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Löwen unterliegen SCM nach 50 starken Minuten

Die Rhein-Neckar Löwen müssen sich trotz starker 50 Minuten dem SC Magdeburg mit 23:31 geschlagen geben.

Löwen-Cheftrainer Michel Abt hatte unter der Woche angekündigt, mit seiner Mannschaft den positiven Aufschwung aus der vergangenen Partie beim THW Kiel in das schwere Heimspiel gegen den SC Magdeburg mitnehmen zu wollen. Über 50 Minuten bieten die Gelbhemden dem amtierenden deutschen Meister einen Schlagabtausch auf Augenhöhe. Die 10.511 Zuschauer in der SAP Arena sehen, wie sich die Badener in einer intensiven Partie immer wieder zurückkämpfen, ehe die Gäste in den letzten zehn Minuten des Duells das Spiel auf ihre Seite ziehen .

Am Sonntag schickt Michel Abt folgende Start-Sieben auf die Platte: David Späth steht zwischen den Pfosten, Tim Nothdurft und Gino Steenaerts spielen zu Beginn auf den Außenpositionen, Dani Baijens, Haukur Thrastarson und Jakob Lassen laufen im Rückraum auf und Jannik Kohlbacher startet am Kreis.

Auf und Ab endet mit Pausenrückstand

David Späth steht am Ende des Spiels bei 15 Paraden.

Die Gäste starten in der Mannheimer Arena mit Anwurf. Zwar scheitert der SC Magdeburg im ersten Versuch an Löwen-Keeper David Späth, geht aber durch eine konzentrierte Abwehrleistung und das anschließend hohe Tempo im Offensivspiel mit 3:0 in Führung. Der deutsche Meister bringt seine Angriffe schnell zu Ende, während die Badener häufig ins Zeitspiel geraten. Nach den ersten Spielminuten findet die gelb-blaue Defensive jedoch zunehmend mehr Zugriff. Auch David Späth, der nach 30 Minuten bereits neun Paraden auf seinem Konto zählt, zeichnet sich ein ums andere Mal aus. Die Löwen arbeiten sich so Stück für Stück an den SCM heran, bis ihnen zunächst durch Tim Nothdurft der Ausgleich gelingt, den Jannik Kohlbacher in der 15. Spielminute zur ersten Führung toppt (7:6).

Die Mannschaft von Bennet Wiegert zeigt sich vom Rückstand jedoch unbeeindruckt. Die Gäste werden im Angriff wieder treffsicherer und machen den Badenern das Leben schwer. So hat der SCM schnell wieder die Nase vorn (7:9). In einer hitzigen Phase mit Ballgewinnen auf beiden Seiten peitschen die über 10.000 Löwenfans ihr Team lautstark nach vorne. Der zwischenzeitliche Ausgleich in der 24. Spielminute des Abt-Teams hat dann jedoch nicht lange Bestand. Kurz vor der Pause erhält Haukur Thrastarson die erste Zeitstrafe des Spiels. In dieser Phase erarbeiten sich die Gäste erstmals eine Vier-Tore-Führung, mit der die beiden Teams in die Kabinen gehen. 12:16 lautet der Pausenstand.

Löwen starten hellwach in Hälfte zwei

Löwen starten durch unter anderem zwei Treffer von Dani Baijens mit 4:0-Lauf nach der Pause.

Die Löwen starten furios in den zweiten Durchgang. Dani Baijens vollendet den 4:0-Lauf, ermöglicht durch starke Paraden von Späth und eine aufmerksame Abwehrarbeit, zum 16:16. Die Wiegert-Truppe präsentiert sich nach dem schwierigen Start in Durchgang zwei dann aber äußerst hartnäckig. Aluminiumtreffer der Gelbhemden spielten Magdeburg in die Karten, sodass sie ihre kurze Schwächephase schnell überwinden und auf 17:20 stellen. Doch auch das Team von Michel Abt erholt sich ein weiteres Mal von dem Rückschlag und lässt die Grün-Rot-Weißen nie ganz davonziehen. Späth pariert seinen zweiten Siebenmeter und Baijens beißt sich zum 20:21 durch.

Um den Rückstand auszugleichen, fehlt gegen den SCM allerdings die letzte Konstanz. Nicht verwandelte freie Würfe und ein ausgelassener Siebenmeter lassen die Offensive ins Stocken geraten. Die Fehler, die sich in der Schlussphase ins Löwen-Spiel einschleichen, nutzen Kristjansson und Co. eiskalt aus. So bauen die Magdeburger ihren Vorsprung am Ende komfortabel aus. Ein 22:28-Zwischenstand steht in der 50. Spielminute auf dem Arenawürfel.

„Tut extrem weh“

Trotz des Rückstands unterstützen die zahlreichen Fans in der Arena stehend die Löwen. Denn sie sehen, dass die Mannschaft über weite Strecken der Partie eine gute Leistung gezeigt hat. Am Ende müssen sich die Rhein-Neckar Löwen dem SC Magdeburg dennoch aufgrund einer starken Endphase der Wiegert-Mannschaft mit 23:31 geschlagen geben.

Michel Abt: „Wir haben uns für das Heimspiel extrem viel vorgenommen. Wir starten nicht wie wir wollten in die Partie, weil wir viele einfache Dinge zugelassen haben. Dennoch haben wir es dann geschafft, mit einer guten Härte in der Abwehr die Halle mitzunehmen. Aber wir haben in beiden Hälften nach 15 bis 20 Minuten einen Bruch in unserem Spiel. Das tut extrem weh. Es ist was ganz Besonderes, dass die Fans so zu uns stehen. Das wird in Zukunft auch so sein, dass wir unsere Fans brauchen.“

Löwen: Jensen, Späth (15/2) – Timmermeister, Nothdurft (1), Lassen (2), Mierzwa (3/1), Steenaerts, Steinhauser (3), Seesing, Thrastarson (4), Mahé, Jaganjac, Baijens (4), Kohlbacher (6)

Magdeburg: Kuzmanović, Mandić (15/2 Paraden) – Musche (6), Claar (4), Rasmussen (1/1), Kristjansson (6), Pettersson (4), Magnusson (7/3), Serradilla, Jónsson, Weber, Lagergren (3), Mertens, Saugstrup, Bergendahl

Trainer: Michel Abt – Bennet Wiegert

Schiedsrichter: Ramesh Thiyagarajah – Suresh Thiyagarajah

Zuschauer: 10.511

Strafminuten: Haukur Thrastarson, Kenetin Mahé – Magnus Saugstrup