Kronau/Östringen. Wenn man den bisherigen Saisonverlauf betrachtet, dann meint es der Spielplan mit den Rhein-Neckar Löwen an diesem Wochenende richtig gut. In der Bundesliga hinkt die Mannschaft von Trainer Ola Lindgren den eigenen Erwartungen weit hinterher. In der Königsklasse des europäischen Club-Handballs lief es für die Badener dagegen bislang wie am Schnürchen – und da sind die Löwen morgen (15 Uhr/live in Eurosport) bei MKB Veszprem wieder gefordert.
Heidelberg. Die Rhein-Neckar Löwen führen derzeit ein Leben aus dem Koffer: Nach dem unerfreulichen Abstecher nach Hamburg, fliegt der Löwen-Tross heute in Richtung Veszprèm, wo am Sonntag ab 15 Uhr das „Endspiel“ um den Sieg in der Gruppe B der Champions League steigt. Manager Thorsten Storm erwartet nach der Schmach im hohen Norden eine Trotzreaktion. Er sagt: „Über Ziele zu sprechen ist das eine. Wichtiger ist aber alles dafür zu tun, um sie zu erreichen. Und zwar auch mit dem Herzen.“
Mannheim. Das 26:37 von Hamburg liegt den Rhein-Neckar Löwen noch schwer im Magen, doch viel Zeit, die kaum verdauliche Kost zu verarbeiten, bleibt den Badenern nicht. Am Sonntag in der Champions League (15 Uhr/live bei Eurosport) wartet beim MKB Veszprém laut Trainer Ola Lindgren eines der „schwersten Auswärtsspiele in Europa“.
Ólafur Stefánsson freut sich besonders auf die engen Spiele, in denen es um viel geht. Deshalb ist der Isländer vor dem Duell beim MKB Veszprém KC besonders heiß. Beim ungarischen Meister entscheidet sich am Sonntag, ob die Rhein-Neckar Löwen die Vorrundengruppe B in der Champions League als Sieger abschließen. Bislang sind beide Teams punktgleich an der Spitze und wer am Ende die Nase vorne hat, zeigt sich ab 15 Uhr (Eurosport überträgt die Partie live).
Tolle Tage in Polen, Katerstimmung in Hamburg und Showdown in Ungarn. In der 62. Ausgabe von Siebenmeter berichten wir von einer ereignisreichen Woche mit den Rhein-Neckar Löwen und blicken voraus auf das Champions League-Duell am Sonntag gegen Veszprem.
Die VR Bank Rhein-Neckar, ihres Zeichens langjähriger Werbepartner der Löwen, hat sich auch zur Saison 2013/14 den Platz auf dem Trikotärmel des junge Rechtsaußen Marius Steinhauser gesichert.
Heidelberg. Es waren Bilder, an die man sich mittlerweile gewöhnt hat. Bilder, die den Rhein-Neckar Löwen in dieser Saison irgendwie anhaften, alles überschatten. Bei den Kurpfälzern ist es ein schmaler Grat zwischen Genialität und Schlafmützigkeit, zwischen Kontrolle und Chaos. Die einzige Konstante ist die eigene Inkonstanz. Klingt abgedroschen, ist aber so. Frustrierend ist das – auch für die Spieler: „Katastrophe, einfach enttäuschend, richtig ärgerlich“, der Tenor nach der 26:37-Niederlage beim HSV Hamburg fiel verbittert aus.
Hamburg. An Selbstbewusstsein hat es ihnen noch nie gemangelt. Groß sind die Ziele bei den Rhein-Neckar Löwen und natürlich auch die Ausgaben. Nur Geld allein macht eben nicht glücklich und es bringt nicht immer den gewünschten Erfolg. Es sei denn, die finanziellen Ressourcen werden sinnvoll eingesetzt. So wie vor der Saison beim HSV Hamburg, der den Löwen eine schmerzhafte 26:37-Schlappe beibrachte.
Kronau/Östringen. Während die Handballprofis des HSV Hamburg noch ausgelassen den überraschend deutlichen 37:26(18:16)-Heimsieg gegen die Rhein-Neckar Löwen mit ihren Fans feierten, trotteten die Gäste bereits mit hängenden Köpfen in die Katakomben der Color Line Arena. „Das darf uns einfach nicht passieren“, erklärte Löwen-Abwehrchef Oliver Roggisch kopfschüttelnd.
Zum Faschingfeiern hatte die Mannschaft von Christof Armbruster wenig Zeit, denn auch während der närrischen Tage bat der Coach der SG Kronau/Östringen II zum Training. Der Grund: Die schwere Auswärtspartie am kommenden Sonntag (16:30 Uhr) beim TSV Friedberg, dem Tabellensechsten der Regionalliga Süd. Nach vielen Erfolgserlebnissen in der eigenen Halle soll jetzt auswärts nachgelegt werden. Nur drei Punkte konnten bisher in der Fremde erzielt werden und das möchten die in der Zwischenzeit auf einen Nichtabstiegsplatz gekletterten Badener ändern.
Hamburg (rhp/öpf). Die Rhein-Neckar-Löwen haben gestern Abend das Bundesliga-Spiel beim Spitzenreiter HSV Hamburg deutlich mit 26:37 (16:18) verloren. Nach der Pause kam das Team unter die Räder. Der Rückstand auf den Dritten, die SG Flensburg, gestern Sieger bei den Füchsen, ist beträchtlich.
Hamburg (eg/ug). Am Anfang war es in der Color Line Arena dunkel und beklemmend still. Bevor die Handballer des HSV Hamburg und der Rhein-Neckar Löwen ihre Bundesliga-Partie austrugen, gedachten sie und die Zuschauer in der ausverkauften Halle des verstorbenen Oleg Velyky, der vor verschiedenen Verletzungen und der heimtückischen Krankheit bei beiden Mannschaften seine Spielmacher- und Wurfqualitäten demonstriert hatte. Knapp zwei Stunden später war die Stimmung ausgelassen, denn der Tabellenführer untermauerte seinen Titelanspruch mit einem 37:26(18:16)-Sieg gegen die letztlich überforderten Gäste.