Mannheim. Die „Spionage-Abteilung“ der Rhein-Neckar Löwen hatte ganze Arbeit geleistet, spätestens nach der Video-Sitzung dürfte sich der Respekt vor dem polnischen Meister KS Kielce endgültig in den Köpfen der Profis um Trainer Ola Lindgren (Bild) festgesetzt haben. „Das ist ein gutes Kollektiv, das mit viel Euphorie am Werk ist“, hat der Schwede vor Spiel zwei in der Champions League (heute, 19.15 Uhr, Europahalle Karlsruhe, Eurosport) beobachtet.
Heidelberg. (dh) Auf die Rhein-Neckar Löwen wartet am heutigen Donnerstag um 19.15 Uhr in der Karlsruher Europahalle die nächste Champions-League-Hürde: Die Gelbhemden treffen auf Kielce, den neuen Klub von Ex-Löwe Mariusz Jurasik. „Wir müssen auch dieses Spiel gewinnen, andernfalls war der Auftaktsieg nichts wert“, so Manager Thorsten Storm, der den „nächsten Schritt“ im Reifeprozess der Badener fordert.
Als Bogdan Wenta im Juni 2008 einen Vertrag als Trainer bei KS Vive Kielce unterschrieb, war die Verwunderung in der Bundesliga zunächst groß. Schließlich schien der Wechsel nach Polen ein Rückschritt für den Mann zu sein, der knapp ein Jahr zuvor mit dem SC Magdeburg noch den EHF-Pokal gewonnen hatte. Unter seinen Fittichen hatte er in dieser Zeit mit Grzegorz Tkaczyk und Karol Bielecki übrigens auch zwei Löwen. Mit seinem neuen Klub, mit dem er in der vergangenen Saison das Double in Polen holte, hat sich Wenta aber einiges vorgenommen. Morgen treffen die Polen in der Karlsruher Europahalle in der Champions League auf die Rhein-Neckar Löwen. Anwurf ist um 19:15 Uhr.
Mannheim. „Qualifikant“ hört sich im Sportgeschehen nie besonders furchteinflößend an. Irgendwie sind Qualifikanten meist durch die Hintertür ins Konzert der Großen gerutscht und meist auch schnell wieder verschwunden. Doch der KS „Vive“ Kielce ist in dieser Hinsicht sicher die große Ausnahme in der gerade gestarteten Saison der Handball-Champions-League. Davon können sich am Donnerstag (19.15 Uhr, Europahalle Karlsruhe/live bei Eurosport) die Rhein-Neckar Löwen ein Bild aus unmittelbarer Nähe machen.
Heidelberg. Es war eine gelungene Premiere, ein Erfolgserlebnis, das Mut macht: Der 32:29_Sieg der Rhein-Neckar Löwen zum Auftakt der EHF Champions League gegen Veszprem erzeugte reichlich Frohsinn. Stolz waren sie, die Gelbhemden, berauscht vom phasenweise berauschenden eigenen Spiel. „Es tut einfach gut, wenn du weißt, dass du ein Topteam schlagen kannst“, erklärt Löwen-Manager Thorsten Storm: „Gegen den HSV Hamburg und Kiel ist uns das ja noch nicht gelungen.“
Vier Tage nach dem Sieg zum Auftakt gegen den MKB Veszprém KC werden die Rhein-Neckar Löwen am Donnerstag erneut in der Champions League gefordert. In der Karlsruher Europahalle kommt es dann zum Wiedersehen mit Mariusz Jurasik, denn die Badener treffen auf dessen neuen Klub KS Vive Targi Kielce. Das Duell gegen den polnischen Meister wird um 19:15 Uhr angepfiffen. Mit dem zweiten Sieg in der Königsklasse wollen Ola Lindgren und sein Team eine ideale Ausgangsposition in der Gruppe B schaffen.
Unter dem Motto „Gesund durch Bewegung“ fördert die Techniker Krankenkasse (TK), der Gesundheitspartner der Rhein-Neckar Löwen, nun auch die „Bewegung“ der Löwen-Fans zur Champions League in die Europahalle Karlsruhe.
Christof Armbruster, Trainer der SG Kronau/Östringen, strahlte übers ganze Gesicht. „Wir haben das Spiel total beherrscht und die zahlreichen Fehler der Pirnaer genutzt. Heute hat ein Rädchen ins andere gegriffen, wir hatten einen gut aufgestellten Kader in dem sich die Spieler gut ergänzt haben“, freute sich der Coach. Negativ am deutlichen 42:28 Erfolg der Kronauer gegen den ESV Lokomotive Pirna war nur die Zuschauerresonanz. Lediglich 150 Fans wollten sehen, wie ihre Mannschaft die sächsischen Gäste förmlich deklassierte.
Die Geschäftsstelle der Rhein-Neckar Löwen in der Mannheimer Mallaustraße 55 sowie das Sportbüro in Kronau (Im Sportzentrum 2) bleiben am Donnerstag (8. Oktober) ab 12 Uhr geschlossen.
KARLSRUHE (de). Den ersten Schritt in die Champions-League-Gruppenphase hat Handball-Bundesligist Rhein-Neckar-Löwen gestern mit dem 32:29 (17:14) gegen den ungarischen Meister MKB Veszprém erfolgreich gemacht.
Karlsruhe. Wie bei Spielen in der Champions League üblich, verfolgte Thorsten Storm, der Manager der Rhein-Neckar Löwen, auch die Partie des badischen Handball-Bundesligisten gegen MKB Veszprem an eine Wand gelehnt vor den Katakomben der Karlsruher Europahalle. Und wie so oft, durfte Storm auch gestern wieder einen Erfolg bejubeln – obwohl er in der Schlussphase einige Minuten nervös auf der Stelle getreten hatte. „Wir haben gegen eine super Mannschaft gespielt. Da ist es nicht so einfach, sich schon vorentscheidend abzusetzen“, kommentierte der Manager den knappen aber verdienten 32:29(17:14)-Erfolg der Löwen, die damit einen Start nach Maß in der Gruppenphase der Königsklasse aufs Parkett legten.
Karlsruhe. Vielleicht liegt es an der Europahalle in Karlsruhe, vielleicht am Wettbewerb Champions League – nach dem 32:29 (17:14)-Auftaktsieg in der Königsklasse gegen den MKB Veszprém war den Rhein-Neckar Löwen die Ursachenforschung für die Leistungsexplosion allerdings so ziemlich egal. „Vielleicht ist es wirklich diese besondere Atmosphäre“, zuckte Rechtsaußen Patrick Groetzki grinsend mit den Schultern. Hauptsache der Start war geglückt und der Grundstein für den Kampf um Platz eins in der Gruppe B gelegt.