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Steini’s back home

Er kennt die Region, den Verein und das Löwen-Trikot wie seine Westentasche. Nach einem Zwischenspiel in Flensburg und Hannover ist Marius Steinhauser zurück in der Rhein-Neckar-Region, wo seine Karriere begann.

Dass Marius Steinhauser ab sofort wieder das Trikot der Rhein-Neckar Löwen trägt, ist mehr als nur ein Transfer. Es ist die Rückkehr eines Spielers, der in der Region groß geworden ist, bei den Löwen den Sprung in die Bundesliga schaffte und nun mit reichlich gewonnener Erfahrung zurück zu Hause ist.

Marius Steinhauser mit einem Fan.
Steini ist zurück an alter Wirkungsstätte.

Geboren wurde Steinhauser 1993 in Karlsruhe, aufgewachsen ist er im nordbadischen Rot – nur wenige Kilometer von der heutigen Löwen-Heimat entfernt. Seine ersten handballerischen Schritte machte er beim TSV Rot, ehe er zur HG Oftersheim/Schwetzingen wechselte und dort schnell zu den auffälligsten Nachwuchsspielern seines Jahrgangs avancierte. Mit beeindruckenden 241 Treffern sicherte er sich 2012 in der A-Jugend-Bundesliga die Torjägerkrone und spielte sich damit endgültig auf den Radar der Rhein-Neckar Löwen.

Bei den Löwen: Steinhauser wird Bundesliga-Profi

Kein Wunder, dass im selben Jahr noch der Schritt zu den Löwen folgte. Damit startete eine Profilaufbahn, die alles andere als geradlinig verlief. Gleich zu Beginn seiner Löwen-Zeit musste Steinhauser zwei schwere Kreuzbandverletzungen verkraften. Rückschläge, die viele Karrieren nachhaltig verändert hätten. Doch der Rechtsaußen kämpfte sich zurück, arbeitete sich Stück für Stück heran und entwickelte sich zum Bundesliga-Spieler.

Mit den Löwen gewann Steinhauser zweimal die Deutsche Meisterschaft (2016, 2017) und feierte auch auf internationaler Ebene einen großen Erfolg. Im gelben Trikot holte er 2013 mit den Badenern den EHF-Cup. Das Kunststück der doppelten Meisterschaft wiederholte der Rechtsaußen im Trikot der SG Flensburg-Handewitt (2018, 2019) mit seinem damaligen Cheftrainer Maik Machulla. 

Von Flensburg führte der Weg des 33-Jährigen 2022 zur TSV Hannover-Burgdorf. In der niedersächsischen Landeshauptstadt entwickelte sich Steinhauser nicht nur sportlich weiter, sondern übernahm zusätzlich Verantwortung innerhalb der Mannschaft – zuletzt führte er die Recken sogar als Kapitän aufs Feld.

Marius Steinhauser im Test gegen HC Kriens-Luzern.
Steini jubelt wieder im gelben Trikot.

Erfahrung, Führungsqualität und Tore

Heute trägt ein anderer Steini das Löwen-Trikot als jener junge Rechtsaußen von 2012. Steinhauser blickt auf mehr als ein Jahrzehnt Bundesliga-Erfahrung zurück und vereint darüber hinaus Führungsqualität und enorme Konstanz, was ihn zu einem absoluten Gewinn für die Badener macht.

Dass seine Rolle weit über Tore hinausgeht, zeigte er besonders in Hannover. Der Rechtsaußen gilt als Führungsspieler, Kommunikator und emotionaler Antreiber – Eigenschaften, die er nun wieder in der Mannheimer SAP Arena auf der Platte unter Beweis stellen kann.

Sportlich gehört Steinhauser weiterhin zu den konstantesten Außenspielern der Bundesliga. In seiner letzten Saison in Hannover knackte er erneut die Marke von 100 Saisontoren und bewies einmal mehr seine Qualitäten im Abschluss sowie seine Verlässlichkeit von der Siebenmeterlinie.

„Wir haben gemeinsam Großes erreicht – und jetzt sehen wir uns in seiner Heimat wieder. Ich freue mich total auf die Zusammenarbeit mit Steini. Er ist ein Vollprofi, der immer ans Team denkt, mitzieht und vorangeht. Zusammen können wir hier etwas aufbauen“, sagte Löwen-Trainer Maik Machulla bei der Verpflichtung. „Marius kennt den Verein, die Region und weiß genau, was es bedeutet, für die Rhein-Neckar Löwen zu spielen.“

Wenn sich ein Kreis schließt

Die Rückkehr nach Mannheim ist für Steinhauser weit mehr als ein bloßer Vereinswechsel. Es ist die Rückkehr in die Heimat – sportlich und persönlich.

Der Junge aus der Region, der einst bei den Löwen den Sprung in die Bundesliga schaffte, ist als erfahrener Führungsspieler zurück. Mit Titeln, Verantwortung und vielen Bundesliga-Jahren im Gepäck. Oder, um es einfacher zu sagen: Herzlich willkommen zu Hause, Steini!