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Heimsieg! Löwen bezwingen Melsungen
Die Rhein-Neckar Löwen bewahren gegen Melsungen in der Crunchtime vor 5.184 Zuschauern die Nerven und fahren zwei ganz wichtige Punkte ein.
Erst am Dienstag beim knappen Pokalkrimi in Kassel trafen die Löwen und Melsungen aufeinander. In der Rothenbach-Halle entschied die MT das Duell noch für sich, umso größer ist die Motivation beim Machulla-Team am heutigen Samstagabend, sich zu revanchieren. Das ist von Anfang an spürbar. Mit einer knappen Führung gehen die Gelbhemden in die Pause – den Vorsprung geben sie bis zum Schluss nicht mehr her und somit bleiben die beiden wichtigen Punkte in der SAP Arena.
Der rechtzeitig genesene Chefcoach Maik Machulla stellt die Startseven wie folgt auf: David Späth steht im Tor, die Flügelzange bilden zu Beginn Tim Nothdurft und Marius Steinhauser, der heutige Rückraum besteht aus Haukur Thrastarson, Dani Baijens und Edwin Aspenbäck und am Kreis startet Jannik Kohlabcher.
Fulminanter Späth sorgt für Pausenführung

Melsungen geht mit Ballbesitz in die Partie. Nachdem David Späth jedoch gleich seine Hände an den ersten Ball bekommt, verwandelt der im Zeitspiel extra für den letzten Wurf aufs Feld gekommene Robert Timmermeister zum 1:0. Die Löwen-Deckung schließt sich ihrem Keeper an und zeigt sich in der Anfangsphase sehr aufmerksam. Der Badener Offensive gelingt es zu diesem Zeitpunkt aber noch nicht, daraus Kapital zu schlagen. Wie sehr die Torhüter und die Abwehrreihen die ersten Minuten prägen, zeigt der torarme 1:2-Zwischenstand in der achten Spielminute. In der Anfangsviertelstunde zeigt sich den Zuschauern dann immer ein ähnliches Bild: die Roten legen vor und die Gelben ziehen nach.
Doch dann blüht Späth auf. Mit weiteren Paraden leitet er die Treffer von Thrastarson und Baijens zur 8:6-Führung ein. Doch nach diesem Zwischenspurt der Hausherren bekommt auch die MT-Defensive wieder mehr Zugriff. Immer wieder verhindern sie in dieser Phase Löwen-Tore. Obwohl die Nordhessen die Führung der Badener dadurch zwischenzeitlich egalisieren, gehen die Löwen mit einer 12:11-Führung in die Pause. Das liegt an der Nummer 29 im Tor der Gelbhemden, der die gegnerische Offensive immer wieder zur Verzweiflung bringt. Nach 30 Minuten steht der Keeper bei 45% gehaltenen Bällen – inklusive zwei gehaltener Siebenmeter.
Fokussiert in Durchgang zwei

Nach dem Seitenwechsel starten die Badener mit Gino Steenaerts und Niclas Mierzwa auf der Platte. Für den ersten Siebenmeter in Hälfte zwei kommt aber weiterhin Steinhauser in die Partie, der vom Strich heute sicher performt. Mit seinem wuchtigen Treffer eröffnet er den zweiten Durchgang und stellt auf 13:11. Durch einen Stoß von Adrian Sipos an Thrastarson, läuft Aspenbäck in seinen Mitspieler hinein. Dafür gibt es die erste Zeitstrafe des Spiels. Doch Simic pariert in Überzahl, Balenciaga gleicht wenig später aus. Anders als zu Beginn der ersten Hälfte legen nun aber die Löwen immer ein Tor vor und die Gäste ziehen nach. Im Duell Golla gegen Späth kann der Löwen-Captain erstmals in Durchgang zwei auftrumpfen. Einen besseren Zeitpunkt, einen Ball zu parieren, hätte er sich nicht aussuchen können. Und so legt Baijens mit seiner Wurfgewalt zum 21:20 aus dem Rückraum wieder vor.
Nicht viel später heizt Späth die Arena so richtig an. Luca Sigrist kommt an den Strich, der Löwen-Torwart bleibt lange stehen und reißt sein Bein rechtzeitig hoch – Monster-Parade! Und auch im nächsten MT-Angriff ist er zur Stelle. Gleichzeitig legen Baijens und Kohlbacher vorne nach. Zum ersten Mal steht eine Drei-Tore-Führung – 25:22.
Löwen bezwingen Melsungen in spannender Schlussphase

Mitten in der Crunchtime gelingt der MT ein Ballgewinn, der den 26:25-Anschlusstreffer einleitet. Wie schon am Dienstagabend ist die Spannung kaum auszuhalten. Die ganze Arena schreit nun stehend „Löwen, Löwen“. Zwar verliert die Machulla-Mannschaft noch einmal den Ball, doch Robert Timmermeister verhindert ein Tor der Roten und schnappt sich den Ball im perfekten Moment. Das ist die entscheidende Aktion! Die MT ist jetzt gezwungen, offensiv zu decken. Mierzwa kommt frei zum Wurf und versenkt. 30:28. Heimsieg! Diese beiden Punkte bleiben in der Rhein-Neckar-Region. Zusammen mit ihren Fans jubelt das Team über den wichtigen Heimerfolg gegen die Nordhessen.
Maik Machulla: „Die zwei Punkte tun uns allen extrem gut, vor allem gegen so eine Topmannschaft. Auch die Art und Weise, wie wir gewinnen, in den letzten Minuten so ein knappes Ding auch mal auf unsere Seite zu ziehen. Man hat in der ersten Hälfte gemerkt, dass wir viel investiert haben. In der zweiten Halbzeit machen wir im Angriff viel ziemlich gut. Es ist nicht einfach, gegen Melsungen zu spielen. Ich finde, dass die Mannschaft heute extrem viel Moral gezeigt hat.“
Melsungen: Simic (11 Paraden), Palasics – Marchán,, Balenciaga (4), Mandic (1), Sipos (3), Ignatow (2), Stehl, Golla (3), Drosten (2/1), Stefansson (4), Dujshebaev (1), Schefvert (1), Sigrist (2), Rivera, Mensing (5)
Löwen: Jensen, Späth (13/3 Paraden) – Timmermeister (2), Nothdurft, Lassen, Mierzwa (3), Steenaerts (3), Steinhauser (5/4), Seesing, Thrastarson (6), Mahé, Ciudad Benitez, Jaganjac, Baijens (8), Aspenbäck, Kohlbacher (3)
Trainer: Maik Machulla – Roberto Garcia Parrrondo
Schiedsrichter: Sophia Janz – Rosana Sug
Zuschauer: 5.184
Strafminuten: Aspenbäck – Sipos (2x), Stehl