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Gekämpft bis zum Schluss! Löwen unterliegen VfL
Die Rhein-Neckar Löwen müssen in ihrer ersten Heimpartie der Saison nach umkämpften 60 Spielminuten eine 26:31-Niederlage hinnehmen.
Die Löwen sind back! Endlich wieder Heimspieltag in der SAP Arena – und das direkt mit einer echten Herausforderung: Der VfL Gummersbach ist zu Gast in Mannheim. Genauso wie die Badener ist die Mannschaft von Gudjon Valur Sigurdsson mit einer knappen Niederlage in die Spielzeit gestartet. Während die Gelbhemden in Hannover eine äußerst bittere Niederlage akzeptieren mussten, lieferte der VfL dem SC Magdeburg einen harten Kampf. Auch die Partie in der Mannheimer Halle ist ein Fight auf Augenhöhe – am Ende mit dem besseren Ende für den Gast.
In der Löwenhöhle schickt Cheftrainer Maik Machulla am Mittwochabend zunächst David Späth im Tor, Niclas Mierzwa und Marius Steinhauser auf den Außenpositionen, Haukur Thrastarson, Dani Baijens und Edwin Aspenbäck im Rückraum sowie den wieder fitten Jannik Kohlbacher auf die Platte.
Hitzige erste Hälfte – knapper Rückstand zur Halbzeit
Angeführt von ihrem Kapitänsduo pushen sich die Gelbhemden von Minute eins – zusätzlich unterstützt von den Fans in der Halle. Der frühe 0:2-Rückstand bringt das Machulla-Team nicht aus dem Tritt. In der vierten Minute schnappt sich Jannik Kohlbacher einen Abpraller und erzielt das erste Löwen-Tor in der SAP Arena in der Saison 2026/27.

Mit dem ersten Treffer im Rücken läuft es für die Löwen im Angriff gleich viel besser. Aron Seesing und Marius Steinhauser holen den 3:3-Ausgleich, Edwin Aspenbäck stellt in der siebten Spielminute die erste Führung für Gelb – 4:3. Der Schwede ist am Mittwochabend bestens aufgelegt, tanzt sich auch zum 7:5 durch die Gummersbacher Abwehr und veredelt in der 16. Spielminute einen Steal selbst per Gegenstoß zur 8:5‑Führung.
Vier Minuten später zeigt sich dann David Späth von seiner besten Seite. Als der Gummersbacher Miro Schluroff alleine auf den Schlussmann zu rennt, leitet er den Ball mit seinem Bein am Tor vorbei. Eben erst pariert, hält der Keeper erneut und Robert Timmermeister hämmert den Ball zum 10:8 an Bertram Obling vorbei. In einer intensiven Partie sind beide Mannschaften wach und bestrafen die Fehler des anderen. In hitziger Atmosphäre ist es in den Schlussminuten des ersten Durchgangs jedoch der VfL, der trifft. Von einem 11:11 erarbeitet sich Gummersbach zur Halbzeit einen Zwei-Tore-Vorsprung. Mit einem Halbzeitstand von 12:14 verabschieden sich die Teams in die Kabinen und haben 15 Minuten zum Runterkühlen und Nerven sammeln.
Löwen kämpfen um Anschluss – Gummersbach hält dagegen
Zurück auf dem Spielfeld nutzen die Gäste ihren Anwurf aus, doch auch die Löwen treffen direkt. Aron Seesing bringt die Kugel im Obling-Kasten unter. Für Dani Baijens und Niclas Mierzwa sind mit Kentin Mahé – letzte Saison trug er noch das Trikot des VfL Gummersbach – und Tim Nothdurft frische Kräfte im Match. Zum Start der zweiten Hälfte geht es munter hin und her, sodass sich zunächst der Drei-Tore-Vorsprung des Sigurdsson-Teams einpendelt.
Zehn Minuten vor Schluss sind die Löwen endgültig zurück in der Partie. Erst leitet David Späth einen Wurf von Miro Schluroff an die Latte, vorne veredelt Aron Seesing zum 22:23. Doch genauso wie die Löwen bleibt auch Gummersbach auf dem Gaspedal und verteidigt so den knappen Vorsprung. Die Crunchtime ist hier bereits in vollem Gang. Späth geht im eigenen Angriff inzwischen an die Seitenlinie damit die Löwen im Sieben-gegen-Sechs agieren können.

Gekämpft bis zum Schluss! Löwen unterliegen Gummersbach
Nach einem Schlag von Ellidi Vidarsson gegen Seesings Hals bekommt der Isländer die rote Karte. Den anschließenden Siebenmeter kann Mahé allerdings nicht verwandeln. Schluroff setzt sich auf der Gegenseite durch und erhöht damit wieder auf 23:26. In den letzten drei Minuten gehen die Löwen dann volles Risiko. Dani Baijens bedient Tim Nothdurft sehenswert, den Ball per Kempa verwandeln will – doch Obling pariert. Die Zeit läuft gegen die Löwen Im Anschluss nutzen die Gäste das verwiesene Löwen-Tor und bauen ihre Führung aus. Am Ende der Partie steht eine 26:31-Niederlage für die Gelbhemden. Gekämpft bis zum Schluss werden die Löwen trotzdem von den Fans mit „Einmal Löwe, immer Löwe“-Sprechchören aufgebaut.
„Wir haben in den entscheidenden Momenten nicht den Zugriff bekommen. Vor allem in der ersten Halbzeit waren wir von der Emotionalität und Physis aber voll da. Wir gehen mit einem Rückstand in die Halbzeit, das hat sich komisch angefühlt. In der zweiten Halbzeit tun wir uns dann sehr schwer, obwohl wir es phasenweise gut verteidigen. Mit Roganovic und Schluroff kommt dann aber auch so eine Gewalt, wo wir mit Dauer des Spiels nicht mehr ganz gegenhalten konnten“, fasst der Cheftrainer das Spiel zusammen. Für die Löwen geht es jetzt darum, mit der Situation bestmöglich umzugehen und gegen den Bergischen HC am Samstag im Auswärtsspiel die ersten Punkte zu holen.
Löwen: Jensen, Späth (11 Paraden) – Timmermeister (2), Nothdurft (4), Lassen (1), Mierzwa, Steenaerts, Steinhauser (1), Seesing (6), Thrastarson (1), Mahé (2), Ciudad Benitez, Jaganjac, Baijens, Aspenbäck (6), Kohlbacher (3)
Gummersbach: Biosca, Obling (14 Paraden) – Vidarsson (1), Kodrin, Vujovic, Blohme (1), Häseler, Schluroff (9), Hallbäck (1), Roganovic (9), Horzen (4), Smits (5), Sindrason, Zeman
Trainer: Maik Machulla – Gudjon Valur Sigurdsson
Schiedsrichter: Lucas Hellbusch – Darnel Jansen
Zuschauer: 5086
Rote Karte: Ellidi Vidarsson