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Die drei heißen Eisen der Löwen

MANNHEIM (de). Das Titelrennen in der Handball-Bundesliga geht wohl ohne sie zu Ende, noch aber haben die Rhein-Neckar-Löwen drei heiße Eisen im Feuer. Das erste davon glüht weiter, wenn heute (19 Uhr, Rhein-Neckar-Halle Eppelheim) im DHB-Pokal-Viertelfinale MT Melsungen besiegt wird.

Vom Kader her dürfte die Mannschaft von Trainer Michael Roth kein großer Stolperstein für die Löwen sein, doch überraschte Melsungen die Füchse Berlin kürzlich mit einem 22:22.

„Wir müssen voll konzentriert in dieses Spiel gehen”, sagten Olafur Stefansson und Torwart Henning Fritz unisono nach dem 29:27 gegen Vive Kielce in der Champions League an selber Stätte. 2500 Zuschauer in der ausverkauften Eppelheimer Halle sorgten am Sonntag für eine tolle Atmosphäre. Die ebenso nervös wie unkonzentriert beginnenden Löwen sorgten für eigentlich überflüssige Spannung. Doch Olafur Stefansson rückte die Erwartungen zurecht: „Das ist Champions League, da ist jeder Gegner stark.”

Nun, heute ist DHB-Pokal, es ist das Viertelfinale, der letzte Schritt also vor der sechsten Teilnahme am Final-Four in Hamburg. Der Sprung ins Pokal-Halbfinale ist das eine, mit dem Gegner MT Melsungen, nach wie vor abstiegsgefährdet, schon fast eine Pflichtaufgabe. Was eben die Gefahr für die Löwen darstellt, weil sie schon oft genug gerade bei solchen Auftritten zu Schlamperei neigten.

Das zweite Eisen ist eben die Champions League. Das Achtelfinale und da das Heimrecht im Rückspiel ist durch den zweiten Gruppen-Platz sicher. Das dritte ist dank des Flensburger Punkteklaus bei den Füchsen Berlin (24:24) die Bundesliga. Die Füchse sind am 23. März Gast in der SAP-Arena. Die Löwen können sie dort von Platz drei verdrängen und den direkten Weg in die nächste Runde der Champions League nehmen.

 02.03.2011