Kronau/Östringen. Die Rhein-Neckar Löwen stehen unter Schock. Karol Bielecki (Foto: GES), der erst vor einer Woche seinen Vertrag beim badischen Bundesligisten vorzeitig bis 2015 verlängert hatte, wird Trainer Ola Lindgren auf unbestimmte Zeit fehlen. Der polnische Nationalspieler erlitt im Länderspiel gegen Kroatien eine schwere Augenverletzung und muss sogar um die Fortsetzung seiner Karriere als Handballprofi bangen.
Uwe Gensheimer hat mit acht Toren entscheidend dazu beigetragen, dass die deutsche Nationalmannschaft gute Chancen hat, sich für die Weltmeisterschaft im nächsten Jahr in Schweden zu qualifizieren. Der Linksaußen der Rhein-Neckar Löwen war der beste Torschütze beim 25:20 (14:9) der DHB-Auswahl gegen Griechenland. Vor 6500 Zuschauern in Dortmund verpasste es Deutschland, sich vor dem Rückspiel in einer Woche eine noch bessere Ausgangssituation zu verschaffen.
Schock für die Rhein-Neckar Löwen: Bei einem Test-Länderspiel zwischen Polen und Kroatien hat sich gestern Abend Karol Bielecki schwer verletzt. Dem Rückraumspieler der Badener hat ein Gegenspieler bei einer Abwehraktion unglücklich ins Auge gegriffen. Direkt nach dem Unfall wurde Bielecki in eine Spezialklinik nach Lublin gebracht und sofort operiert.
Vizepokalsieger, Viertelfinalist in der Champions League, Platz vier in der Liga und damit die erneute Chance nächste Runde in der Königsklasse mit dabei zu sein. Auf den ersten Blick sieht die Bilanz der gerade zu Ende gegangenen Saison bei den Rhein-Neckar Löwen ganz ordentlich aus.
Dieses Duo wäre wohl die Wunschvorstellung jedes Klubtrainers auf der Welt. Wer auf der Position des Linksaußen auf Lars Christiansen und Eduard Kokšarov zurückgreifen kann, hat keine Sorgen mehr. Über viele Jahre hinweg waren der Däne und der Russe das Nonplusultra im internationalen Handball auf ihrer Position und jetzt können sich die Fans der Rhein-Neckar Löwen darauf freuen, beide Meister ihres Fachs in einem Team spielen zu sehen. Beim Benefi zspiel zu Gunsten von Kataryna und Nikita Velyky am 26. Juli in der SAP ARENA (Hier gibt es Tickets) verstärken sie die Weltauswahl, die an diesem Tag auf die Badener treffen wird.
Heidelberg. (dh) Sie sind eng befreundet, telefonieren regelmäßig. Spätestens ab dem Sommer 2011 gehören überhöhte Telefonrechnungen nun der Vergangenheit an. Karol Bielecki und Krzysztof Lijewski werden dann vereint sein. Im Rückraum der Rhein-Neckar Löwen werden sie wirbeln, Seite an Seite. Und das bis 2015: Lijewski (26), der vomHSV Hamburg kommt, unterschrieb einen Vier-Jahres-Vertrag und Bielecki (28) verlängerte sein Arbeitspapier vorzeitig um drei weitere Jahre.
Mannheim. In der abgelaufenen Saison fehlte den Rhein-Neckar Löwen in der Handball-Bundesliga zuweilen die Durchschlagskraft im (rechten) Rückraum, spätestens 2011 müssen sich die gegnerischen Torhüter dann aber warm anziehen. Nachdem Krzysztof Lijewski (oberes Bild) von Pokalsieger Hamburger SV bereits mündlich zugesagt hatte, wurde nach Abschluss der Spielzeit gestern nun auch der Vertrag des polnischen Nationalspielers bei den Badenern fixiert. Lijewski wechselt im Sommer 2011 zu den Löwen und soll bis 2015 für die Gelbhemden auf Torejagd gehen.
Die Geschäftsstellen der Rhein-Neckar Löwen in der Mannheimer Mallaustraße und im Kronauer Sportzentrum bleiben von Montag, 14. Juni, bis einschließlich Sonntag, 27. Juni, geschlossen.
Die Rhein-Neckar Löwen arbeiten weiterhin fieberhaft am künftigen Kader: Die Badener verlängerten nun vorzeitig den bis zum 30. Juni 2012 laufenden Vertrag mit Karol Bielecki um weitere drei Jahre bis zum 30. Juni 2015 und sicherten sich zudem die Dienste des polnischen Nationalspielers Krzysztof Lijewski. Der 26-jährige Linkshänder kommt 2011 vom Ligakonkurrenten HSV Hamburg zu den Badenern. Dort hat der 1,99 Meter große Rückraumspieler einen Vier-Jahres-Vertrag bis 2015 unterschrieben.
Mannheim. Es war eine Saison mit Höhen und Tiefen. Die Rhein-Neckar Löwen gewannen fast den DHB-Pokal, müssen im Kampf um die Champions-League-Qualifikation aber nachsitzen. Thorsten Storm, der Manager des Handball-Bundesligisten, blickt im Interview auf die Spielzeit 2009/2010 zurück.
Karlsruhe. Bereits vor dem finalen Anwurf in dieser Saison der Handball-Bundesliga konnte Thorsten Storm den ersten Erfolg vermelden. „Auch Patrick Groetzki hat seinen Vertrag vorzeitig bis 2014 verlängert. Das macht uns alle sehr stolz“, teilte der Manager der Rhein-Neckar Löwen den 4 121 Zuschauern in der Karlsruher Europahalle mit.
„In der Liga wäre mehr drin gewesen.“ Die gerade zu Ende gegangene Saison 2009/2010 war für die Rhein-Neckar Löwen aus Sicht von Thorsten Storm eine Runde mit Höhen und Tiefen.