Mannheim. Der Gegner hat einen Insolvenzantrag gestellt, wenig Punkte auf dem Konto – und keine Perspektive in der Handball-Bundesliga. Kurzum: Wenn die Rhein-Neckar Löwen am Sonntag (17.30 Uhr) beim Zwangsabsteiger DHC Rheinland antreten, sind sie der klare Favorit. „Ein Sieg ist Pflicht“, versucht Trainer Gudmundur Gudmundsson auch erst gar nicht, den Kontrahenten starkzureden.
Die Spielpause der Rhein-Neckar Löwen wegen der EM-Qualifikation ist vorbei, ab Sonntag geht es für die Mannschaft von Guðmundur Guðmundsson weiter. Nach einer gemeinsamen Trainingswoche steht zunächst das Auswärtsspiel beim DHC Rheinland an, ehe anschließend im Drei-Tage-Rhythmus ein Knallerspiel nach dem anderen wartet. Zunächst gilt es für die Löwen jedoch, beim DHC doppelt zu punkten, um für das Spitzenspiel zwei Tage später gegen die Füchse Berlin gerüstet zu sein. Anwurf in Dormagen ist am Sonntag um 17:30 Uhr.
Heidelberg. DHC Rheinland, Kellerkind, sicherer Absteiger. Die Ausgangslage vor dem sonntäglichen Gastspiel (17.30 Uhr) der Rhein-Neckar Löwen beim Tabellen-Letzten ist klar. Für die Badener zählt nur ein Sieg. Ein überzeugender, ein ganz deutlicher. Doch genau darin liegt die Gefahr. Die Löwen und die Favoritenrolle, das passt nicht wirklich, passte noch nie.
Ivano Balić kommt nach Mannheim. Der kroatische Superstar kreuzt mit seinem Klub RK Zagreb am Donnerstag, 31. März, in der Mannheimer SAP ARENA auf. Das Achtelfinal-Rückspiel der VELUX EHF Champions League zwischen den Rhein-Neckar Löwen und dem kroatischen Meister wird um 19 Uhr angeworfen.
„Halt mal, den kenne ich doch.“ So dürfte es manchem gegangen sein, der gestern um die Mittagszeit über den Schriesheimer Mathaisemarkt geschlendert ist. Dort waren nämlich drei Männer unterwegs, die man kennt – vor allem als Handball-Fan: Patrick Groetzki, Karol Bielecki und Bjarte Myrhol, die Stars der Rhein-Neckar Löwen, stiefelten über den Festplatz. Vorbei am Autoscooter und am Süßkram, rein ins Gewerbezelt. Denn sie kamen nicht in privater Mission, es wurde „gearbeitet“. Aber ohne zu schwitzen: Das Trio schaute am RNZ-Stand vorbei, schrieb fleißig Autogramme und plauderte munter drauf los.
Mannheim. Vier Spiele in zehn Tagen – Ende März, Anfang April trifft es Handball-Bundesligist Rhein-Neckar Löwen knüppelhart. Weil der THW Kiel Mitte Mai an der Klub-WM in Katar teilnimmt, wurde das Auswärtsspiel vom 15. Mai von der Liga nun auf den 6. April vorverlegt. Damit haben die Löwen die Champions-League-Partie gegen Zagreb (31. März, 19 Uhr), die Begegnung in Melsungen (jetzt 3. April, 17.30 Uhr) sowie die Partie in Kiel vor der Brust, bevor es am 9. April (19 Uhr) zu Hause gegen Flensburg geht. „Für uns entstehen dadurch enorme Belastungen“, zeigte sich Löwen-Trainer Gudmundur Gudmundsson über diese Ansetzung verärgert. th
Heidelberg. (dh) Die Nummer eins ist Fußball, dann folgt schon Handball. So sind die Machtverhältnisse in den deutschen Spielsportarten. Und dennoch trennen beide Welten. Das wurde gestern wieder einmal deutlich. Denn das, was im Fußball undenkbar wäre, ist im Handball eingetreten: Da der THW Kiel als Champions-League-Sieger kurzerhand für den Super Globe in Doha, einer Art Mannschafts-WM (14. Mai bis 18. Mai), bei der es um viel Geld geht, nominiert wurde, hat die Handball-Bundesliga (HBL) das Erstliga-Heimspiel der Kieler gegen die Rhein-Neckar Löwen vom 15. Mai auf den 6. April vorverlegt. Dabei wurden die Badener mehr oder minder vor vollendete Tatsachen gestellt. Und sind geschockt: „Solch ein Vorgehen ist unglaublich“, ärgert sich Trainer Gudmundur Gudmundsson, „für uns entstehen enorme Belastungen.“
Heidelberg. Bei den Rhein-Neckar Löwen ruhte in der vergangenen Woche der Ball. Trotzdem ist viel passiert, abseits der Platte, an den Lostöpfen. Die RNZ sprach mit Manager Thorsten Storm.
Die deutsche Nationalmannschaft hat sich in der EM-Qualifikation eindrucksvoll zurückgemeldet. In Halle/Westfalen besiegten die Schützlinge von Heiner Brand Island mit 39:28 (20:13). Damit verbesserten sich die Deutschen in der Tabelle wieder auf den zweiten Platz und können die Europameisterschaft aus eigener Kraft erreichen. Dazu sind aber zwei Siege in Österreich und gegen Lettland Anfang Juni nötig.
Hamburg. Alle Blicke waren auf die vier Loskugeln gerichtet – und schon als zweites Team wurden die Rhein-Neckar Löwen gezogen. In seinem Halbfinalspiel beim Final Four um den DHB-Pokal trifft der Handball-Bundesligist am 7. Mai in der Hamburger „02 World“ auf die SG Flensburg-Handewitt. Das zweite Duell in der Vorschlussrunde bestreiten an gleicher Stelle Frisch Auf Göppingen und der THW Kiel. Die beiden Sieger stehen sich im Finale am 8. Mai gegenüber. „Das wird ein Duell auf Augenhöhe“, sagte Löwen-Manager Thorsten Storm: „Die erste Sieben der Flensburger ist sehr stark, in Dan Beutler haben sie einen überragenden Torhüter.“
Kronau/Östringen. Dem THW Kiel, dem vermeintlich dicksten Brocken, gehen die Rhein-Neckar Löwen diesmal im Halbfinale des deutschen Handballpokals aus dem Weg. Doch die Aufgabe, die dem badischen Bundesligisten beim Final-Four-Turnier in Hamburg am 7. und 8. Mai bevorsteht, wird nach Meinung von Thorsten Storm nicht einfacher. „In diesem Halbfinale gibt es sicherlich keinen Favoriten“, sagt der Löwen-Manager vor dem Duell gegen die SG Flensburg-Handewitt.