Den Handballprofis der Rhein-Neckar Löwen einmal ganz nah sein – für die Schülerinnen und Schüler der Klasse 4 a der Gerhart-Hauptmann-Schule aus Heilbronn ging dieser Wunsch am vergangenen Samstag in Erfüllung. Die Klasse hat am diesjährigen Lidl-Schüler-Fitnesscup teilgenommen und im Rahmen der Verlosung „Sportstars hautnah“ einen Besuch bei den Löwen gewonnen. Die Schülerinnen und Schüler waren live beim Spiel der Rhein-Neckar Löwen gegen den SC Magdeburg dabei. Sie erlebten ein packendes Handballspiel, das die Rhein-Neckar-Löwen schließlich mit 40:21 für sich entscheiden konnten.
Andrej Klimovets und der DHB-Pokal – das ist eine besondere Beziehung. Der gebürtige Weißrusse, der mittlerweile einen deutschen Pass hat, gewann den Pokal mit der SG Flensburg-Handewitt schon drei Mal, außerdem war er mit den Löwen vier Mal hintereinander beim Final Four in Hamburg dabei. Der Kreisläufer kann also berichten, worauf es im Pokal ankommt und was den Reiz dieses Wettbewerbs ausmacht. Klimovets spricht im Interview vor dem Duell gegen die MT Melsungen (Mittwoch, 19:30 Uhr) in der Östringer Stadthalle aber auch über seine persönliche Situation und sagt, warum die Löwen 2009 nicht mehr mit der Mannschaft von 2005 vergleichbar sind.
MANNHEIM (de). Handball-Bundesligist Rhein-Neckar-Löwen machte am Samstagabend Werbung in eigener Sache. Unterstützt allerdings beim überraschend glatten 40:21 (23:8)-Erfolg vom schwachen SC Magdeburg.
Mannheim. Beim Heimspiel gegen den SC Magdeburg hatten die Rhein-Neckar Löwen zum zweiten Mal das Logo „Ein Herz für Kinder“ auf ihren Trikots, zum zweiten Mal präsentierte sich der Handball-Bundesligist von seiner besten Seite. Mit 40:21 (23:8) fegte das Team von Trainer Ola Lindgren den chancenlosen Ex-Meister aus der Mannheimer SAP-Arena und stockte so sein Punkte- sowie das Spendenkonto auf. Für jeden Treffer von Kapitän Gudjon Valur Sigurdsson und seinen Mitstreitern in den Partien bis Ende Februar spendet Hauptsponsor Pandora 100 Euro für die Aktion „Bild hilft e.V.“. Die ersten 3 000 Euro hatten die Löwen durch den 30:29-Erfolg in Göppingen auf das Spendenkonto geschaufelt, gegen Magdeburg legten sie nun nach.
Mannheim. Bundestrainer Heiner Brand hatte schon beim 23:8 zur Halbzeit genug gesehen und schnappte sich seinen Mantel. Eine Viertelstunde vor Schluss schwappte die „La Ola“ durch die SAP Arena und nach dem 40:21 gegen den SC Magdeburg staunte selbst Löwen-Trainer Ola Lindgren über die Gala-Vorstellung seiner Mannschaft. „Das ist ein unglaubliches Ergebnis. Heute hat einfach alles geklappt“, hatte der schwedische Coach ein fast perfektes Spiel gesehen.
Mannheim. Wenn er den Ball hat, herrscht um ihn herum höchste Alarmstufe. Gleich mehrere Gegenspieler haben ihn dann im Auge, beobachten jede noch so kleine Bewegung, warten förmlich auf seine genialen Momente, fürchten sich: Olafur Stefansson, die lebende Handball-Legende, der Rückraum-Stratege der Rhein-Neckar Löwen, verbreitet Angst und Schrecken. Nach anfänglichen Startproblemen im Löwengehege ist der 36-Jährige bei den Gelbhemden mittlerweile nicht mehr wegzudenken. Den Manager freut’s: „Olafur hält dem Erwartungsdruck nun Stand“, erklärt Thorsten Storm, „und das ist extrem wichtig für uns, denn wenn es bei ihm läuft, läuft es meistens bei allen.“
Mannheim. Der Stachel muss tief gesessen haben. Die 26:30_Heimniederlage Ende November gegen die SG Flensburg-Handewitt war noch immer in den Köpfen der Spieler, als die Handball-Bundesliga-Partie vor 9.991 Zuschauern in der SAP Arena gegen den SC Magdeburg angepfiffen wurde. Und Michael Biegler hatte schon geahnt, was das für seine Mannschaft bedeuten würde. „Es war klar, dass uns ein Riesenschub der Löwen erwarten würde nach der Niederlage gegen Flensburg“, sagte der SC-Trainer, der einst auch beim Löwen-Kooperations-Partner TSG Friesenheim tätig war.
Die Rhein-Neckar Löwen haben in der Handball-Bundesliga ein deutliches Ausrufezeichen in Richtung Konkurrenz gesetzt und 60 Minuten beste Werbung in eigener Sache betrieben. Dem ehemaligen Champions-League Sieger SC Magdeburg ließ die Lindgren-Truppe keine Chance und siegte am Ende deutlich mit 40:21 (23:8).
Der SC Magdeburg hat noch nie ein Punktspiel bei den Rhein-Neckar Löwen gewinnen können. Er ist aber auch noch nie derart unter die Räder gekommen. Mit einem souveränen 40:21 (23:8)-Erfolg gegen einen am Ende völlig entnervten SCM ließ das Team von Trainer Ola Lindgren die jüngste Heimniederlage gegen die SG Flensburg-Handewitt vergessen und sich noch Minuten nach Spielende von seinen Fans für den grandiosen Sieg – gegen allerdings schwache Magdeburger – gebührend feiern. „Wir haben eine super erste Halbzeit erwischt und unsere Chancen konsequent genutzt“, jubelte Kapitän Guðjón Valur Sigurðsson, der auf sechs Treffer kam.
Heidelberg. (dh) In Sachen Handball macht Kent-Harry Andersson so schnell niemand etwas vor. Er ist ein Ballwurf-Fuchs durch und durch, weiß alles, kennt jeden. Seine größten Erfolge feierte der 60-Jährige auf der Kommandobrücke der SG Flensburg-Handewitt. Mittlerweile fungiert der leidenschaftliche Kaffeetrinker – die Maschine im Kronauer Trainingszentrum verliert er nur selten aus den Augen – bei den Rhein-Neckar Löwen als Sportlicher Berater, als Bindeglied zwischen Manager Thorsten Storm und Trainer Ola Lindgren.
Am vergangenen Wochenende beobachtete Karol Bielecki von der Bank aus, wie die Rhein-Neckar Löwen das baden-württembergische Derby bei Frisch Auf Göppingen mit 30:29 gewannen. Mit einer fiebrigen Erkältung war der Hüne im Rückraum zum Zuschauen verurteilt. Eigentlich gehört der Pole zu den Korsettstangen der Löwen und avancierte im bisherigen Saisonverlauf zum besten Torschützen der Truppe von Ola Lindgren. Mit scheinbarer Urgewalt bugsiert Bielecki die Kugel – oft auch aus großer Distanz – ins Tor des Gegners.
Mannheim. Es wurde gescherzt und gelacht bei den Rhein-Neckar Löwen. Als Geschäftsführer Thorsten Storm gestern Mittag den Videoraum in der Kronauer Trainingshalle betrat, wurde er angekündigt wie ein Superstar. „Meine Damen und Herren, hier ist Thorsten Storm“, wandte sich der Sportliche Berater Kent-Harry Andersson an die Medienvertreter.