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Sieg gegen Melsungen „gibt Selbstbewusstsein“
Am Freitagabend wartet das nächste Spiel auf die Rhein-Neckar Löwen. Vor dem siebten Spieltag in der Buderus Arena spricht Maik Machulla über die bevorstehende Partie gegen die HSG Wetzlar.
Am vergangenen Samstag gelang es den Rhein-Neckar Löwen ein erneut bis in die Schlussminuten enges Spiel zu ihren Gunsten zu entscheiden. Vor der Partie am Freitagabend, 19 Uhr, in der Buderus Arena, live bei Dyn und im Ticker in der Löwen-App, blickt Maik Machulla auf die zwei Punkte gegen Melsungen und die HSG Wetzlar. Zudem spricht der Löwen-Cheftrainer über Mentalität, Dani Baijens und die Außenposition.
Maik Machulla über..

..den Sieg gegen Melsungen: „Der gibt uns natürlich erstmal Selbstbewusstsein und vor allen Dingen auch das Wissen, dass wir enge Spiele auch für uns entscheiden können. Das hilft uns total, weil es auch nicht nur ein Sieg war mit zwei Toren Unterschied, sondern es war ein Sieg gegen Melsungen. Die spielen Champions League, haben vergangenes Jahr die European League gewonnen und sind verdammt schwer zu bespielen. Die haben einfach eine Top-Qualität und haben taktisch so viele Varianten und lassen dich niemals in den Rhythmus kommen. Natürlich brauchst du gegen so eine Mannschaft immer eine Top-Leistung, die hatten wir an dem Tag auch mit Dani, mit David und mit Gino, der dann reinkam und auch noch mal ein paar Akzente gesetzt hat. Ein Sieg alleine gegen Melsungen gibt dir ja schon mal Selbstbewusstsein, weil du weißt, dass es eine absolute Spitzenmannschaft ist. Aber insbesondere nach einer schwierigen Schlussphase gewonnen zu haben, war für uns sehr wichtig.“
„Müssen gewarnt sein“
..die HSG Wetzlar: „In Wetzlar ist es sowieso traditionell ein extrem schweres Auswärtsspiel. Ich finde, das ist eine der schönsten Hallen in Deutschland, dort herrscht eine unfassbare Atmosphäre. Mit Nikolaj Læsø haben sie auch einen Spieler, der viele Jahre Champions League gespielt hat. Das ist ein Shooter mit viel Erfahrung, der der Mannschaft nochmal ein ganz anderes Niveau gibt. Ich finde auch Niklas Theiß auf Rückraum rechts hat eine tolle Entwicklung genommen. Das ist ein sehr emotionaler, wurfgewaltiger Spieler, der auch Qualitäten im Eins-gegen-Eins hat. Mit Simic am Kreis haben sie ein Energiebündel und einen guten und harten Verteidiger. Das ist schon eine Aufgabe, die wir vor uns haben. Wir müssen gewarnt sein und wir dürfen uns nicht blenden lassen von irgendwelchen Tabellensituationen, schon gar nicht am siebten Spieltag. Wir dürfen uns auf uns konzentrieren und nicht so viel Fokus auf den Gegner legen, sondern wollen unser Spiel spielen und unsere Leistung bringen.“
..die Mentalität: „Wir wollten ein enges Spiel auch mal in unsere Richtung drehen. Das haben wir jetzt erstmal geschafft. Das bedeutet aber nicht, dass wir jetzt durch die Saison marschieren, sondern wir werden immer wieder gefordert sein, die gleichen Dinge auf die Platte zu bringen und in den entscheidenden Phasen dann die richtigen Entscheidungen zu treffen. Der Sieg hat uns insofern gut getan, dass wir jetzt von der Emotionalität und von der Mentalität auch eine ganz andere Trainingswoche haben. Die Jungs sind ein bisschen befreiter, aber das gibt uns ja keine Garantie auf Punkte. Wir müssen weiter hart arbeiten und wir wollen jetzt einfach weiter erfolgreich sein. Wir werden auch jetzt in dem Spiel am Freitag nicht alles richtig machen und wir werden auch wieder schwere Phasen durchleben müssen. Nur müssen wir die Tiefs, die wir in unserem Spiel haben, ein bisschen geringer halten. Wir müssen einfach daraus lernen. Ehrlicherweise war selbst das Spiel gegen Melsungen zu Hause vom Spielverlauf sehr ähnlich wie alle anderen davor. Wir waren ja auch schon wieder an der Grenze, die drei Tore in kurzer Zeit zu verspielen. Das ist die Hausaufgabe, die wir haben: Das in Wetzlar dann auch wieder besser machen als wir es in den Spielen zuvor gemacht haben.“

„Dani darf ein bisschen egoistischer sein“
..Dani Baijens: „Ich finde, dass Dani sein Potenzial immer besser ausschöpft. Er hat sein Spiel auch ein bisschen umgestellt und wir haben viel gesprochen. Wir haben auch gesagt, dass wir Dani nicht nur als reinen Spielgestalter und Steuerer sehen wollen, sondern auch seine Qualitäten im Abschluss, im Eins-gegen-Eins mit Zug Richtung Tor auf dem Spielfeld haben wollen. Er darf auch ein bisschen egoistischer sein und auch mal den einen oder anderen Angriff selber abschließen. Ich finde er hat da momentan eine echt gute Balance.“
..das Personal: „Wir werden Stand jetzt mit vollem Kader am Freitag nach Wetzlar fahren.“