MANNHEIM. Kein Egoismus, keine Eitelkeiten. „Ein wenig Bescheidenheit und Demut tun dem DHB ganz gut“, schlug der neue Präsident Bernhard Bauer schon Ende des vergangenen Jahres beim Supercup leise Töne an. Die bessere Kooperation und Kommunikation zwischen Verband und Liga schrieb er sich zu Beginn seiner Amtszeit auf die Fahne, in der Tat wird seit seiner Wahl mehr mit- als übereinander geredet.
Roggisch beendet seine aktive Karriere. Neben den Löwen soll er beim Deutschen Handballbund soll Ansprechpartner für Sponsoren werden, aber auch „ganz nah an der Mannschaft sein“.
Nach 40 Tagen Spielpause, bedingt durch die Handball-Europameisterschaft in Dänemark, starten die Rhein-Neckar Löwen am Mittwochabend (20.15 Uhr, live auf Sport1) mit dem Kracher bei der SG Flensburg-Handewitt in die Restrückrunde der DKB Handball-Bundesliga.
„The Rogg“ ist auf Abschiedstournee. Oliver Roggisch, Kapitän der deutschen Handball-Nationalmannschaft und Abwehrchef des Bundesligisten Rhein-Neckar Löwen, beendet nach dieser Saison seine Spielerkarriere. Nach 16 Jahren, mit über 200 Länderspielen für Deutschland und weit über 400 Partien in der stärksten Liga der Welt, wird der 35-jährige Kreisläufer das Parkett endgültig verlassen. Aber der Weltmeister von 2007 bleibt der Nationalmannschaft und den Rhein-Neckar Löwen erhalten.
(ad) Am Mittwoch Flensburg in der Bundesliga, am Sonntag Veszprem in der Champions League- gleich in den ersten beiden Pflichtspielen nach der EM- Pause warten auf die Rhein- Neckar Löwen zwei richtungsweisende Partien.
Heidelberg. Morgen geht der Tanz auf drei Hochzeiten für die Rhein-Neckar Löwen um 20.15 Uhr in Flensburg weiter. Einer, der froh ist, dass es endlich wieder losgeht, ist Tomas Svensson, der Torwarttrainer der Badener, der verlängerte Arm von Gudmundur Gudmundsson. Der 45-Jährige sagt: „Während einer EM darf man nie den Rhythmus verlieren, da ist es schön wenn es endlich wieder um Punkte geht.“
(ad) Uwe Gensheimer ist zum dritten Mal in Folge zum Handballer des Jahres gewählt worden. Der Kapitän der Rhein- Neckar Löwen ließ bei der von der Fachzeitschrift Handballwoche durchgeführten Abstimmung mit 9824 Punkten die Konkurrenz deutlich hinter sich.
Mannheim. Gerade mal eine Woche und zwei Tage ist es jetzt her, als die dänischen Handballer im Finale der Europameisterschaft Frankreich sang- und klanglos mit 32:41 unterlagen und die rot-weiße Party nördlich der deutschen Grenze in stillem Katzenjammer endete.
Die Leser der Fachzeitschrift Handballwoche haben entschieden: Uwe Gensheimer von den Rhein-Neckar Löwen ist Deutschlands Handballer des Jahres 2013 und sicherte sich damit zum dritten Mal in Serie diesen Titel. Bei den Frauen gewann Susann Müller vom HC Leipzig.
Die SG Kronau/Östringen hat mit einem starken Auftritt beim Tabellenfünfzehnten SV Auerbach den Sprung ins Mittelfeld der 3.Liga Süd geschafft. Die Gärtner-Sieben siegte gegen das Team aus der Oberpfalz deutlich mit 31:22 (14:8) und kletterte auf den neunten Tabellenplatz.
Vor vier Tagen nutzte Patrick Groetzki noch einmal die Gelegenheit. Der glühende Fußball-Fan machte sich auf den Weg nach Stuttgart, schaute sich dort den 2:1-Sieg „seines“ FC Bayern beim VfB an. Keine Frage: Wenn es um seinen Lieblingsverein geht, kommt der Rechtsaußen des Handball-Bundesligisten Rhein-Neckar Löwen momentan nicht aus dem Feiern heraus. Er ist Fan und Mitglied bei den Münchnern, erlebte 2013 im Londoner Wembley-Stadion zusammen mit Klubkollege Oliver Roggisch den Champions-League-Triumph des Rekordmeisters hautnah mit.
Heidelberg. Es klingelt. Ein Mal, zwei Mal, drei Mal – aber kein viertes Mal. Es wird ersetzt, durch ein langgezogenes: „Ja, hallo.“ So wie immer eben, wenn Gudmundur Gudmundsson, der Trainer der Rhein-Neckar Löwen, an sein Mobiltelefon geht. Voll fokussiert, leicht gestresst wirkt er dann. So ist er: Ein Handball-Workoholic durch und durch. Besessen von seinem Sport, fest verwurzelt zwischen den Kreisen.