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„Unser Ding machen“ – Löwen heiß auf Derby in Göppingen
Für die Rhein-Neckar Löwen steht eine Derby-Woche auf dem Programm. Die Badener sind am Donnerstag auswärts in Göppingen gefordert.
Es ist Derby-Time! Die Rhein-Neckar Löwen reisen am Donnerstag nach Göppingen. Das klare Ziel: zwei Punkte einfahren und den Derby-Sieg mit nach Hause nehmen. Anwurf in der EWS Arena in Göppingen ist um 19 Uhr, live bei Dyn und im Ticker in der Löwen-App.
Einfach wird die Aufgabe bei Grün-Weiß allerdings nicht, denn Frisch Auf! präsentiert sich in den vergangenen Wochen in bestechender Form. Auswärtssiege in Lemgo und Leipzig stehen genauso wie ein Heimerfolg gegen den HC Erlangen auf der Habenseite der Göppinger. Dem SC Magdeburg bot das Team von Trainer Ben Matschke Anfang April außerdem lange einen Kampf auf Augenhöhe. Wie sich die Löwen auf das HBL-Duell vorbereiten und was Cheftrainer Maik Machulla über den anstehenden Gegner denkt – hier gibt es alle Infos.
Maik Machulla über..
..die pflichtspielfreien Tage: „Wir hatten ein freies Wochenende. Das tat allen gut. Nach unserem Training am Freitagmittag haben wir uns am Montagmorgen wiedergetroffen. Nach einem freien Wochenende ist es häufig so, dass man als Trainer die Zähne etwas zusammenbeißen muss, weil die Konzentration oft noch nicht zu 100 Prozent da und deshalb die Fehlerquote relativ hoch ist, aber die Jungs haben ein absolut konzentriertes Training geliefert. Sie waren fokussiert und energiegeladen. Heute die Einheit hat meinen Eindruck, dass sich die Jungs gut erholt haben, bestätigt. Daher gehe ich davon aus, dass wir morgen ein gutes Abschlusstraining haben werden und mit vollem Fokus und fit, das schwere Spiel in Göppingen angehen und hoffentlich erfolgreich bestreiten werden.“

..die Derby-Vorbereitung: „Wir haben viel miteinander gesprochen. Dabei hat sich wieder herauskristallisiert, dass wir uns einfach mehr für unseren betriebenen Aufwand belohnen müssen. Da wir viel Zeit hatten, haben wir einige Videoeinheiten gemacht. Wir haben uns das Flensburg-Spiel im Detail angeschaut, um uns bildlich vor Augen zu führen, was wir gut gemacht und was wir nicht so gut umgesetzt haben. Wo sind wir beispielsweise ein bisschen zu wild im Spiel geworden? Das haben wir uns genau angeguckt. Ich glaube, wenn es die Zeit hergibt, ist es wichtig, auch vergangene Spiele aufzuarbeiten und nicht direkt einen Haken dahinterzusetzen. Wir haben in vielen Spielen, die wir nicht positiv gestalten konnten, uns selbst im Weg gestanden. Das ist die größte Hausaufgabe für uns, dass wir daraus lernen und Dinge besser machen.“
„Unser Ding machen“ – Löwen heiß auf Derby in Göppingen
..den Plan für den Saisonendspurt: „Keep it simple! Wir wollen ein bisschen einfacher spielen, mehr Klarheit in den Aktionen haben. Wir müssen den Gegner nicht in jedem Angriff mit etwas Neuem überraschen. Vielmehr geht es darum, unser Ding zu machen und eine gewisse Ruhe an den Tag zu legen. Jeder muss wissen, was passiert. Wir hatten in den vergangenen Wochen zu viele Aktionen, wo der Nebenmann ein bisschen unsicher war, was kommt. Es war nicht immer klar, was gerade die eigentliche Idee ist. Mit mehr Klarheit wollen wir die Fehlerquote drücken, was vor allem gegen Gegner wie beispielsweise Göppingen wichtig ist, da die Mannschaft extrem darauf aus ist, Fehler zu provozieren und Druck zu machen.“
..Frisch Auf! Göppingen: „Die Mannschaft hat in den letzten Wochen viele positive Ergebnisse erzielt. Vor allem der Auswärtssieg in Lemgo ist beachtlich. Das ist in dieser Saison nicht vielen Teams gelungen, dort zu gewinnen. Göppingen kommt über Emotionen. Die Spieler verfolgen auf der Platte eine klare Spielidee. Natürlich haben sie durch die Erfolge auch an Selbstbewusstsein gewonnen und eine gewisse Sicherheit in ihrem Spiel. Das Team schwimmt auf der Erfolgswelle und macht viele Sachen richtig. Sie spielen diszipliniert, nutzen ihre Angriffe aus, nehmen keine unnötigen Aktionen und haben sich so das Quäntchen Glück, das du in der HBL auch manchmal brauchst, hart erarbeitet.“

..die Rollen von Haukur Thrastarson und Dani Baijens: „Haukur kann dem Spiel mit seiner Art Klarheit und Struktur aufdrücken. Er ist schon aufgrund seiner Körpersprache jemand, der in den seltensten Fällen unruhig wirkt. Diese Ruhe und Gelassenheit muss er versuchen, auf die Mannschaft zu übertragen. Das ist manchmal extrem wichtig. Diese Verantwortung darf Haukur auch noch mehr übernehmen. Im Gegensatz dazu steht Dani, der manchmal drei Gedanken gleichzeitig im Kopf hat, mit seiner Energie aber die ganze Mannschaft anzünden kann. Wir brauchen eine gute Balance dazwischen. Beide müssen einen Anteil auf ihre Art und Weise beisteuern.“