Die Freude über den Sieg gegen den THW Kiel ist noch nicht abgeebt – und doch steuern die Rhein-Neckar Löwen bereits auf die nächste Aufgabe zu. Am Samstag geht es in der SAP ARENA erneut um Punkte, diesmal in der Champions League. Mit einem Sieg über den RK Celje wollen die Badener ihre Ausgangslage in der „Hammergruppe A“ weiter verbessern und Platz zwei verteidigen. Anwurf der Begegnung ist um 15:30 Uhr, Karten gibt es an der Tageskasse.
„Ob 2009 wirklich mein bestes Jahr war, kann ich erst sagen, wenn ich in den sportlichen Ruhestand gehe.“ Im Vorfeld der Ligabegegnung der Rhein-Neckar Löwen gegen den THW Kiel wurde Slawomir Szmal gestern abend in der SAP Arena auch offiziell als Welthandballer des Jahres 2009 ausgezeichnet, die eigentliche Wahl des Internationalen Handballverbandes fand bereits im Mai statt. Direkt nach der Zeremonie stellte der polnische Nationalkeeper dann auch unter Beweis, dass er diesen Titel zurecht trägt- mit seiner starken Leistung zwischen den Pfosten war er ein Garant für den 29:26-Erfolg der Löwen gegen die Zebras.
Und wieder einmal dauerte ein Spiel zwei Minuten zu lang. Denn wie im letzten Auswärtsspiel gegen die HG Oftersheim/Schwetzingen musste sich in der Baden Württemberg Oberliga am gestrigen Mittwoch das Team der SG Kronau/Östringen II erneut in den Schlusssekunden geschlagen geben. Verletzungsbedingt mit gerade einmal sechs Stammspielern und neun A-Jugendlichen an Bord, waren die Badener zu Gast beim TSV Neuhausen alles andere als in der Favoritenrolle. Doch die junge Truppe wollte sich auch beim Tabellen-Zweiten nicht ohne Weiteres geschlagen geben. So setzte sich der Löwennachwuchs von Beginn an mit spitzen Krallen entschlossen gegen die deutlich älteren und an Erfahrung reicheren Gastgeber zur Wehr.
Mannheim. Lange hatten die Rhein-Neckar Löwen auf diesen Augenblick warten müssen. Doch am Mittwoch gelang es ihnen endlich: Sie fügten in einem bedeutenden Handball-Bundesliga-Spiel dem Branchenführer THW Kiel eine schmerzhafte Niederlage zu. Löwen-Manager Thorsten Storm war nach dem 29:26-Erfolg erleichtert.
MANNHEIM (de). Das Kieler Verletzungspech trug sicherlich dazu bei, dass die Rhein-Neckar-Löwen am Mittwochabend mit 29:26 (15:14) ihren ersten Bundesliga-Erfolg gegen Serienmeister THW feierten.
Kronau/Östringen. Auf dem Spielfeld erfüllten die Profis der Rhein-Neckar Löwen Autogrammwünsche, im Presseraum der Mannheimer SAP-Arena lauschte derweil Trainer Gudmundur Gudmundsson mit stoischer Miene den Ausführungen von Alfred Gislason, seinem Pendant beim THW Kiel. Nur einmal huschte dabei kurz ein Lächeln über das Gesicht des Isländers.
Mannheim. Gudmundur Gudmundsson stand oben. Dort, wo er immer steht, wenn er sich Zeit nimmt, um zu analysieren, um sich dem Frage- und Antwortspiel im Presseraum zu stellen. Doch diesmal war es anders. Er war anders: Sein Gesicht, seine Gestik und Mimik, sein ganzes Auftreten. Der Trainer der Rhein-Neckar Löwen war völlig gelöst, unterlegte jedes Wort mit einem breiten, einem ansteckenden Grinsen, minutenlang. Teilweise versuchte er es zu verbergen, wollte mehr Ernsthaftigkeit ausstrahlen. Das spürte man, das sah man. Aber es gelang ihm nicht. Nicht an diesem denkwürdigen Abend, an dem Abend, an dem der THW Kiel fiel, als die Ostsee-Riesen plötzlich ganz klein wirkten. Seine Mannschaft hatte sie zurechtgestutzt, runter geholt vom Handball-Olymp.
Zwei Minuten vor Ende der Bundesliga-Begegnung zwischen den Rhein-Neckar Löwen und dem THW Kiel hielt es keinen der 11 774 Zuschauer in der SAP Arena mehr auf den Sitzen und auch auf der Löwenbank saß niemand mehr. 28:24 für das Team von Gudmundur Gudmundsson zeigte die Anzeigetafel über der blauen Handballplatte und spätestens nach dem 29:24 durch Patrick Groetzki 90 Sekunden vor Schluss spürte jeder in der Halle: Dieses Mal reicht es endlich für einen Sieg gegen die Zebras.
Mannheim. Exakt um 22:21 Uhr war es vollbracht: Endlich den Branchenführer in einem wichtigen Duell in die Schranken gewiesen, die Meisterschaft im Vierkampf mit Hamburg, Berlin und Kiel wieder spannend gemacht und 11 744 Fans begeistert. Beim 29:26 (15:14) gegen den THW Kiel zeigten die Rhein-Neckar Löwen gestern Abend genau zum richtigen Zeitpunkt wohl ihre beste Saisonleistung und durften sich verdientermaßen feiern lassen. „Das ist sensationell“, jubelte Andy Schmid, „Wir haben gezeigt, dass wir 14 Klasse-Leute haben“, freute sich der Schweizer. „Endlich hat es geklappt“, grinste Uwe Gensheimer über das ganze Gesicht.
Mannheim. Die Rhein-Neckar-Löwen erfüllten sich gestern Abend einen lange währenden Traum: Mit 29:26 (15:14) gelang ihnen ein Erfolg gegen den THW Kiel. Gleichzeitig hielt die Mannschaft von Gudmundur Gudmundsson das Titelrennen offener, auch wenn der HSV Hamburg in Gummersbach unbeirrt seinen Weg fortsetzte.
Mannheim. Nach zuletzt zwei Niederlagen in Folge haben sich die Rhein-Neckar Löwen eindrucksvoll zurückgemeldet. Die Mannschaft von Trainer Gudmundur Gudmundsson zeigte im Prestigeduell gegen den THW Kiel ihre bislang beste Saisonleistung und behielt in der Mannheimer SAP-Arena gegen den deutschen Rekordmeister mit 29:26 (15:14) die Oberhand.
Mannheim. Aller guten Dinge sind drei. Ein Sprichwort, ein sehr bekanntes. Eines, das gerne herausgekramt wird, um sich Mut zu machen, um es endlich allen zu zeigen. Im Vorfeld des dritten Knallers – innerhalb von zehn Tagen – gegen den THW Kiel fiel es im Umfeld der Rhein-Neckar Löwen häufiger. Bei Fans, bei Verantwortlichen und sicher auch bei dem einen oder anderen Spieler.