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Löwen gegen Melsungen – „Wir wollen Dinge besser machen“ 

Die Rhein-Neckar Löwen treffen am Freitag in Mannheim auf die MT Melsungen. Die Machulla-Mannschaft will dem Fun-Friday gerecht werden und für beste Stimmung in der SAP Arena sorgen.

Der Blick zurück auf das Auftaktmatch der Saison 2025/26 lohnt sich. Die Löwen holten sich am 29. August in der Rothenbach-Halle in Kassel die ersten beiden Punkte der Saison. Nach intensiven 60 Spielminuten freute sich die Machulla-Mannschaft über einen 29:27-Erfolg in Nordhessen. Rund neun Monate und fast eine komplette Spielzeit später wollen die Gelbhemden auch in der heimischen Löwenhöhle gegen die MT überzeugen. Anwurf ist am 1. Mai um 19 Uhr, live bei DYN und im Ticker in der Löwen-App

Im Rahmen des Fun-Friday-Angebots gibt es Tickets für den Stehblock zum Schnäppchenpreis von fünf Euro. Beachten sollten alle Löwen-Fans am Freitag, dass parallel der Maimarkt stattfindet. Aufgrund dessen werden die Parkhäuser P1–3 erst ab 15:30 Uhr geöffnet sein. Die Zufahrt zu diesen Parkhäusern wird an diesem Tag nur über die Zufahrt über die Ludwigshafener Straße möglich sein. Allen, die vorher anreisen, wird empfohlen, auf dem Maimarktgelände zu parken. Generell empfehlen die Löwen eine Anreise mit dem ÖPNV. Und damit zurück zum Sportlichen. Der Cheftrainer gibt einen Überblick zur anstehenden Aufgabe. 

Maik Machulla über..

..das Hinspiel in Melsungen: „Es war der erste Spieltag, aber wir haben damals schon relativ viel richtig gemacht. Wir haben deutlich gezeigt, wo wir mit der Mannschaft hinwollen. Insbesondere die Emotionalität, die Aggressivität und die Bereitschaft, füreinander einzustehen, haben gepasst. Trotzdem sind wir uns natürlich darüber bewusst, dass wir damals auf eine MT getroffen sind, die nicht im Vollbesitz ihrer Kräfte war. Wenn ich jetzt den Kader von heute mit damals vergleiche, dann hat sich gerade in der Abwehr relativ wenig verändert. Im Angriff hat Parrondo dafür deutlich mehr Optionen. Erik Balenciaga, Mohamed Amine Darmoul und Aaron Mensing sind zurück. Das sind drei absolute Topspieler, die der Mannschaft weitere Qualität geben. Von daher wird es am Freitag eine andere Partie werden. An das Hinspiel denken wir aber natürlich trotzdem gerne zurück. Das gibt uns schließlich auch Selbstvertrauen: das Wissen, dass wir gegen diese Mannschaft in dieser Saison bereits einmal Lösungen gefunden haben.“

Löwen feiern Auswärtssieg in Melsungen
Die Löwen feiern den Auswärtssieg zu Saisonbeginn bei der MT Melsungen.

..die MT: „Melsungen ist physisch eine sehr starke Mannschaft. Wenn ich auf die Bundesliga schaue, gehört die MT in diesem Bereich sicherlich zu den stärksten Teams der Liga. Selbst wenn ich Dainis Krištopāns rausnehme, der größentechnisch nochmal eine ganz eigene Liga ist, bleiben mit unter anderem Adrian Sipos und Anar Freyr Arnarsson physisch starke Spieler. Und Olle, den hier bei den Löwen natürlich alle bestens kennen, ist ein sehr schlauer Abwehrspieler, der das Spiel hervorragend lesen kann. Deshalb wartet auf uns auf jeden Fall eine riesengroße Aufgabe. Das haben sie einmal mehr im European-League-Spiel gegen Porto unter Beweis gestellt. Dass Melsungen gegen eine portugiesische Spitzenmannschaft einen Sieg mit fünf Toren Vorsprung herausspielt, zeigt, welche Klasse und Qualität im Kader vorhanden ist. 

Löwen in Melsungen
Die Löwen erwarten eine starke Melsunger Mannschaft in der SAP Arena.

..die Verteidigung von Dainis Krištopāns: „Ich bin schon froh, dass ich mit Robert und Basti zwei Spieler habe, die physisch ein bisschen etwas entgegenzusetzen haben. Auch Steven bringt körperliche Präsenz mit. Im Hinspiel ist es uns über weite Strecken gelungen, Krištopāns ordentlich zu verteidigen. Wir hatten ihn in Melsungen gut im Griff, dadurch, dass wir kompakt und aggressiv verteidigt haben. Aber ehrlicherweise muss man sagen, dass es fast unmöglich ist, einen solchen Spieler mit seiner Physis alleine zu stoppen – vor allem, wenn er mit Tempo kommt. Das wird definitiv eine Kraftaufgabe. Eine offensive Abwehr, die wir gegen Göppingen probiert und teilweise wirklich gut hinbekommen haben, kann eine Lösung sein. Vergessen darf man allerdings nicht, dass mit Balenciaga und Darmoul ebenfalls Spieler auf der Platte stehen, die schnelle Beine haben und die Lücken, die eine offensive Abwehr bietet, finden. Eine Balance zwischen einer gewissen Kompaktheit, aber auch einer Tiefe, um die gefährlichen Spieler früh annehmen zu können, wird wichtig sein. Ein guter Mix aus offensiv und defensiv.“

Löwen gegen Melsungen – „Wir wollen Dinge besser machen“ 

..die Lehren aus den Spielen gegen Flensburg und Göppingen: „Das Flensburg-Spiel hat uns erstmal gezeigt, wozu wir gerade zu Hause mit unseren Fans im Rücken in der Lage sind. Die Energie, die uns die Fans in der Halle geben, die brauchen wir. Wir wissen natürlich auch, dass wir jetzt Ergebnisse hatten, die vor allem rein ergebnistechnisch nicht positiv waren. Das ist uns absolut bewusst und das beschäftigt uns. Nichtsdestotrotz wollen wir weiter konzentriert an unserer Idee Handball zu spielen, arbeiten. Wir reden sehr oft über die gleichen Themen: die Chancenverwertung, die einfachen Fehler, die Verantwortung für den Ball. Das begleitet uns und deshalb haben wir unser Spiel ein Stück weit umgestellt, dass wir ein bisschen ruhiger auftreten und klarer in unseren Aktionen sind. Wir versuchen uns nicht mehr aus der gesamten Palette an Spielsystemen, die wir beherrschen, zu bedienen. Es geht vielmehr darum, bestimmte Systeme so lange anzuwenden, bis der Gegner eine Lösung dagegen findet. Das wird uns Ruhe geben. Darüber haben wir nach dem Göppingen-Spiel noch einmal vermehrt gesprochen. Vor allem müssen wir es schaffen, wieder eine gewisse Durchschlagskraft zu entwickeln. Das hat uns in Göppingen gefehlt. Erst mit dem taktischen Mittel des Sieben gegen Sechs konnten wir uns klare Situationen herausspielen. Das sollte uns auch im Sechs gegen Sechs gelingen. Was hingegen gut war: Wir haben unsere Fehlerquote gesenkt. Das Ziel ist immer, sich zu verbessern. Wir wollen Dinge besser machen!“

Maik Machulla vor Melsungen
Maik Machulla: „Wir wollen Dinge besser machen“ 

..den Wechsel von Sebastian Heymann: „Für beide Seiten ist es es gut, dass die Sache entschieden ist und Klarheit herrscht. Mir ist dabei aber noch ganz wichtig zu betonen, dass wir sehr gute Gespräche mit Basti geführt haben. Wir hatten einen wirklich offenen Austausch über viele Wochen und Monate. Dass Basti nicht zu 100 Prozent mit der Situation zufrieden war, haben wir besprochen. Im Abwehrzentrum hat er sich einen wichtigen Platz erkämpft und es dort nach einer nicht einfachen Phase herausragend gemacht, nur im Angriff hat sich diese Überzeugung bei uns nicht vollständig entwickelt. Als der Wunsch von Basti kam, den Verein in Richtung Hannover zu verlassen, lag es auch in unserer Verantwortung, offen und ehrlich darüber zu sprechen. Dem Verein gibt der Wechsel wirtschaftlich einen gewissen Freiraum für die Kaderplanung der nächsten Jahre. Das wollen wir bestmöglich nutzen und langfristig die optimale Lösung für die Löwen finden. Das kann auch bedeuten, dass wir in die kommende Saison nicht mit einem vollständigen 16er-Kader gehen und diese Position unbesetzt lassen.“