Die Rhein-Neckar Löwen haben sich die Dienste des Torhüters Goran Stojanović gesichert: Der 33-jährige Montenegriner kommt zur neuen Saison vom VfL Gummersbach und hat beim badischen Handball-Bundesligisten einen Drei-Jahres-Vertrag bis zum 30. Juni 2014 unterschrieben. „Goran Stojanovic ist einer der besten Keeper der Welt und kennt die Bundesliga in- und auswendig. Er wird die große Lücke, die Sławomir Szmal bei uns zum Saisonende hinterlässt, schließen“, sagt Löwen-Manager Thorsten Storm.
Am Samstag hatte die SG Kronau/Östringen II in der Kronauer Stadthalle einmal mehr Grund zum Jubel. Mit 33:26 konnte man die SG Lauterstein am Abend mit leeren Taschen nach Hause schicken. Nach einer Warmlaufphase (4:4; 12.) schenkten die heimischen Schützen dem Lautersteiner Keeper eine Weile im Minutentakt ein, während Daniel Unser auf der anderen Seite arbeitslos war (8:5; 18. bis 16:6; 25.).
Mannheim. Als er zehn Sekunden vor der Schlusssirene allein auf das Tor des RK Celje zulief, habe er gar nicht viel nachgedacht, verriet Patrick Groetzki. „Ich wusste ja nicht, wie lange noch zu spielen war“, behauptete der Handballprofi der Rhein-Neckar Löwen. Der Youngster jedenfalls ließ sich die Chance nicht entgehen und warf den badischen Bundesligisten mit seinem vierten Treffer zu einem glücklichen 33:32(14:16)-Erfolg in der Champions League gegen den slowenischen Meister. „Wir haben eine ganze Schippe Glück gehabt“, meinte Thorsten Storm. „Kaza hat den zweiten Punkt ganz allein festgehalten“, fügte der Manager – an den bärenstarken Schlussmann Slawomir Szmal gewandt – erleichtert hinzu.
Mannheim. Es brodelte in ihm. Gudjon Valur Sigurdsson war die Wut anzusehen. Bei den Rhein-Neckar Löwen lief es nicht rund gegen RK Celje, eine Niederlage drohte im Champions-League-Duell mit dem slowenischen Meister. Nach zehnmonatiger Verletzungspause war der Kapitän des badischen Handball-Bundesligisten zu Beginn der zweiten Halbzeit ins Team gerückt. Und nur drei Tage nach seinem Kurz-Comeback gegen den THW Kiel schwang sich der „Eiskrieger“ gleich wieder zum Anführer auf. Der Linksaußen rüttelte die Löwen wach, blies mit seinem Treffer zum 22:23 nach Kempa-Trick zur Aufholjagd – und feierte in letzter Sekunde einen 33:32-Sieg.
Mannheim. Freudestrahlend, mit einem ganz breiten Grinsen im Gesicht verließ Gudmundur Gudmundsson die SAP Arena. Und dabei schüttelte er immer wieder den Kopf. Der 49-jährige Isländer hat in seiner langen Trainer-Karriere ja schon einiges erlebt. So etwas wie beim 33:32 (14:16)-Sieg seiner Rhein-Neckar Löwen in der Champions League gegen slowenischen Verein HC Celje, hatte er offensichtlich jedoch noch nicht erlebt. So sah es auch Spielmacher Andy Schmid: „So etwas wie am Schluss, das passiert nicht alle Tage“, meinte der Schweizer zur überraschenden Wende zum Guten. 31:31 stand es 2,5 Minuten vor
Mannheim. Thorsten Storm stand draußen, direkt vor dem Spielertunnel der Mannheimer SAP Arena. Der Manager wartete. Fröhlich sah er aus nach dem Last-Minute-Sieg über Celje. Aber vor allem eins: erleichtert. Nach und nach schlenderte sein Personal vorbei. Storm lächelte ihnen zu, gratulierte augenzwinkernd. Allen, bis auf einen: Gudjon Valur Sigurdsson. Der Anführer, der Kapitän, der, der so lange schmerzlich vermisst worden war, bekam ein Sonderlob: Eine Umarmung, ein kurzer, wortloser Schulterschluss. Storm im RNZ-Gespräch: „Sein Comeback hat zeitlich optimal gepasst. Da ist ein großer Spieler zurückgekehrt, der einen enormen Anteil am Sieg hatte. Goggis enormer Wille war mit ausschlaggebend.“
Mannheim. Alem Toskic stand allein vor dem Tor. Er musste nur noch den Ball an Löwen-Schlussmann Slawomir Szmal vorbeibringen. Doch zehn Sekunden vor Spielende zeigte der Keeper der Badener eine Megaparade, es war seine 20. in diesem verrückten Spiel. „Da haben Bjarte Myrhol und ich geschlafen“, kritisierte Gudjon Valur Sigurdsson sein Abwehrverhalten und das seines norwegischen Kollegen. Doch dann wurde doch noch alles gut. Myrhol schnappte sich nach Szmals Reflex den Ball und schickte Patrick Groetzki auf die Reise, der sechs Sekunden vor dem Abpfiff zum umjubelten 33:32 (14:16)-Sieg traf.
Spannung bis zum Schluss war bei der Champions League-Begegnung zwischen den Rhein-Neckar Löwen und dem slowenischen Meister RK Celje in der Mannheimer SAP Arena geboten, denn die Entscheidung in diesem Duell fiel erst in den letzten Sekunden. Beim Stand von 32:32 zehn Sekunden vor Schluss netzte zunächst Patrick Groetzki ein und dann war Torhüter Slawomir Szmal zur Stelle und rettete mit einer Glanzparade den Löwen zwei wichtige Punkte in der Königsklasse. Nachdem die Badener ab der fünften Minute einem Rückstand hinterher laufen mussten und in der zweiten Halbzeit eine zwischenzeitliche 29:26-Führung verspielten war das 33:32 (14:16) unterm Strich sicher ein glücklicher Erfolg.
Hochspannung in der SAP ARENA: Der frisch gekürte Welthandballer 2009 Sławomir Szmal sicherte den Rhein-Neckar Löwen einen 33:32 (14:16)-Champions-League-Sieg gegen RK Celje, indem er zehn Sekunden vor Schluss einen Wurf von Alem Toskić famos parierte und dadurch den Gegenzug einleitete, den Patrick Groetzki mit dem Siegtreffer abschloss.
Kronau/Östringen (bin). Die euphorische Stimmung ist bei den Rhein-Neckar Löwen auch rund drei Tage nach dem 29:26-Triumph gegen den THW Kiel noch greifbar. Nicht zuletzt deshalb sieht sich Gudmundur Gudmundsson, der Trainer des badischen Handball-Bundesligisten, mit einer undankbaren Aufgabe konfrontiert. Der Isländer muss den Blick seiner Profis schleunigst auf die heutige Hausaufgabe (15.30 Uhr/live bei Eurosport) in der Champions League lenken. „Wir dürfen Celje auf keinen Fall unterschätzen. Nach so einem Sieg wie nun gegen Kiel ist das ein ganz gefährliches Spiel“, mahnt der Isländer und warnt eindringlich vor dem slowenischen Titelträger, der zuletzt mit einem 35:27-Heimsieg gegen Chambéry HB aufwartete.
Heidelberg. Nach dem Prestigeerfolg gegen den THW Kiel war der Spaßfaktor im Lager der Rhein-Neckar Löwen hoch. Unmittelbar danach trafen sie sich dann noch im Buisness-Club der Mannheimer SAP Arena. Sie lachten, speisten, war einfach nur stolz. Manager Thorsten Storm schaute auch vorbei, Dauergrinsen inklusive. Denn die Gratulanten standen Spalier, freuten sich mit den Gelbhemden. Mittlerweile hat es sich aber ausgefeiert: Schon heute ruft wieder die Pflicht. Um 15.30 Uhr gastiert der RK Celje zum Champions-League-Duell im Ufo. Im Vorfeld der Partie, nach der die Mannschaft geschlossen beim „Ball der Sterne“ im Rosengarten vorbeischauen wird, nahm sich Thorsten Storm Zeit für ein Interview mit der Rhein-Neckar-Zeitung.
Mannheim. Auf diesen Augenblick hatten sie so lange gewartet. Die Sehnsucht nach einem Sieg über den THW Kiel in einem bedeutsamen Handball-Bundesliga-Spiel war bei den Rhein-Neckar Löwen nicht nur unglaublich groß, sondern riesig. Denn oft genug waren die Badener nah dran an den Norddeutschen, am Ende dann aber doch nicht gut und clever genug. Mit dem 29:26-Erfolg wischten sie die vielen unliebsamen Erinnerungen auf einen Schlag weg. Möglicherweise war dieser starke Auftritt sogar mehr als nur ein Sieg. Er könnte das entscheidende Schlüsselerlebnis gewesen sein, das den schlafenden Riesen aus dem Südwesten endlich wachgeküsst hat.