurft den Vorsprung auf 17:14 vergrößern. Maik Machulla zieht daraufhin schnell seine zweite Auszeit. Der Coach macht klar: Jetzt heißt es kämpfen. 

Löwen verlieren in Göppingen
Der Rückstand ist zu groß. Die Löwen verlieren eine hitzige Partie in Göppingen.

Angespornt kehren die Löwen auf das Spielfeld zurück, können den Rückstand zunächst jedoch nicht verkleinern. In der 41. Spielminute kommt David Späth für Mike Jensen ins Match, um der Partie einen weiteren Impuls zu geben. Ins Match fügt sich der Schlussmann stark ein, pariert erstmals gegen Marcel Schiller vom Siebenmeterstrich. Auch dank weiterer Paraden des Keepers verkürzen die Badener von einem Fünf-Tore-Rückstand auf drei Treffer und haben die Chance, auf zwei Tore heranzukommen – nutzen diese aber nicht. 

Bis zum Ende kämpft das Machulla-Team, spielt sich im Endeffekt auf zwei Tore heran, kann den entstandenen Rückstand allerdings nicht mehr komplett eliminieren. Die Partie in der EWS Arena endet mit einer 30:32-Niederlage für die Badener. „Wir stehen uns selbst im Weg. Wir haben in jeder Halbzeit rund zehn Minuten, wo wir nicht den Zugriff kriegen und zu viele Fehler machen, uns nicht an den Plan halten“, hadert Maik Machulla. Gleichzeitig stärkt der Coach seiner Mannschaft aber den Rücken: „Jeder will, das sehe ich im Training. Die Bundesliga ist hart. Jeder Punkt ist hart umkämpft.“ 

Für die Löwen geht es am 1. Mai mit einem echten Feiertagsspiel weiter. Die Gelbhemden empfangen die MT Melsungen in der SAP Arena. Anpfiff in Mannheim ist um 19 Uhr. 

Göppingen: Buchele (8 Paraden), Sæverås (2 Paraden) – Neudeck, ten Velde (4), Klöve (3), Goßner, Persson (5), Pregler, Schiller (10/8),  Jurmala Aström (1), Sunnefeldt (2), Lastro (2), Gislason (1), Newel (3), Hanne, Schmidt (1)

Löwen: Jensen (7 Paraden), Späth (5/1 Paraden) – Larson, Timmermeister (1), Nothdurft (3), Plucnar, Sandell (2), Heymann, Steenaerts (2), Móré, Groetzki (3), Thrastarson (11), Ciudad Benitez, Baijens, Aspenbäck (4), Kohlbacher (4)

Trainer: Ben Matschke – Maik Machulla 

Schiedsrichter: Tanja Kuttler – Maike Merz 

Zuschauer: 5200

Strafminuten: ten Velde, Gislason  – Plucnar, Groetzki, Thrastarson, Baijens, Kohlbacher