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WM-Update: 3 Löwen unter den letzten 4

Teils dramatische Szenen im Viertelfinale / Halbfinale am Freitag mit Löwen-Duell

Löwe Romain Lagarde in Aktion.

Die K.o.-Phase bei der Handball-WM in Ägypten hat – leider ohne Deutschland – begonnen. Und wie sie begonnen hat! Allein im ersten Viertelfinal-Spiel am frühen Mittwochabend spielten sich Dramen ab, die für ein komplettes Turnier reichen würden. Am Ende setzte sich Titelverteidiger Dänemark gegen Gastgeber Ägypten im Siebenmeterwerfen (39:38) durch. Die beste Nachricht aus Löwen-Sicht: Das WM-Finale wird definitiv mit Löwen-Beteiligung stattfinden.

Rekord-Weltmeister Frankreich tat sich gegen starke Ungarn schwer, musste in die Verlängerung und gewann nach 70 Minuten 35:32. Rhein-Neckar Löwe Romain Lagarde kam auf eine Trefferquote von 50 Prozent (3/6), stand in den entscheidenden Spielmomenten, insbesondere in der Verlängerung, auf dem Feld und wies nach Kentin Mahé (1/2) die beste Trefferquote im höchst durchwachsen auftretenden französischen Rückraum aus. Die Kollegen Nedim Remili (4/9), Melvyn Richardson (0/3), Dika Mem (3/8) und Timothey N’Guessan (2/6) hatten allesamt nicht ihren allerbesten Tag erwischt.

Löwen kommen mindestens mit einer Silbermedaille von WM zurück

Will auch mit Schweden hoch hinaus: Löwe Albin Lagergren.

Im Halbfinale bekommen es die Franzosen nun mit Schweden zu tun. Das 35:23 über Katar war der mit Abstand souveränste Auftritt einer Mannschaft im Viertelfinale. Zentraler Erfolgsgarant auf schwedischer Seite war Löwen-Torwart Andreas Palicka mit einem Fabel-Abend: Insgesamt 10 Paraden bei 25 Würfen aufs Tor – das macht eine Fangquote von bockstarken 40 Prozent. Der Hammer dabei: Bei Würfen von sechs Metern, also direkt am Kreis, hat der Schweden-Hexer 6 von 10 entschärft und damit eine Weltklasse-Quote von 60 Prozent erreicht. Löwen-Kollege Albin Lagergren stand nach seiner Zehen-Verletzung und Corona-Erkrankung immerhin schon wieder über die Hälfte der Spielzeit auf dem Feld, blieb allerdings ohne Torerfolg.

Fest steht nach Mittwoch: Im WM-Finale am Sonntag werden entweder die Franzosen mit Romain Lagarde oder die Schweden mit dem Löwen-Duo Palicka / Lagergren stehen. Wenn die beiden Teams am Freitag um 17.30 Uhr aufeinandertreffen, wissen sie noch nicht, wer der Gegner im Finale sein wird. Um 20.30 Uhr ermitteln Spanien und Dänemark den zweiten Endspiel-Teilnehmer. Spanien hatte am Mittwoch Top-Favorit Norwegen 31:26 geschlagen und dabei unter anderem von der Verletzung Sander Sagosens und einer überragenden ersten Halbzeit der Herren Maqueda und Marchan profitiert. Beide Halbfinal-Spiele werden live auf Eurosport gezeigt.