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Harter Löwen-Fight reicht nicht für Punkte
Es hat nicht ganz gereicht. Am Samstagabend verlieren die Rhein-Neckar Löwen in der ausverkauften SAP Arena mit 33:36 gegen die SG Flensburg-Handewitt.
Samstagabend, volle SAP Arena, motivierte Spieler – nur das Ergebnis passt für die Badener am Ende nicht ganz. In der Löwenhöhle unterliegen die Gelbhemden nach einer ausgeglichenen ersten Halbzeit, der SG Flensburg-Handewitt im zweiten Durchgang mit drei Toren und verlieren im Endeffekt eine intensive Heimpartie gegen den Tabellenzweiten der DAIKIN HBL.
Die Rhein-Neckar Löwen gehen im Vergleich zur Auswärtspartie gegen Erlangen mit einer Startsieben-Veränderung ins Spiel. Für Kapitän Patrick Groetzki beginnt am Samstagabend Gino Steenaerts auf Rechtsaußen. Die restlichen sechs Positionen nehmen zum Start Keeper David Späth, Tim Nothdurft auf der linken Außenbahn, Haukur Thrastarson, Dani Baijens und Edwin Aspenbäck im Rückraum und Jannik Kohlbacher am Kreis ein.
Löwen und Flensburg gehen mit Remis in die Halbzeit
Zwar starten die Badener mit Anwurf in die Partie, doch das erste Tor im Spiel gelingt dem Gast aus Flensburg. Niclas Kirkeløkke netzt zum 1:0 aus SG-Sicht ein. Für die Nordlichter soll es in Halbzeit eins jedoch lange die einzige Führung bleiben, denn die Mannschaft von Chefcoach Maik Machulla macht ordentlich Betrieb auf der Platte und holt sich mit einem Kohlbacher- und einem Thrastarson-Treffer sowie einer Parade von Schlussmann David Späth ihrerseits die erste Führung im Match.

In einem temporeichen Duell fallen im Gleichtakt Tore auf beiden Seiten. Erst in der 19. Spielminute schafft es ein Team, sich erstmals mit drei Buden abzusetzen. Es sind die Löwen, die für ihr starke Abwehrarbeit mit einem Zwischenspurt und Jubel vom Publikum belohnt werden. Doch Flensburgs Coach Aleš Pajović zieht die Auszeit und bringt seine Mannschaft zurück auf Kurs. Niclas Kirkeløkke und Emil Jakobsen stellen mit ihren Treffern den Anschluss zu den Gelbhemden her.
Vier Minuten vor Schluss erobert die SG erstmals seit der Anfangsminute die Führung in der Mannheimer Löwenhöhle. Marko Grgić überwindet David Späth zum 15:16. In die Halbzeitpause gehen die Badener dann aber doch mit einem Unentschieden. Zum 16:16 gleicht zunächst Lukas Sandell aus, der nach 20 Spielminuten seinen Landsmann Edwin Aspenbäck auf dem Spielfeld ablöst. Mit zwei weiteren Treffern auf beiden Seiten und einem 18:18-Remis geht es für die Mannschaften in den Kabinentrakt.
Harter Löwen-Fight reicht nicht für Punkte
Den besseren Start in den zweiten Durchgang erwischt die Mannschaft von Aleš Pajović. Während den Nordlichtern in den ersten zehn Spielminuten der zweiten Hälfte sieben Tore gelingen – der Gast setzt sich zwischenzeitlich mit fünf Toren ab –, können die Löwen die Kugel nur viermal in den Maschen versenken, scheitern vermehrt am bestens aufgelegten SG-Keeper Benjamin Burić.
In den Löwen-Angriff schleicht sich eine gewisse Hektik ein, mit dieser die Gelbhemden in den vergangenen Wochen immer wieder zu kämpfen hatten. Trotzdem bleibt die Machulla-Mannschaft auf dem Gaspedal und versucht, den entstandenen Rückstand zu verkürzen. Allerdings gestaltet sich das Bild der folgenden Minuten immer gleich: Die Löwen, egal ob Aspenbäck, Kohlbacher oder Nothdurft, erkämpfen sich ihre Treffer hart, auf der Gegenseite nutzt die SG durch Tempospiel ihre Chancen effektiv und hält den Vorsprung konstant.

In der 47. Spielminute drückt Maik Machulla den Auszeit-Buzzer und gibt der Mannschaft für die Schlussphase einen neuen Impuls mit ins Match: Jetzt heißt es Sieben gegen Sechs. Das Überzahlspiel zahlt sich im Angriff aus. Die Gelbhemden treffen konstant und lassen die Flensburger nicht weiter davonziehen. In der Defensive bekommen die Löwen die Nordlichter allerdings nur schwer gestoppt und müssen insgesamt 36 Gegentreffer hinnehmen – zu viele für einen Sieg.
Die Löwen unterliegen in der SAP Arena der SG Flensburg-Handewitt mit 33:36. Ausgezeichnet haben sich die Gelbhemden über 60 Spielminuten mit Kampfgeist – nach vorne gepeitscht von 13.200 Zuschauern von den Rängen. Vor allem ein gegen die Löwen mal wieder überragender Benjamin Burić zieht den Badener letztlich den Zahn. Weiter geht es für das Machulla-Team am 23. April mit dem Derby bei Frisch Auf! Göppingen.
Löwen: Jensen (3 Paraden), Späth (5 Paraden) – Larson, Timmermeister (2), Nothdurft (5), Plucnar, Sandell (3), Heymann (1), Steenaerts (3), Móré, Groetzki, Thrastarson (7), Baijens (1), Aspenbäck (2), Kohlbacher (9)
Flensburg: Burić (16/3 Paraden), K. Møller – Golla (4), Kirkeløkke (5), Grgić (7), Faljic, Tønnesen (1), Horgen, Volz, Jakobsen (6/1), Knutzen (1), Blagotinšek, Novak (3), L. Møller (9)
Trainer: Maik Machulla – Aleš Pajović
Schiedsrichter: Ramesh Thiyagarajah – Suresh Thiyagarajah
Zuschauer: 13.200
Strafminuten: Timmermeister, Heymann, Nothdurft – Grgić, Blagotinšek (2x)