Den Rhein-Neckar Löwen bleibt in dieser Saison nichts erspart und vor allem eines treu: das Verletzungspech. Vor dem Auswärtsspiel am Donnerstag um 19 Uhr bei der SG Flensburg-Handewitt hat es Rechtsaußen Patrick Groetzki erwischt. Im Training knickte der Rechtsaußen um. Diagnose: Bänderverletzung.
Wenn es auch noch so schwerfällt: Für das Spiel um Platz drei bei den EHF FINALS Men 2021 müssen sich die Rhein-Neckar Löwen aufrichten. Gegner Orlen Wisla Plock hat bei der 29:30-Niederlage im ersten Halbfinale am Samstag gegen den SC Magdeburg eine Top-Leistung gezeigt.
Der Traum vom Finalsieg daheim, er ist vorbei. 32:35 (16:19) endet das zweite Halbfinale der EHF FINALS Men 2021, unterliegt Gastgeber Rhein-Neckar Löwen Bundesliga-Kontrahent Füchse Berlin. Die Berliner liegen nur beim 1:0 durch den später ausgewechselten Andy Schmid zurück, spielen den Rest der Partie von vorne und lassen die Löwen in den engsten Momenten höchstens auf zwei Treffer heran.
Als er vor knapp zwei Wochen aus dem Flieger stieg in Frankfurt, habe er noch keine Ahnung gehabt, dass er wenige Tage später um einen europäischen Titel spielen würde. Aber so ist es halt, wenn man das Leben eines Kim Ekdahl Du Rietz führt: Überraschungen lauern überall. Und so steht der 31-Jährige auf dem Spielberichtsbogen für das zweite Halbfinale der EHF FINALS Men 2021 und kennt wie der Rest der Löwen-Familie nur ein Ziel.
Hängende Schultern, leere Blicke, Enttäuschung pur: So präsentierten sich die Spieler der Rhein-Neckar Löwen nach der jüngsten Heim-Schlappe gegen den HC Erlangen. Eigentlich wollte man sich mit einem Sieg Schwung holen für die Trainingswoche vor den EHF FINALS Men 2021 in der heimischen SAP Arena. Stattdessen war am Montag in der Kronauer Sporthalle erst einmal Aufarbeitung angesagt.
Es ist der 30. Spieltag in der LIQUI MOLY HBL. Nach vier Heimspielen in Serie müssen die Jungs vom HC Erlangen mal wieder auswärts ran. In der Mannheimer SAP Arena sollen die kampfstarken Franken auf Granit beißen.
Für die Löwen kommt das gar nicht infrage. Auch wenn das Trainer-Duo Martin Schwalb und Klaus Gärtner weiterhin auf das verletzte Quintett Appelgren, Abutovic, Gensheimer, Nielsen, Lagarde verzichten muss, bleibt das Ziel dasselbe: „Wir wollen in jedem Spiel bis zuletzt die Chance haben, es zu gewinnen“, hatte Schwalbe bereits vor dem ersten Treffen mit dem TVB gesagt und damit den eigenen Anspruch klar formuliert.
Beide Teams wollen in der LIQUI MOLY HBL möglichst hoch hinaus. Und beide haben in dieser Saison schon einiges an wichtigen Punkten liegenlassen. Die Füchse sogar deutlich mehr als die Löwen. Und so stehen vor allem die Grünen unter Zugzwang, wenn es am Donnerstag, 19 Uhr, in der SAP Arena zum wegweisenden Vergleich mit den Gelben kommt am 28. Spieltag der Saison 2020/21.
Die Bundesliga-Bilanz der Löwen im Lipperland beschreibt ganz gut, mit welcher Gemütslage die Reisegruppe RNL am Freitag Richtung Nordnordwest gestartet ist. Zehn Siegen stehen fünf Niederlagen und ein Remis gegenüber. Von einer klaren Angelegenheit sind Dienstreisen zum TBV in etwa so weit entfernt wie die beiden Städte Mannheim und Lemgo. Jedenfalls meistens. Und so fährt auch dieses Mal neben der guten Laune von vier Siegen in Folge auch eine gewisse Portion Unsicherheit mit im Löwen-Bus.
Rhein-Neckar Löwen, SC Magdeburg, Orlen Wisla Plock und Füchse Berlin: Seit Dienstagabend steht fest, wer an den EHF FINALS Men am 22. und 23. Mai in der Mannheimer SAP Arena teilnehmen wird. Die Auslosung der Halbfinals des im bekannten Final-Four-Modus ablaufenden Turniers erfolgt am kommenden Dienstag, 27. April, um 11 Uhr. Egal, gegen wen es dann für die Löwen geht. Das Ziel ist von der Mannschaft klar definiert. Wir schauen, wer die Löwen bei den EHF FINALS erwartet.
Die Frage, ob das Spiel am Dienstagabend gegen Chekhovskie medvedi das wichtigste Spiel der Saison sei, beantwortete Jannik Kohlbacher gewohnt kurz und klar: „Das kann man definitiv so sagen.“ Der Kreisläufer der Rhein-Neckar Löwen befindet sich pünktlich zum Rückspiel im Viertelfinale der EHF European League in Bestform. Wollen die Löwen mit einem Sieg über die Russen das Ticket für die EHF FINALS Men lösen, brauchen sie allerdings noch ein bisschen mehr als einen Kohli am Leistungslimit.
„Um zu rotieren, fehlen mir die Leute.“ Vor dem Bundesliga-Duell mit der TSV Hannover-Burgdorf kann Martin Schwalb nicht wie gewohnt die Kräfte verteilen mit Blick auf das so wichtige EHF European League-Spiel drei Tage später. Dem Trainer der Rhein-Neckar Löwen geht allmählich das Personal aus. Wer da und einigermaßen fit ist, muss auf die Zähne beißen. Der Gegner hat ähnliche, wenn auch anders begründete Sorgen vor der Partie des 26. Spieltages am heutigen Abend um 20.30 Uhr.