Veröffentlichung:

Schlechter Anfang, gutes Ende (RNZ)

Kronau. Es war ein echter Härtetest, bei dem eigentlich nur zwei Asse der Rhein-Neckar Löwen fehlten: Gedeon Guardiola, der Weltmeister, und Niklas Landin, der Vize-Weltmeister. Der Kreisläufer und der Torwart hatten noch WM-Urlaub, sollten sich regenerieren von den Strapazen auf der iberischen Halbinsel. Doch der Rest war dabei, spielte gestern Abend im Freundschaftsduell für die Löwen gegen die HBW Balingen-Weilstetten. Und am Ende jubelten die Gelben, gewannen mit 33:30 (18:21) in der Kronauer Mehrzweckhalle gegen die Schwaben.

Meisterlich war’s allerdings nicht, was die Löwen zunächst auf die Platte brachten. Vor allem die Defensive um Abwehrchef Oliver Roggisch war löchrig wie ein Schweizer Käse. Und vorne? Dort glänzten nur wenige. Insbesondere Kreismann Bjarte Myrhol und Rückraum-Riese Isaias Guardiola drehten auf. Beide erzielten bis zur Pause Tore am Fließband. Myrhol sieben, Guardiola fünf. Trotzdem hätten es noch ein paar mehr sein können: Balingen führte zur Pause mit 21:18. „Das lag daran, dass wir hinten mitunter geschlafen haben“, bilanzierte Löwen-Trainer Gudmundur Gudmundsson, „aber es ist eben nie leicht, wenn man wochenlang nicht mit dem kompletten Kader trainieren kann.“

Doch nach dem Wechsel wurde vieles besser. Gerade die Abwehr. Die glich nun einer Festung. Gudmi nickte: „In der zweiten Halbzeit haben wir gezeigt, welchen Handball wir spielen können und nur neun Gegentore zugelassen.“

Ab Donnerstag werden nun auch Gedeon Guardiola und Niklas Landin wieder im Training dabei sein. Dann geht’s wieder geschlossen zur Sache. Gudmundsson: „Wir werden uns voll auf Flensburg konzentrieren.“ Die Nordlichter sind am 5. Februar der nächste Gegner im DHB-Pokal.

Neues gibt es übrigens über Jonas Maier zu berichten. Der Nachwuchskeeper, der hinter Landin und Goran Stojanovic die Nummer drei bei den Löwen ist, wird nach RNZ-Informationen nach dieser Saison wohl den Verein wechseln, um bei einem anderen Erstligisten Spielpraxis sammeln zu können.

Rhein-Neckar Löwen: Groetzki 3, Myrhol 7, Schmid 6/2, Stojanovic 1, I. Guardiola 5, Sigurmannsson 5, Du Rietz 2, Sesum 3, Petersson 1.

Von Daniel Hund