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Klarer Heimsieg gegen Melsungen – Löwen melden sich zurück
Die Rhein-Neckar Löwen melden sich in der Heimpartie gegen die MT Melsungen mit einem 30:22-Heimsieg zurück – und lassen die Fans in der SAP Arena jubeln.
Die Löwen sind am 1. Mai gegen die MT Melsungen im Einsatz und zünden passend zum Feiertag ein Torfeuerwerk. Nach einem Sechs-Tore-Vorsprung zur Halbzeit beenden die Badener das Spiel sogar mit einem Vorteil von acht Treffern. Damit steht nach dem Auswärtserfolg am ersten Spieltag in Kassel der zweite Sieg gegen die Nordhessen. In der Tabelle rücken die Gelbhemden dank des Punkte-Doppelpacks auf einen Punkt an die MT heran.
Die Startsieben bilden am Freitag David Späth, Tim Nothdurft, Haukur Thrastarson, Dani Baijens, Lukas Sandell, Patrick Groetzki und Jannik Kohlbacher. Im Vergleich zur Auswärtspartie in Göppingen ändert Chefcoach Maik Machulla seine Aufstellung damit auf zwei Positionen. David Späth kehrt in den Löwen-Kasten zurück. Außerdem beginnt Lukas Sandell für Edwin Aspenbäck, der unter der Woche einige Trainingseinheiten aufgrund einer Erkältung verpasste, aber einsatzbereit auf der Bank sitzt.
Starker Beginn, knallharter Schlussspurt – deutliche Löwen-Führung zur Halbzeit
Die Löwen starten hellwach in die Partie. Schnell wird deutlich, dass sich die Mannschaft die Worte ihres Trainers zu Herzen genommen hat: Sie will in der SAP Arena eindeutig ein anderes Gesicht zeigen und „Dinge besser machen“. Am Anfang nutzen die Badener, die in der Abwehr ordentlich Druck auf die Melsunger Offensive ausüben und damit Fehler provozieren, die sich ergebenen Chancen und stellen in der vierten Spielminute auf 3:1. Lukas Sandell leitet nach einem Krištopāns-Fehler das Leder schnell auf Jannik Kohlbacher weiter, der alleine aufs Tor der Gäste geht und sicher einnetzt. Kurz darauf kann Kapitän Patrick Groetzki erstmals einen Drei-Tore-Vorsprung herstellen und auf 4:1 erhöhen.

Die Nordhessen finden nicht ins Spiel, weshalb Melsungen-Coach Parrondo bereits in der zehnten Minute seine erste Auszeit zieht. Doch auch nach der kurzen Unterbrechung sind es zunächst die Gelbhemden, die treffen. Dainis Krištopāns’ Rückraumstrahl leitet David Späth über die Querlatte ab, der Nutznießer in der Offensive ist Dani Baijens, der die Kugel in der zwölften Spielminute zum 7:2 in den Maschen versenkt. In der Folgeminute gelingt es dann aber auch dem Gast, den nächsten Treffer zu setzen: Olle Forsell Schefvert trifft.
Nach der Anfangsviertelstunde meldet sich die Parrondo-Mannschaft sichtbar im Match an. Steht es vor der 15. Spielminute noch 8:3, nutzt die MT die nächsten acht Minuten für einen Zwischenspurt und gleicht durch Isaias Guardiola zum 10:10-Unentschieden aus. Von der hessischen Trumpfphase lässt sich die Machulla-Mannschaft in diesem Spiel aber nicht aus der Ruhe bringen, zieht das Tempo wieder an und geht durch den frisch eingewechselten David Móré erneut in Führung.
In der Schlussphase, in der Mike Jensen für David Späth ins Löwen-Tor rückt und Edwin Aspbäck Lukas Sandell eine Pause verschafft, bauen die Gelbhemden den Vorsprung kontinuierlich aus. Erst schlägt die Traum-Kombi, bestehend aus Haukur Thrastarson und Jannik Kohlbacher, zu. Danach stibitzt Edwin Aspenbäck in der Abwehr Isaias Guardiola den Ball, sprintet über das gesamte Spielfeld und präsentiert sich gegen den inzwischen eingewechselten Nebojsa Simic eiskalt – 13:10. Und dabei bleibt es nicht: Während die Löwen die Gäste bei zehn Toren halten, treffen sie ihrerseits noch drei weitere Male und gehen mit einem starken 16:10-Zwischenstand in die Kabine.
Mike Jensen vernagelt Kasten – Elias Ciudad Benitez feiert erstes Bundesliga-Tor
Der erste Treffer in Durchgang zwei geht auf das Konto der Hessen. Arnar Freyr Arnarsson überwindet Mike Jensen und verkürzt auf fünf Tore. Im direkten Gegenzug gelingt aber auch den Badenern durch Haukur Thrastarson die erste Bude in der zweiten Halbzeit. Lukas Sandell stellt kurz darauf die erste Siebentore-Führung her. Melsungens Trainer Parrando versucht mit Sieben-gegen-Sechs, einen neuen Lösungsansatz, doch prompt wird diese Idee von Robert Timmermeister bestraft, der ins verlassene Simic-Tor einnetzt.
Zum Faktor wird in der zweiten Hälfte außerdem Mike Jensen. Der Löwen-Keeper zeigt einmal mehr acht starke Paraden, steht am Ende der Partie bei 40 Prozent gehaltener Würfe und trägt einen entscheidenden Teil dazu bei, dass die Gelbhemden den Nordhessen frühzeitig den Zahn ziehen.

Ein besonderes Tor gelingt Patrick Groetzki in der 42. Spielminute. Haukur Thrastarson sucht den Captain, leitet das Leder unter Druck eigentlich etwas zu ungenau weiter, doch der erfahrene Rechtsaußen spitzelt den Ball in ungewöhnlicher Kempa-Manier mit den Fingerspitzen an Nebojsa Simic vorbei und lässt die Halle toben – 22:14.
Ein mindestens genauso wichtiges Tor fällt zwei Minuten vor Schluss. Nachwuchslöwe Elias Ciudad Benitez ist frisch auf der Platte und erzielt sein allererstes Tor in der Handball-Bundesliga zum 30:21 – der Applaus von den Rängen brandet abermals laut auf und bleibt. Denn zwar gelingt Rubén Marchán in der letzten Spielminute noch ein Treffer für die Gäste, doch mit der Schlusssirene steht ein überzeugender und für die Löwen erleichternder 30:22-Erfolg.
Klarer Heimsieg gegen Melsungen – Löwen melden sich eindrucksvoll zurück
Am Fun-Friday meldet sich die Machulla-Mannschaft auf der Mannheimer Platte eindrucksvoll zurück und feiert mit den über 8500 Fans in der Halle ausgelassen den wichtigen Sieg. „Einmal Löwe, immer Löwe“, hallt es von den Zuschauertribünen.

„Es war wichtig für uns, heute ein Erfolgserlebnis zu feiern. Wir wollten das Tempo extrem hochhalten, haben uns auf viele Dinge vorbereitet und haben es geschafft, Melsungen unter Druck zu setzen. Heute kann ich meiner Mannschaft einfach nur ein großes Kompliment machen. Das war sowohl in der Abwehr als auch im Angriff eine richtig gute Leistung – auch wenn Melsungen durch die European-Pokal-Phase sicherlich nicht ganz frisch war. Ich bin stolz!“, freut sich Maik Machulla nach dem Spiel.
Am kommenden Donnerstag geht es für die Badener mit einer Auswärtsaufgabe in Stuttgart weiter. Ins Ländle können die Gelbhemden nun mit einer ordentlichen Portion Selbstvertrauen reisen.
Löwen: Jensen (8 Paraden), Späth (1 Parade) – Larson, Timmermeister (1), Nothdurft, Plucnar, Sandell (3), Heymann, Steenaerts, Móré (1), Groetzki (3), Thrastarson (8/1), Ciudad Benitez (1), Baijens (6), Aspenbäck (2), Kohlbacher (5)
Melsungen: Simic, Palasics – Marchán (3), Mandic (1), Sipos (1), Krištopāns, Ignatow (1), Drosten (4/2), Thor Stafansson (4), Kulesh, Freyr Arnarsson (2), Schefvert (4), Mensing (1), Guardiola (1), Darmoul, Kastening
Trainer: Maik Machulla – Roberto Garcia Parrondo
Schiedsrichter: Lucas Hellbusch – Darnel Jansen
Zuschauer: 8.576
Strafminuten: –