Veröffentlichung:
Löwen zu Gast in Stuttgart – „Wir freuen uns drauf“
31. Spieltag in der DAIKIN HBL. Die Löwen sind am Donnerstag auswärts beim TVB Stuttgart im Einsatz.
Der Saisonendspurt ist eröffnet. Die vorletzte Auswärtsfahrt der Saison führt die Löwen nach Stuttgart. In Baden-Württembergs Landeshauptstadt treffen die Badener am Donnerstag auf die Mannschaft von Trainer Misha Kaufmann – den TVB Stuttgart. Anwurf in der Porsche-Arena ist um 19 Uhr, live bei Dyn und im Ticker in der Löwen-App. Nach dem überzeugenden Heimsieg gegen die MT Melsungen, geht es für die Gelbhemden darum, auch auswärts die nächsten Zähler einzusammeln. Löwen-Coach Maik Machulla blickt nach vorn auf die anstehende Aufgabe.
Der Cheftrainer über..
..den TVB Stuttgart: „Wir treffen auf eine Mannschaft, die einen eher ungewöhnlichen Handball spielt. Sie haben mal eine Kreisläufersituation dabei, aber insgesamt verteidigen sie und spielen sie im Angriff mit vier Rückraumspielern. Sie haben sehr starke Eins-gegen-eins-Spieler, gehen hohes Tempo und haben viel Kreativität. Für Stuttgart ist es das Haupttaktische Mittel, mit vier Rückraumspielern zu agieren. Sie leben davon über 60 Minuten. Das merkt man natürlich, dass da eine Eingespieltheit ist, ein Verständnis für Räume und Aufgaben, auf die wir in dieser Form praktisch nur zweimal im Jahr treffen – dann, wenn wir gegen den TVB spielen. Das macht es so schwer, gegen sie zu spielen. Das ganze System ist für uns ja auch im Training schwer nachzustellen, weil wir mit unserem System ein ganz anderes Verständnis von Räumen und Aufgaben haben. In der Liga ist Stuttgart in sicherem Fahrwasser und vor allem zu Hause stellen sie Top-Mannschaften immer wieder vor Herausforderungen. Von daher wird die Partie am Donnerstag sicher eine große Herausforderung, aber wir freuen uns auch darauf. Ich mag die Halle und die tolle Atmosphäre.“
Löwen zu Gast in Stuttgart – „Wir freuen uns drauf“

..die Personalsituation: „Es sind, ausgenommen Halil, alle fit und dabei. Alle haben trainiert und das bleibt hoffentlich auch morgen über das Abschlusstraining hinaus so. Dann treten wir mit der gleichen Mannschaft wie gegen Melsungen an. Elias ist auch wieder dabei, aber den zähle ich inzwischen schon fast fest zum Kader dazu. Er zeigt sich im Training immer mehr, bringt sich immer besser ein und gewöhnt sich an das Tempo und die Härte. Natürlich ist Spielpraxis im jungen Alter wichtig, aber auch die Trainingseinheiten zusammen mit den Jungs bringen ihn Tag für Tag weiter und dienen der Weiterentwicklung enorm.
..Steven Plucnar: „Ich mag einfach seine Emotionen und seine Aggressivität. Er ist ein Spieler, der sein Herz auf der Platte lässt. Es gibt Spieler, die jubeln über ein Tor, Steven jubelt über eine gelungene Abwehraktion und kriegt dadurch Emotion auf die Tribüne und von der Tribüne zurück. Es ist extrem schade, dass er die Löwen im Sommer verlässt. Ich kann ihn aber auch ein Stück weit verstehen: Wenn du ein Angebot von deinem Heimatverein (GOG) bekommst mit der Perspektive, dort eventuell auch Champions League spielen zu können, dann kann ich ihm das nicht verdenken. Trotzdem tut es weh, weil wir einen außergewöhnlich guten Abwehrspieler verlieren.“
Maik Machulla: „Wir müssen unseren Job machen“

..die Möglichkeit, Europa zu erreichen: „Wir tun gut daran, uns auf uns zu konzentrieren. Wir müssen unseren Job machen, unsere Aufgaben erfüllen und dementsprechend unsere Punkte sammeln. Natürlich haben wir während der Saison schon einige Punkte liegen gelassen, die uns extrem wehtun. Trotzdem sprechen wir immer noch über Europa – und das, obwohl es uns in dieser Spielzeit um andere Dinge ging. Für uns standen und stehen in dieser Saison der Umbruch und die Entwicklung der Mannschaft im Vordergrund. Wenn wir darüber hinaus, die Chance bekommen, uns für Europa zu qualifizieren, sagen wir natürlich nicht nein. Wir werden in den verbleibenden Spielen alles dafür geben, unseren Job so gut wie möglich zu machen, und schauen, wozu das am Ende reicht.“
..den Reiz eines Europa-Wettbewerbs: „Wir hätten mehr Spiele. Das heißt, dass wir mehr rotieren könnten und Spieler, die momentan nicht so viel Einsatzzeit bekommen, mehr auf der Platte stehen würden. Wir könnten den Kader noch intensiver einspielen und uns über diese Mehrzahl an Spielen gegen andere Gegner natürlich auch weiterentwickeln. Darüber hinaus ist es auch immer mit Spaß verbunden, mal aus dem Liga-Alltag auszubrechen und andere Länder und Mannschaften zu erleben.“