Alle guten Dinge sind drei – solange es sich nicht um das Punktekonto der SG Kronau/Östringen nach zwei Partien ihrer ersten Saison in der Baden Württembergischen Oberliga handelt. Doch dem Unentschieden im zweiten Spiel noch länger nachzutrauern bringt nichts, stattdessen sind die Blicke längst wieder nach vorne gerichtet. Am Samstag, 25. September, geht es beim TB Kenzingen wieder um zwei Zähler. Für das Tabellenschlusslicht um Spielertrainer Aurelijus Steponavicius gilt es in der Üsenberghalle in Kenzingen ab 20 Uhr nach zwei Niederlagen gegen Willstädt und Oftersheim/Schwetzingen endlich die ersten Zähler einzufahren. Doch das werden die Gäste zu verhindern wissen.
Kronau. „Ich habe eine langfristige Strategie bis 2015“, begann Jesper Nielsen gestern im Kronauer Handball-Trainingszentrum eine Pressekonferenz. „Deshalb haben wir viele Neuverpflichtungen mit langen Verträgen und auch der Vertrag mit Thorsten Storm wurde bis 2015 verlängert.“ So weit so gut. Der letzte Drei-Jahres-Plan mit dem Ziel in der Bundesliga zur Spitze vorzustoßen war ja abgelaufen. Doch dann platzte die Bombe: „Mein Vertrauen in Ola Lindgren reicht nicht bis 2015, Gudmundur Gudmundsson wird neuer Cheftrainer und hat einen Fünf-Jahres-Vertrag bis 2015. Ich habe keine Zweifel, dass er die Mannschaft nach oben führt“, sagte der Löwen-Aufsichtsratsvorsitzende zwei Tage vor dem Start der Löwen in die Champions League am Samstag (16.20 Uhr) beim FC Barcelona. Der bisherige Sportliche Leiter rückt also auf die sportliche Kommandobrücke der Löwen.
Kronau/Östringen. Bereits wenige Stunden vor der Auftaktpartie in der Champions League haben die Rhein-Neckar Löwen für Schlagzeilen gesorgt. Gestern Nachmittag gab der Handball-Bundesligist überraschend die Trennung von Trainer Ola Lindgren bekannt. Auch der bisherige sportliche Berater, Kent-Harry Andersson, hat bei den Löwen keine Zukunft mehr.
Mannheim. Als das alte Trainerteam gerade erst ein paar Stunden von seinen Aufgaben entbunden war, leitete schon der neue Chefcoach die erste Übungseinheit bei den Rhein-Neckar Löwen. Keine Frage: Beim Handball-Bundesligisten überschlugen sich gestern die Ereignisse. Am Mittag erfuhren Ola Lindgren und sein Assistent Kent-Harry Andersson von ihrer Entlassung. Die Gesellschafter Michael Notzon, Jesper Nielsen und Manager Thorsten Storm teilten den beiden Schweden die Entscheidung mit.
Was als stinknormale Pressekonferenz vor dem ersten Auftritt in der Champions League angekündigt war, entpuppte sich gestern bei den Rhein-Neckar-Löwen als Überraschungsei. Entschlüpft ist dem Gudmundur Gudmundsson als neuer Trainer.
Paukenschlag in Kronau: Jesper Nielsen verkündete heute die sofortige Trennung von Trainer Ola Lindgren und seinem Assistenten Kent-Harry Andersson, der neue Cheftrainer heißt Gudmundur Gudmundsson. In der 74. Folge von Siebenmeter spricht der Aufsichtsratvorsitzende der Löwen über eine zumindest für Außenstehende überraschende Entscheidung und der neue Mann auf der Kommandobrücke gibt einen Einblick in seine Arbeitsweise. Außerdem: Mehr zu Pokal, Sesum, Champions League und Nachwuchstalente aus dem Kronauer Handball-Internat.
Die Rhein-Neckar Löwen haben sich mit sofortiger Wirkung von ihrem Trainergespann Ola Lindgren und Kent-Harry Andersson getrennt. Ab sofort steht der bisherige sportliche Leiter Guðmundur Guðmundsson auf der Kommandobrücke beim badischen Handball-Bundesligisten. Der Isländer erhält einen Fünf-Jahres-Vertrag bis 2015 bei den Löwen.
Göppingen. (HW) Pokalüberraschungen sind im Handball zwar auch möglich, aber nicht so häufig wie bei den Fußballern. Doch während am Dienstag die Erstligisten HSG Wetzlar (25:32 in Obernburg) und TV Großwallstadt (24:25 in Korschenbroich) gegen Zweitligisten ausgeschieden sind, haben die Rhein-Neckar Löwen beim TSV Heiningen nichts anbrennen lassen und siegten mit 49:19 (24:10). „Ich bin sehr zufrieden, der Klassenunterschied wurde deutlich“, sagte Trainer Ola Lindgren.
Göppingen. Am Ende ging es nur noch darum, ob die Rhein-Neckar Löwen die 50-Tore-Marke knacken. Aber dass es in der 2. Runde des DHB-Pokals beim schwäbischen Fünftligisten TV Heiningen dann letztlich doch beim 49:19 (24:10) blieb, werden die Badener verschmerzen können. Keine Verletzten, ein überdeutlicher Sieg und kein unnötiger Substanzverlust vor dem Champions-League-Knaller in Barcelona – genau so hatten sich die Löwen die Partie in der Göppinger EWS Arena vorgestellt.
Karlsruhe/Göppingen (bin/ug). Leicht und locker haben die Rhein-Neckar Löwen die Pflichtaufgabe in der zweiten Hauptrunde des DHB-Pokals gelöst. In der Göppinger EWS-Arena gewann der badische Handball-Bundesligist mit 49:19 (24:10) gegen den TSV Heiningen und ließ dem Fünftligisten nicht den Hauch einer Chance. Bester Werfer für das Team von Trainer Ola Lindgren war Neuzugang Andy Schmid. Der Schweizer Nationalspieler erzielte elf Tore. Für die überforderten Gastgeber gelangen Daniel Mayer sechs Treffer. Die Partien der dritten Pokalrunde, die am 20. Oktober stattfinden sollen, werden am Sonntag ausgelost. Das Final Four wird am 7./8. Mai 2011 in Hamburg ausgetragen.
Die Rhein-Neckar Löwen haben in der zweiten Runde des DHB-Pokals ihre Pflicht erfüllt: In der Göppinger EWS-Arena besiegten die Löwen den Württemberg-Ligisten TSV Heiningen standesgemäß mit 49:19 (24:10) und glänzten damit noch einmal vor der schweren Auswärtsaufgabe in der EHF Champions-League am Samstag in Barcelona.
Die Rhein-Neckar Löwen sind ihrer Favoritenrolle im DHB-Pokal vollauf gerecht geworden. Die Badener gewannen ihr Zweitrundenduell beim Württembergligisten TSV Heiningen ungefährdet 49:19 (24:10). Andy Schmid war mit elf Toren der erfolgreichste Angreifer der Löwen, die vor 2800 Zuschauern in der EWS Arena in Göppingen ihre Klasse bewiesen. Dass störte die Heininger aber nicht, sie feierten ihre Mannschaften und sich selbst, für sie war das Duell gegen den Bundesligist das Spiel des Jahres.