Veröffentlichung:

Löwen fliegen in die Gruppenphase

Im Rückspiel gegen Vardar Skopje lassen die Jungs von Sebastian Hinze nach dem 9-Tore-Sieg im Hinspiel nichts mehr anbrennen

Löwen fliegen in die Gruppenphase: Im Rückspiel gegen Skopje lassen die Löwen nach dem 9-Tore-Sieg im Hinspiel nichts mehr anbrennen.
Jannik Kohlbacher setzt sich am Kreis durch.

Löwen fliegen in die Gruppenphase: Mit einem 37:33 (17:17)-Rückspiel-Sieg gegen Vardar Skopje qualifizieren sich die Rhein-Neckar Löwen für die Gruppenphase der EHF European League. Im Hinspiel hatten sich die Männer von Sebastian Hinze mit 34:25 durchgesetzt. Am Sonntag im Heidelberger SNP dome zünden die Löwen genauso wie im Hinspiel nach der Pause so richtig und lassen aufopferungsvoll kämpfenden Nordmazedoniern am Ende keine Chance.

34 Tore in 30 Minuten: Halbzeit eins bietet Spektakel pur im Heidelberger SNP dome. Jannik Kohlbacher angelt hinten einen Ball und versenkt vorne den Gegenstoß: So stellt sich Sebastian Hinze Löwen-Handball vor (1:1, 3.). Beim 5:7 sind die Nordmazedonier zwei Tore vorne, haben zwei von neun Treffern Rückstand aufgeholt aus dem Hinspiel (8.). Nervös macht das die Männer in Gelb, die heute im orangefarbenen Sondertrikot spielen, nicht. Nach einer fantastischen Ballstafette über Juri Knorr, Einläufer Patrick Groetzki und Gustav Davidsson stellt Lion Zacharias auf 8:8 (13.). Zwei weitere Löwen-Treffer in Serie bringen die erste Zwei-Tore-Führung für die Hausherren (15.). Auszeit Vardar.

Achte Parade Mikael Appelgren, Konter Ymir Gislason: Da steht es 13:10, sind die Löwen erstmals auf drei Treffer weg (19.). Bis zur Pause bauen sie den Vorsprung aber nicht mehr aus. Das liegt zum einen an eigenen Nachlässigkeiten, aber vor allem auch daran, dass Vardar große Moral und riesigen Kampfgeist zeigt. Immer wieder tanken sie sich durch, selbst da, wo gar keine Lücke zu sein scheint. Der mächtige Kreisläufer Milan Lazarevski verkürzt auf 15:13 (24.) und 16:15 (27.). In die Halbzeit geht es nach feinem Tor von Tomislav Jagurinovski mit einem 17:17.

Löwen fliegen in die Gruppenphase: Volle Zündung nach der Pause

Steal Kohlbacher, Konter Lindenchrone: So kommen die Löwen nach der Pause ins Rollen (18:18, 33.). Im Tor steht nun Joel Birlehm, hält gegen Jagurinovski und bereitet das 19:18 durch Zacharias vor (34.). Ballverlust Vardar, Davidsson bedient Zacharias: Mit Tempo und dem fünften Tor des Youngsters stürmen die Löwen zum 21:20 (38.). Insgesamt liegt der Vorsprung nun bei zehn Treffern. Das Weiterkommen in die Gruppenphase steht weiter keineswegs zur Disposition, zumal Davidsson auf 22:20 stellt und Zacharias per schneller Mitte in derselben Spielminute das 23:21 bringt (40.).

Löwen fliegen in die Gruppenphase: Im Rückspiel gegen Skopje lassen die Löwen nach dem 9-Tore-Sieg im Hinspiel nichts mehr anbrennen.
Niclas Kirkeløkke nimmt Anlauf zum Wurf.

Absolut bemerkenswert, wie die Gäste weiterarbeiten, um jeden Ball kämpfen, alles geben – übrigens genauso wie die Fans auf den Rängen. Eine große Vardar-Abordnung lässt zusammen mit den euphorischen Löwen-Anhängern die Partie zu einem echten Handball-Fest werden. Das ist wahre Europapokal-Atmosphäre! Überragend das Kempa-Anspiel von Lindenchrone auf Davidsson (26:25, 45.). Der Spaßfaktor steigt weiter an. Großartig, wie Lindenchrone nach Ballverlust nach hinten sprintet und sich den Steal abholt (27:26, 47.). Schlagwurf Knorr zum 28:26 (48.) – da ist der Sieg in der Gesamtrechnung nur noch Formsache.

Parade Nummer vier Birlehm, Tor Nummer sieben Kohlbacher, da steht es 30:27 (52.). Nach einem Lindenchrone-Doppelschlag nimmt Vardar die zweite Auszeit (32:28, 55.). Lindenchrone mit seiner siebten Bude bringt die finale Entscheidung (36:31, 59.). Der Rest ist Feiern. Die Löwen sind zurück auf der europäischen Bühne!

Rhein-Neckar Löwen – Vardar Skopje 37:33 (17:17)

Löwen: Appelgren (1.-30., 8 Paraden), Birlehm (ab 31., 4 Paraden) – Kirkeløkke (2), Plucnar, Knorr (2), Óskarsson, Móré, Ahouansou (1), Davidsson (4), Groetzki (4/1), Gislason (2), Lindenchrone (7), Jaganjac, Zacharias (7), Kohlbacher (7)

Vardar: Tomovski (4 Paraden), Gogov (2 Paraden) – Jagurinovski (6), Georgievski (3), Karapalevski, Yasuhira (2), Lazarevski (7), Srdanovic (1/1), Nikolic (4), Petric (7), Djukic (2/1), Stojanovski, Alonso Garcia (1), Melo, Mishevski

Trainer: Sebastian Hinze – Vlado Nedanovski

Schiedsrichter: Ivars Cernavskis & Edmunds Bogdanovs

Zuschauer: 3014

Strafminuten: Gislason (2), Knorr (2) – Garcia (2), Mishevski (2)

Siebenmeter: 1/1 – 1/2

Vergebene / parierte Siebenmeter: Srdanovic trifft den Pfosten (39.).

Spielfilm: 0:1, 4:5, 5:7, 6:8, 10:8, 12:10, 15:11, 16:15, 17:17 (HZ), 17:18, 20:18, 23:21, 28:26, 29:27, 30:28, 32:28, 35:31, 37:33 (EN)