NEU-ANSPACH. Zwei Weltmeister sieht man nicht jeden Tag – und so waren die Mädchen und Jungen der Grundschule am Hasenberg in Neu-Anspach auch entsprechend aufgeregt, die beiden deutschen Handball-Weltmeister von 2007, Oliver Roggisch und Henning Fritz, sowie den schweizer Handballer Andi Schmid zu treffen. In zwei Trainingseinheiten wiesen die drei Handball-Profis der Rhein-Neckar-Löwen den Nachwuchs in den Handballsport ein.
Kiel. Dreißig Sekunden vor Spielende leerte sich die Ostseehalle. Und zwar schlagartig. Die Fans des Handball-Bundesligisten THW Kiel flüchteten. Hier, in dieser großen Handball-Oper, wo sonst nur große Feste, Siege und Titel gefeiert werden, jubelten gestern vor 10 250 Zuschauern nur die Rhein-Neckar Löwen. Sie hatten einen Coup gelandet. Mit 33:31 (19:17) gewannen die Badener das Spitzenspiel an der Ostsee. Die Löwen rissen wenige Augenblicke vor Spielende die Arme in die Höhe, bejubelten den historischen Erfolg. Ex-THW-Profi Henning Fritz strahlte über beide Ohren: „Ich habe in meinem Sportlerleben schon viel erlebt. Aber einen Sieg in Kiel noch nicht.“
KIEL. Lange hat’s gedauert, gestern wurde es geschafft. Die Rhein-Neckar-Löwen gewannen ihr Auswärtsspiel beim THW Kiel mit 33:31 (19:17), eine Premiere in der wie immer ausverkauften Sparkassenarena.
Karlsruhe/Kiel. Im zehnten Anlauf hat es endlich geklappt. Die Rhein-Neckar Löwen haben erstmals in ihrer Vereinsgeschichte beim THW Kiel gewonnen. Mit 33:31 (19:17) Toren behielten die Schützlinge von Trainer Gudmundur Gudmundsson gestern Abend in der ausverkauften Sparkassen-Arena die Oberhand und zogen in der Tabelle der Handball-Bundesliga mit dem zweitplatzierten deutschen Rekordmeister gleich. Zudem dürfen sich die Badener zumindest ein kleines bisschen als „Meistermacher“ fühlen – schließlich nahm der HSV Hamburg die Löwen-Steilvorlage aus Kiel auf, löste die Auswärtsaufgabe bei der SG Flensburg-Handewitt souverän und und baute durch den 34:30-Erfolg seine Tabellenführung auf acht Zähler aus. Das Kräftemessen der Löwen mit dem designierten deutschen Meister aus der Hansestadt wurde unterdessen um einen Tag auf den 3. Mai nach vorne verlegt. Der Anwurf in der Mannheimer SAP-Arena erfolgt um 19.15 Uhr.
Kiel. Es ist eine Aufgabe, die anders ist, als die anderen. Schwerer, gleichzeitig irgendwie aber auch leichter. Zumindest vom Kopf her. In Kiel, gegen die Handball-Übermannschaft der letzten Jahre, beim Rekordmeister gelten andere Gesetze. Oben im hohen Norden hat niemand etwas zu verlieren. Dort gilt: Vieles kann, nichts muss. Da machen auch die Stars der Rhein-Neckar Löwen keine Ausnahme. An der Ostsee gleicht auch das badische Handball-Flaggschiff einem Schlauchboot. Bis gestern wohlgemerkt, bis zum sensationellen 33:31 (19:17)-Paukenschlag, als man den ruhmreichen THW zum Kentern brachte. „Und das verdient“, jubelte Löwen-Manager Thorsten Storm, „wir waren einfach das bessere Team, das war kein Glück.“
Den Coup beim Meister gelandet: Die Rhein-Neckar Löwen haben in einer vorgezogenen Partie beim THW Kiel die Überraschung in der Toyota Handball-Bundesliga geschafft. Die Badener gewannen am Mittwochabend bei den Zebras mit 33:31 (19:17) und haben damit – nun punktgleich mit den Norddeutschen – eindrucksvoll ihre Ambitionen auf die Champions-League-Qualifikation unterstrichen. Uwe Gensheimer, Žarko Šešum und Ivan Čupić mit jeweils sechs Treffern waren die erfolgreichsten Werfer bei den Löwen.
MANNHEIM (de). Tag der Vorentscheidungen in der Handball-Bundesliga? Spitzenreiter HSV Hamburg tritt bei der SG Flensburg-Handewitt an, die Rhein-Neckar-Löwen beim THW Kiel (19.30 Uhr, live, Sport1 ).
Kiel. Emotionen stecken in diesem Duell seit eh und je: Sie mögen sich eben nicht, der THW Kiel und die Rhein-Neckar Löwen. Und deshalb geht es auch heute (19.30 Uhr) im Topspiel der Handball-Bundesliga zwischen dem Branchenprimus von der Ostsee und dem Herausforderer aus dem Südwesten nicht nur um zwei Punkte, sondern vor allem auch ums Prestige.
Heidelberg. (dh) Ausschlafen ist für die Rhein-Neckar Löwen heute ein Fremdwort. Früh müssen sie aus den Federn, die „Besten aus dem Südwesten“: Mit dem Flieger geht es von Frankfurt nach Hamburg und wenig später per Bus weiter an die Ostsee. Dort haben die Gelbhemden einen Termin, einen dienstlichen: Um 19.30 Uhr treffen die Löwen im Bundesliga-Duell auf den THW Kiel. Genau, es ist das vorgezogene Spiel. Das, das eigentlich keiner wollte, aber auch keiner verhindern konnte.
Kronau/Östringen. Zu holen gab es für die Rhein-Neckar Löwen bei den bisherigen Auftritten an der Ostsee nichts. Alle neun Gastspiele in Kiel hat der badische Handball-Bundesligisten verloren. Heute Abend (19.30 Uhr/live in Sport1) nehmen die Schützlinge von Trainer Gudmundur Gudmundsson erneut Anlauf, um endlich Beute in Form von Punkten beim deutschen Rekordmeister zu machen. „In Kiel hat man nichts zu verlieren“, erklärt der Löwen-Coach, der einen selbstbewussten Auftritt seiner Mannschaft ankündigt: „Wir wollen unsere starken Leistungen aus den vergangenen Wochen bestätigen.“
Die Rhein-Neckar Löwen treffen im Viertelfinale der VELUX EHF Champions League auf den französischen Meister Montpellier HB. Nun sind die Begegnungen in der Runde der letzten Acht terminiert: Das Hinspiel wird am Sonntag, 24.April (17.45 Uhr), in der Mannheimer SAP ARENA ausgetragen. Das Rückspiel findet am Samstag, 30. April (17 Uhr), in Montpellier statt.
Glücklich waren die Verantwortlichen der Rhein-Neckar Löwen nicht, als die Bundesliga-Partie beim THW Kiel auf den morgigen Mittwoch vorverlegt wurde. Doch diese Gedanken zählen jetzt nicht mehr, denn um 19:30 Uhr wollen die Badener die Sparkassen-Arena in Kiel einnehmen. Mit einem Sieg könnte die Truppe von Guðmundur Guðmundsson mit dem THW in der Tabelle gleichziehen und einen großen Schritt in Richtung Champions-League-Qualifikation machen.