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Erfahrener Leader als Verstärkung 

Die Rhein-Neckar Löwen freuen sich auf eine gemeinsame Saison mit Kentin Mahé. Ein Blick auf den erfolgreichen Franzosen lohnt sich. 

Als klar war, dass Kentin Mahé in der Saison 2026/27 nicht mehr das Trikot des VfL Gummersbach tragen wird, fiel bei den Löwen schnell die Entscheidung, beim erfahrenen Franzosen anzuklopfen. Maik Machulla schnappte sich das Telefon – der Rest ist bekannt. Inzwischen ist der Olympiasieger, der mit der französischen Nationalmannschaft auch bei Europa- und Weltmeisterschaften triumphierte, bereits seit Mitte Juli in der Rhein-Neckar-Region. Mit den Löwen hat er die komplette Vorbereitung bestritten und spielt jetzt seine 13. Saison in der Handball-Bundesliga – und das in Gelb. 

Geboren wurde der heute 35-Jährige am 22. Mai 1991 in Paris, wobei seine handballerischen Wurzeln bei der AS Monaco liegen. Nach den sportlichen Anfängen im Fürstentum ging es für den Rechtshänder 1999 in den Nachwuchs von ASPTT Nizza, von wo er ein Jahr später nach Deutschland kam. Erst in der Jugend, später auch im Profi-Team des TSV Bayer Dormagen, damals DHC Rheinland, machte Mahé den nächsten Schritt in seiner Handball-Karriere und entwickelte sich zum Bundesliga-Profi. 

Kentin Mahé: Erfahrener Leader als Verstärkung.
Kentin Mahé spielt seine 13. Saison in der Handball-Bundesliga.

Von der Bundesliga nach Ungarn – und wieder zurück 

In der stärksten Liga der Welt spielte er für den VfL Gummersbach (2011–2013, 2024–2026), den HSV Hamburg, inzwischen Handball Club Hamburg (2013–2015), und die SG Flensburg-Handewitt (2015–2018). Bei letzterem Verein arbeiteten der Franzose und sein jetziger Coach bei den Löwen, Maik Machulla, bereits einmal zusammen und holten dort gemeinsam die deutsche Meisterschaft. Nach dem Erfolg trennten sich dann allerdings die Wege, denn Mahé suchte sein Glück in Ungarn. Sechs Jahre, von 2018 bis 2024, ging der Rückraumspieler im Trikot des KC Veszprém auf Torjagd und sammelte dabei auf internationaler Ebene weiter fleißig Erfahrung im Handball-Business. 

Neben den Erfolgen im Verein holte Mahé vor allem mit der Équipe Tricolore Medaille um Medaille, Titel um Titel. Angefangen mit Gold bei der WM 2015 in Katar folgten bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro Silber und ein Jahr später bei der Heim-Weltmeisterschaft in Frankreich goldenes Edelmetall. Nach dritten Plätzen bei den Großturnieren 2018 und 2019 sowie einem vierten Platz bei der WM in Ägypten 2021 veredelte Mahé seine Sammlung im gleichen Jahr mit der Goldmedaille bei den Olympischen Spielen in Tokio. 2023 sollte ein zweiter Platz bei der WM in Polen und Schweden folgen. Den letzten Triumph in seiner erfolgreichen Nationalmannschafts-Laufbahn feierte der Rechtshänder 2024 in Deutschland mit dem vierten EM-Titel für Les Bleus.

Mahé bei den Löwen: „Team in seiner Entwicklung unterstützen“ 

Eine insgesamt sehr beachtliche Vita, der Mahé auf Vereinsebene nun ein weiteres Kapitel hinzufügt. Mit den Löwen will der erfahrene Handballer noch einmal angreifen. „Meine Motivation, Handball zu spielen, ist unverändert hoch. Ich habe große Lust, wieder eine aktive Rolle in einer Mannschaft zu übernehmen und Spaß am Handball zu haben. Ich möchte das Team in seiner Entwicklung unterstützen und meinen Teil beitragen“, geht der 35-Jährige die Aufgabe in der Rhein-Neckar-Region engagiert an. 

Über den Einsatz des Vollprofis freut sich auch Cheftrainer Maik Machulla, der bei der Verpflichtung des Rechtshänders voll des Lobs war: „Mit seiner großen Erfahrung, seiner Kreativität und seiner Energie wird er unserem Angriffsspiel noch einmal eine Extraportion Qualität verleihen. Wir haben bereits sehr erfolgreich zusammengearbeitet und ich schätze an Kentin vor allem seine Professionalität, seine Power und seinen Ehrgeiz, in jeder Trainingseinheit das Bestmögliche aus sich herauszuholen. Damit wird er auch für unsere jungen Spieler ein wichtiges Vorbild sein.“ 

Kentin Mahé: Erfahrener Leader als Verstärkung.
Kentin Mahé: Erfahrener Leader als Verstärkung.

Erfahrener Leader als Verstärkung 

Kentin Mahé kennt die Bundesliga wie kaum ein anderer aktiver Handballer. Während seiner Karriere hat der Franzose praktisch jede Situation durchlaufen. Höhenflüge gehörten genauso zur Laufbahn des Rückraummanns wie schwierige Phasen und bittere Niederlagen. Mit den Löwen will die Nummer 35 noch einmal angreifen und das junge Team mit seiner Erfahrung in der Entwicklung voranbringen. Darüber hinaus ist der Franzose topfit und als Siebenmeter-Schütze bekannt – Qualitäten, die er bei den Gelbhemden ausspielen soll. Herzlich willkommen in Baden, Kenny! Die Löwen freuen sich auf besondere Momente und viele Tore mit dir.