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Doppeltest in Coburg – Löwen sammeln Spielpraxis 

Die Rhein-Neckar Löwen liefern sich beim Vorbereitungsturnier in Coburg zwei enge Matches mit dem HSC Coburg und Sandnes HK. Es geht um Spielpraxis, Timing und Spielhärte. 

Langsam aber sicher rückt der HBL-Restart näher und näher. Mit einem Auswärtssieg beim SC DHfK Leipzig haben sich die Rhein-Neckar Löwen in die EM-Pause verabschiedet. Am 11. Februar geht es für die Gelbhemden in der heimischen SAP Arena mit der Partie gegen den THW Kiel – hier gibt es noch Tickets – endlich wieder los. In das Topspiel wollen die Badener bestens gerüstet gehen, weshalb sie nicht nur in der Trainingshalle in Kronau Vollgas geben, sondern auch beim Vorbereitungsturnier in Coburg. 

Basti Heymann erzielte insgesamt 14 Treffer in Coburg.

Durch die noch laufende EM, während Jannik Kohlbacher und David Späth mit dem DHB-Team am Sonntag im Finale gegen Dänemark um den Titel spielen, geht es für Haukur Thrastarson mit Island gegen Kroatien noch um Platz drei, reist das Team von Cheftrainer Maik Machulla mit einer bunten Mischung aus Profis und Junglöwen nach Oberfranken. Für die Mannschaft geht es darum, Spielrhythmus zu sammeln und unter Wettkampfbedingungen nach längerer Pause wieder gemeinsam Handball zu spielen. 

Doppeltest in Coburg – Löwen sammeln Spielpraxis 

Den Kader für das Vorbereitungsturnier in der HUK-Coburg arena bilden im Tor Mike Jensen und Luca Zapp, im Rückraum Mathias Larson, Sebastian Heymann, Halil Jaganjac, Tarik Graf, Jan Day und Adam Józsa, auf den Außenpositionen Tim Nothdurft, David Móré, Patrick Groetzki und Tim Löhr sowie für die Kreisläuferposition Steven Plucnar, Elias Ciudad Benitez und Noah Oremek. 

Insgesamt treten die Löwen in zwei Testspielen an. Zunächst treffen die Gelbhemden im ersten Match des Tages auf Gastgeber und Zweitligist HSC Coburg. Trotz Aufholjagd und Schlusssprint müssen sich die Badener im ersten Test nach zweimal 25 Minuten knapp mit 30:31 geschlagen geben.

Toptorschütze auf Löwen-Seite ist in dieser Partie Sebastian Heymann mit acht Buden. Doch auch Mathias Larson, der vor allem in der zweiten Halbzeit aufdreht und immer wieder die Eins-gegen-eins-Situationen sucht, trägt sich mit fünf Treffern weit oben in der Torschützenliste ein. 

Heymann bester Löwen-Torschütze – Móré eiskalt vom Siebenmeterstrich

Junglöwe Adam Józsa war gut aufgelegt in Coburg.

In Abwesenheit von Haukur Thrastarson kehrt David Móré an den Siebenmeterstrich zurück und verwandelt beide Strafwürfe eiskalt – die 100-Prozent-Trefferquote kann sich sehen lassen. Von den Junglöwen spielt sich im ersten Match des Tages Adam Józsa mit vier Toren in den Vordergrund, aber auch Elias Ciudad Benitez, der im Dezember sein Profi-Debüt in Gelb feierte, meldet sich nach einem Bänderriss im rechten Sprunggelenk mit einem Treffer zurück. 

Die Partie gegen den HSC Coburg zeigt jedoch auch, dass nach längerer Wettkampfpause auf Löwenseite noch nicht alle Zahnrädchen perfekt ineinandergreifen. Zum einen bedingt durch die bunt zusammengesetzte Mannschaft, zum anderen durch das Sieben-gegen-Sechs-Überzahlspiel, an dem sich die Badener in der HUK-Coburg arena verstärkt versuchen. Dabei gelingt vor allem das Rückzugsverhalten sowie der Wechsel noch nicht immer reibungslos.

In der zweiten Partie über insgesamt 50 Spielminuten geht es für die Löwen dann gegen den norwegischen Erstligisten Sandnes HK. Das erste Tor der Begegnung gelingt U17-Spieler Tim Löhr, der die Gelbhemden mit 1:0 in Führung bringt. Einen starken Auftritt zeigt in diesem Aufeinandertreffen David Móré, der Linksaußen steht nach 25 Minuten bei sechs Treffern. Zur Halbzeit führen die Badener mit 13:10. 

Nach knapper Niederlage gegen Coburg: Löwen siegen gegen Sandnes HK

Im zweiten Durchgang lässt das Machulla-Team den Gegner zwar noch einmal in Führung gehen, doch diesmal steht am Ende des Matches der knappe Erfolg für die Löwen. Die Gelbhemden gewinnen dank wichtiger Treffer von Rückraumshooter Sebastian Heymann und tollen Paraden von Junglöwen-Torhüter Luca Zapp mit 22:21 gegen Sandnes HK. 

David Móré zeigte sich in Spiellaune.

„Es war für uns wichtig, wieder in den Spielrhythmus zu kommen, dass wir uns wieder an das Timing und die Spielhärte gewöhnen. Deshalb war das Turnier sehr wichtig für uns. Wir fahren mit einem guten Gefühl nach Hause“, blickt Maik Machulla positiv auf das Turnier in Coburg und lobt vor allem die Junglöwen für ihren tollen Einsatz: „Sie haben das heute sehr gut gemacht. Sie haben eine gewisse Nervosität gehabt, aber haben alles reingeworfen!“ 

Neben den EM-Fahrern fehlten am Samstag in Coburg Dani Baijens, der sich bei der Europameisterschaft verletzt hat und auf ein schnelles Comeback hinarbeitet, und Robert Timmermeister. Der Abwehrspezialist ist nach seiner Verletzung noch nicht wieder bei 100 Prozent.

Rhein-Neckar Löwen vs. Coburg (30:31): Jensen, Zapp – Larson (5 Tore), Nothdurft, Plucnar (3), Heymann (8), Móré (3), Groetzki (4), Ciudad Benitez (1), Jaganjac (2), Graf, Day, Jósza (4), Löhr, Oremek

Sandnes HK vs. Rhein-Neckar Löwen (21:22): Jensen, Zapp – Larson (1), Nothdurft (1), Plucnar (3), Heymann (6), Móré (6), Groetzki, Ciudad Benitez (1), Jaganjac, Graf, Day, Jósza (3), Löhr (1), Oremek