Der 29. Mai 2019 markiert die Geburtsstunde eines echten Derbys. Zuvor war es meist sehr einseitig und deshalb auch wenig stimmungsvoll zugegangen zwischen Löwen und Eulen. Seither ist der Respekt beiderseits enorm, was man insbesondere Patrick Groetzki nach dem Auftaktsieg gegen den TVB Stuttgart am Sonntag anhörte.
Seit Anfang März lag sie auf Eis, die stärkste Liga der Welt. Nun ist die LIQUI MOLY Handball-Bundesliga wieder gestartet. Am Donnerstag, den 1. Oktober, fast sieben Monate nach dem Corona-Abbruch, gab es vier Duelle – und direkt die erste große Überraschung.
Die Rhein-Neckar Löwen sind bei der Auslosung zur Gruppenphase der EHF European League in Gruppe D gelandet. Sie treffen auf die Teams von Grundfos Tatabanya (Ungarn), Kadetten Schaffhausen (Schweiz), Eurofarm Pelister (Nordmazedonien), GOG (Dänemark) und Trimo Trebnje (Slowenien).
Es war weder schön noch effizient. Am Ende brauchten die Rhein-Neckar Löwen eine Portion Glück und das Herz ihrer Einzelkönner, um sich trotz einer mäßigen Leistung für die Gruppenphase der EHF European League zu qualifizieren.
Erinnern Sie sich an den 3. März dieses Jahres? Es war ein ziemlich trüber Tag in Mannheim, bei etwas über sieben Grad ließ sich die Sonne gerade einmal knapp zwei Stunden blicken. In den Nachrichten die Schlagzeile: „Coronavirus jetzt in fast allen Bundesländern“. Am Abend gingen in der SAP Arena die gelben und blauen Außenlichter an – zum vorerst letzten Mal. Es sollte für eine lange Zeit das letzte Löwen-Heimspiel bleiben.
Die Rhein-Neckar Löwen haben den Grundstein für den Einzug in die Gruppenphase der EHF European League gelegt. Am Dienstagabend gewann die Truppe von Trainer Martin Schwalb bei TTH Holstebro 28:22 (13:9) und verschaffte sich damit eine optimale Ausgangslage für das Rückspiel am kommenden Dienstag, 29. September.
Endlich wieder Handball! Dass dazu auch Reisen gehören, teils sehr lange und anstrengende – geschenkt! Die Spieler der Rhein-Neckar Löwen können es kaum erwarten, am Dienstagabend (18.45 Uhr, live im Internet-Stream der EHF) das erste Pflichtspiel seit dem 8. März zu absolvierten.
Da ist er, der erste Titel der Saison. Mit einem 31:28 (15:16) über Bundesliga-Rivale HBW Balingen-Weilstetten sichern sich die Rhein-Neckar Löwen den BGV Handball Cup 2020 und gehen mit einem guten Gefühl in die letzte Trainingswoche vor dem Pflichtspiel-Start am 22. September.
Vor dem Finale des BGV Handball Cup spricht der Löwen-Trainer über seine Ansprüche, schwache Minuten gegen Göppingen und einen lieb gewonnenen Weggefährten.
Die Rhein-Neckar Löwen stehen im Finale um den BGV Handball Cup 2020. Am Freitagabend zeigte die Truppe von Trainer Martin Schwalb eine ausgezeichnete Offensivleistung, spielte eine sehr solide Abwehr und setzte sich gegen Bundesliga-Rivale FRISCH AUF! Göppingen mehr als deutlich mit 34:21 (19:14) durch.
An Tag 1 der Entscheidungen geht es zunächst zwischen den beiden Gruppenletzten HSG Konstanz (Gruppe B) und SG BBM Bietigheim (A) um Platz fünf. Im Anschluss spielen die Rhein-Neckar Löwen und FRISCH AUF! Göppingen den ersten Finalisten für Sonntag aus (17.30 Uhr). Um 20 Uhr startet dann das zweite Halbfinale, ein reines Schwaben-Duell zwischen HBW Balingen-Weilstetten und TVB Stuttgart.