Es war schon hell am gestrigen Morgen, als die Spieler der Rhein-Neckar Löwen ziemlich gerädert in Kronau eintrafen. Sechs Stunden Busfahrt durch die Nacht sind kein Pappenstil für Männer mit Gardemaß. Entspannt war die Lage dennoch, schließlich hatten sich die Handballprofis nicht nur als Tabellenführer auf die Heimreise aus Leipzig gemacht, sondern auch auf die Zielgerade zu ihrem ersten deutschen Titel.
Ein Sieg gegen Leipzig und vor allem die Pleite des Rivalen aus Kiel verbessern die Aussichten für die Rhein-Neckar-Löwen erheblich – „So schnell kann’s gehen“, freute ich Uwe Gensheimer
Seit dem Jahr 2012 trägt Gedeon Guardiola das Trikot der Rhein-Neckar Löwen. Der Kreisläufer ist aus der Defensive des Tabellenführers der DKB Handball Bundesliga schon lange nicht mehr wegzudenken, entwickelte sich in seiner Zeit in der Bundesliga nicht nur zu einem Publikumsliebling der Löwen-Fans, sondern auch zu einem der besten Abwehrspieler der Welt.
Innerhalb von drei Tagen ging es für die Löwen einmal in die Hölle und wieder zurück. Weil der THW Kiel gestern Abend in der Bundesliga in Magdeburg verlor und die Badener beim SC DHfK Leipzig mit 30:21 (13:10) gewannen, haben sie wieder beste Chancen, Deutscher Meister zu werden.
Innerhalb von drei Tagen ging es für die Löwen einmal in die Hölle und wieder zurück. Weil der THW Kiel gestern in der Handball-Bundesliga überraschend in Magdeburg verlor und die Badener beim SC DHfK Leipzig mit 30:21 (13:10) gewannen, haben sie wieder beste Chancen, Deutscher Meister zu werden.
Die Niederlage bei den Berliner Füchsen (20:24) hat die Protagonisten der Rhein-Neckar Löwen ins Mark getroffen. Vier Spieltage vor dem Ende der Saison ist der erstmalige Gewinn der Meisterschaft wieder in Gefahr. Morgen, 20.45 Uhr, müssen die Badener beim SC DHfK Leipzig gewinnen, um Tabellenführer zu bleiben.
Weil die Rhein-Neckar Löwen am Sonntag erst gegen 23 Uhr im Hotel Lindner in Leipzig eintrafen, blieb den Handballern nach der ernüchternden 20:24-Niederlage bei den Füchsen Berlin wenigstens die Begegnung mit trunkenen Fußballfans des Erstliga-Aufsteigers RB Leipzig erspart.
„Dieses Spiel war der erste richtige Blackout in dieser Bundesliga-Saison.“ Bei Lars Lamadé, dem Geschäftsführer der Rhein-Neckar Löwen, wirkte die 20:24-Pleite in der Hauptstadt gestern noch nach. Berlin war diesmal nämlich keine Reise wert.