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Löwen widmen Sieg ihren Fans

Rhein-Neckar Löwen verabschieden sich mit einem Sieg im Spiel um Platz drei von den EHF Finals 2024 in Hamburg

Löwen widmen Sieg ihren Fans: Die Rhein-Neckar Löwen haben sich mit einem Sieg im Spiel um Platz drei von den EHF Finals 2024 in Hamburg verabschiedet. Gegen Dinamo Bukarest gelingt am Sonntag ein 32:31 (18:15) und damit ein versöhnlicher Abschluss des Finalturniers. Die Widmung des Sieges geht an die Fans der Löwen, die eine unfassbare Leistung auf den Rängen liefern und dafür allen erdenklichen Respekt verdient haben.

Wie gegen Berlin starten die Löwen stark. David Späth im Tor ist direkt da, vorne jeder Schuss ein Treffer. Tobias Reichmann bestätigt per Siebenmeter die 2-Tore-Führung (4:2, 4.). Auf der Gegenseite steckt Bukarest-Kreisläufer-Kante Miklos Rosta sein Revier ab, erzielt drei Tore in Serie zum 4:4 (6.). Andrii Akimenko bringt seine Truppe erstmals nach vorne (5:6, 8.). Dank der vierten Parade von David Späth und dem dritten Tor Jannik Kohlbachers schlagen die Löwen zurück, gehen 10:8 in Front, legen mit Juri Knorr und Steven Plucnar das 12:8 nach (16.) und bringen damit einen 5:0-Lauf auf die Platte in Hamburg.

Alles sieht nach einem Löwen-Tag aus. Und dann der Bruch. Ähnlich wie gegen Berlin verlieren die in Blau spielenden Gelbhemden die Kontrolle, leisten sich einfache Ballverluste und Fehlwürfe, kassieren binnen fünf Minuten einen 1:4-Lauf gegen sich (14:14, 24.). Der Unterschied zum Samstag: Dieses Mal berappeln sich die Männer aus Mannheim. Späth hält, David Móré geht steil: 15:14 (26.). Sechste Parade Späth, Tor Jon Lindenchrone: 16:14 (27.). Gar mit 18:15 und drei Treffern Vorsprung für die Löwen geht es in die Halbzeit. Das Erfolgsrezept: David Späth im Tor (7 Paraden, 32 Prozent Fangquote) und ein sehr beweglicher und variabler Angriff.

Doppelparade Späth, vierter Treffer Kohlbacher: So beginnt Durchgang zwei optimal aus Löwen-Sicht (20:15, 32.). Ein 0:3-Lauf bringt Bukarest direkt wieder auf zwei Tore ran (20:18, 36.). Es geht wieder zu leicht und zu schnell. Der starke Stanislav Kasparek erzielt den Anschluss (20:19, 36.) – und das vier Minuten nach einer 5-Tore-Führung. Jetzt ist es wieder ein komplett offenes Spiel. Steal Ymir Gislason und die Chance für die Löwen, wieder auf plus drei zu stellen. Niclas Kirkeløkke lässt sich nicht zweimal bitten, wuchtet ein zum 24:21 (42.). Apropos Wucht: Wahnsinn, was beide Fan-Lager an Stimmung produzieren. Ganz, ganz großes Kino auf den Rängen der Barclays Arena.

Gislason zieht das Stürmerfoul gegen Rosta, Móré geht auf und davon – da führen die Löwen wieder mit vier (27:23, 46.), sieht es nach einem versöhnlichen Abschluss der EHF Finals aus. Beim 28:23 nimmt Xavier Pascual die zweite Auszeit für Bukarest (47.). Mit dem Schuss von Späth ins leere Tor stellen die Löwen auf plus fünf (30:25, 51.), nach zahlreichen Ballverlusten und dem 31:30 durch Akimenko ist plötzlich wieder alles möglich (31:30, 29.). So wichtig das 32:30 durch Kapitän Patrick Groetzki! Letzte Auszeit Bukarest (59.). Nach dem 32:31 und im letzten Angriff Bukarests ist David Späth der Retter, hält den Wurf von Cenic und macht den Sieg perfekt.

Rhein-Neckar Löwen – Dinamo Bukarest 32:31 (18:15)

Löwen: Späth (11 Paraden, 1 Tor), Appelgren, Birlehm (1 Parade) – Kirkeløkke (5), Plucnar (1), Knorr (3), Móré (4), Ahouansou, Davidsson (2), Groetzki, Schefvert (2), Reichmann (5/1), Gislason, Lindenchrone (1), Zacharias, Kohlbacher (6)

Bukarest: Cupara (5 Paraden), Heidarirad (3 Paraden) – Rosta (6), Kasparek (5), Kuduz (2), Akimenko (4/2), Cenic (1), Dedu, Racotea (1), Negru, Alex (1), Kukic (3), Stanciuc, Bokhan (1), Zein (5), Militaru

Trainer: Sebastian Hinze – Xavier Pascual

Schiedsrichter: Andrej Budzak & Michal Zahradnik

Strafminuten: Kohlbacher (2) – Akimenko (2)

Siebenmeter: 1/2 – 2/3

Parierte / vergebene Siebenmeter: Birlehm hält gegen Akimenko (46.) – Cupara hält gegen Reichmann (29.)

Spielfilm: 2:0, 3:1, 4:2, 4:4, 5:6, 7:8, 12:8, 13:9, 14:11, 14:14, 16:14, 18:15 (HZ), 20:15, 20:19, 21:19, 22:20, 24:21, 26:23, 28:23, 28:24, 30:25, 31:27, 31:30, 32:30, 32:31 (EN)