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U23 hält in Würzburg lange dagegen
U23 unterliegt den Wölfen Würzburg in der 3. Liga Süd am Sonntagabend in der tectake ARENA Würzburg mit 30:33 (12:13).
Die Rhein-Neckar Löwen U23 hat sich für einen über weite Strecken starken Auftritt in Würzburg nicht belohnt. Vor 1.154 Zuschauern begegneten die Junglöwen den Wölfen lange auf Augenhöhe, führten im ersten Durchgang zeitweise mit vier Toren und kämpften sich auch in der Schlussphase noch einmal zum Ausgleich zurück. Am Ende setzte sich die größere Abgeklärtheit der Gastgeber durch.
Starker Auftritt bringt Vier-Tore-Führung

Von Beginn an war zu erkennen, dass sich die Löwen viel vorgenommen hatten. Adam Jozsa erzielte das 1:0, Elias Ciudad Benitez legte zum 2:1 und 3:2 nach. Auch in der Folge blieb die U23 zunächst vorne.
Nach einer Viertelstunde stand es 8:7 für die Junglöwen. Tarik Cem Graf, Tim Löhr und Julian Baumhauer bauten den Vorsprung anschließend auf 11:8 aus. Als Matthis Krauth in der 23. Minute das 12:8 erzielte, hatten sich die Löwen erstmals auf vier Treffer abgesetzt.
Dann kippte die Partie innerhalb weniger Minuten. Würzburg nutzte die letzten sieben Minuten vor der Pause zu einem 5:0-Lauf. Aus der 12:8-Führung wurde ein 12:13-Rückstand zur Halbzeit.
Offener Schlagabtausch nach der Pause
Davon ließ sich die U23 jedoch nicht aus dem Konzept bringen. Philipp Alt traf unmittelbar nach Wiederbeginn zum 13:13 und wenig später zum 14:14. Es entwickelte sich ein enges Spiel, in dem keine Mannschaft entscheidend davonziehen konnte.
Adam Jozsa und Alt übernahmen in dieser Phase viel Verantwortung. Beim 19:20 brachte Jozsa die Löwen in der 40. Minute sogar wieder in Führung. Würzburg antwortete, doch beim 21:21 durch Alt war weiterhin alles offen.
Erst anschließend gelang es den Wölfen, sich etwas Luft zu verschaffen. Über 23:21 ging es bis zum 26:23. Doch auch diesen Rückstand steckten die Junglöwen weg.
Beim 28:28 ist wieder alles offen
Noah Oremek und Tim Löhr brachten die U23 wieder heran. Beim 27:27 durch Löhr war der Ausgleich geschafft, Würzburg legte erneut vor – und Lucas Pabst stellte in der 54. Minute auf 28:28.
Damit war die Partie sechs Minuten vor dem Ende völlig offen. In der entscheidenden Phase behielten allerdings die Gastgeber die Oberhand. Nach dem 29:28 musste die U23 eine Zeitstrafe gegen Adam Jozsa hinnehmen. Würzburg setzte sich anschließend auf 30:28 ab.
Pabst verkürzte noch einmal auf 30:29. In den letzten knapp zwei Minuten machten die Wölfe mit drei Treffern in Folge zum 33:29 die Entscheidung perfekt. Oremeks Treffer zum 30:33 bildete den Schlusspunkt.
Mit jeweils sechs Treffern waren Adam Jozsa und Philipp Alt die erfolgreichsten Löwen-Werfer. Tim Löhr steuerte fünf Tore bei. Auf Würzburger Seite war Tim Bauder mit neun Treffern erfolgreichster Werfer.
Stimme zum Spiel – Daniel Wernig

„Es ist schon sehr bitter, weil ich glaube, dass wir heute die stärkere Mannschaft waren. Über 54 Minuten habe ich eine unfassbar gute Mannschaft von uns gesehen. Das hat mich sehr gefreut. Wir haben unter der Woche wirklich Gas gegeben, um vor allem die Abwehr zu stabilisieren, mit noch mehr Energie aufzutreten und noch mutiger zu sein. Das ist heute aufgegangen. Wir haben toll verteidigt, hatten gute Phasen im Angriff und sind auswärts bei einem Topgegner, der vergangene Saison die Aufstiegsrunde gespielt hat und hohe Ansprüche hat, sehr gut in die Partie gekommen.
Am Ende sind es eigentlich zweimal drei Minuten, die uns die Punkte kosten. Kurz vor der Halbzeit geben wir unsere Führung durch ein paar Fehler aus der Hand, und ähnlich ist es in der Schlussphase. Das ist extrem schade. Alle sind frustriert und niedergeschlagen. Aber vor der Leistung heute kann ich nur den Hut ziehen. Das war wirklich richtig gut. Natürlich ist es umso ärgerlicher, wenn man danach ohne etwas Zählbares dasteht. Wir werden weitermachen, das Spiel analysieren und alles dafür tun, dass wir den Bock endlich umstoßen. Wichtig ist jetzt, dass wir uns im Kopf nicht zu viele Gedanken machen.“
Wölfe Würzburg: Sebastian Klein, Mika Wittmann – Strahinja Vucetic (2), Jona Alexander Reidegeld (6), Joel Mauch, Filip Jakov Begic (1), Milan Kütt, Tim Bauder (9/2), Anton Beck (6), Raphael Hörner, Neil Sommerkorn, Michel Reitemann (1), Luis Franke (3), Jonas Kretzer, Alexander Merk (5). Trainer: Dragoș Oprea
Rhein-Neckar Löwen U23: Constantin Mader, Maximilian Herb – Matej Alexander Simicic, Levin Droll, Lucas Pabst (3), Tarik Cem Graf (1), Elias Ciudad Benitez (3), Matthis Krauth (1), Adam Jozsa (6), Philipp Alt (6), Tim Löhr (5/2), Jan Kraft (1), Noah Oremek (3), Noah Gonzalez Doblado, Julian Baumhauer (1), Patrick Ehrgott. Trainer: Daniel Wernig
Schiedsrichter: Benjamin Scheld / Zeki Kaplan (Hüttenberg/Wiesbaden)
Zuschauer: 1.154 (tectake ARENA Würzburg)
Siebenmeter: Wölfe 2/2 – RNL 2/2
Zeitstrafen: Wölfe 3 – RNL 2